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Die Welt · 1912-09-11 · 37 (11.9.1912) · page 6

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
37 (11.9.1912)
Date
1912-09-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1130 MEISTE LT Nr. 37 sind sie doch gerechtfertigt, weil die Einführung dieser neuen dung verflossen, die Oelbäume können erst nach 8—10 Jahren Maschine von großer Bedeutung für Palästina ist. Ueber die Ertrag bringen, woher soll also die Verrechnung geschehen? Milchwirtschaft habe ich schon genug gesagt, und kann nur Nun fragt Herr Kann, ob es richtig ist, daß der Bezalel und wiederholen, daß die fachmännischen Gutachten unserer Verdie P. L. D. C. Verluste erlitten haben. Das betrifft auch den waltung und die gewiß wertvolle Erkundigung bei Kolonisten Nationalfond, der in diesen beiden Unternehmungen Kapital in Ekron, die wir eingezogen, ergeben haben, daß nur mit stecken hat. Ueber den Bezalel hat schon Herr Hoofien ge- Düngimg und Milchwirtschaft der Fruchtbau rentabel ist. Wir sprochen und auf Grund zuverlässiger Feststellungen genügende haben also keinen Grund, den Betrag von 40 000 Frcs., der Aufklärung gegeben, über die P. L. D, C. möchte ich ein Wort hierfür gefordert wird, zu verweigern. sagen: Ich will nun die Fragen, die Herr Kann gestellt hat, Es ist eine Frage für sich, ob die P. L. D. C. Verluste beant worten. Herr Kann fragte, ist es richtig, daß "das E. A. C. erlitten hat oder nicht und ob trotz dieser Verluste die RL. dem Nationalfonds etwas schuldig ist und wie verhält es sich ^. C. nicht ein gutes Unternehmen ist. Ich halte die P. L. D. C. mit der Abrechnung mit dem A.C.? Wir hatten im Zentralfür eine notwendige Ergänzung des J. N. F. Es versteht sich bureau in Köln eine gemeinsame Kasse. Kur/vor dem Kongreß daher von selbst, und ich bin der erste, der dafür ist, daß waren erhebliche Summen aus Rußland eingegangen, die "sich man die P. L. D. C. in ihrer Kapitalwerbung unterstützen in der Kasse des Zentralbureaus befanden. Als dann die Kasse soll, wenn die Verhältnisse derselben klargestellt sind, nach Berlin übersiedelte, erfolgte die Abrechnung. Dabei hat Eine andere Frage ist die Beteiligung des Nationalfonds sich ergeben, daß das A.C. an den Nationalfonds noch eine an diesem Unternehmen. Herr Kann hat die Frage aufge- Schuld hat, die IS000 M. beträgt. Wir haben uns mit der worfen, warum der Nationalfonds sein Vermögen in derartige Finanzverwaltung des A.C. dahin geeinigt, daß dieser Betrag Unternehmungen gesteckt hat. Ich halte Herrn Kann für einen jedenfalls vor dem Abschluß des Geschäftsjahres 1012/13 beguten Bankier und er wird mir zugeben, daß es vorkommt, zahlt werde. Eine Gefahr für den Nationalfonds liegt sicher daß manche große Banken Geld in Unternehmungen stecken nicht vor, denn wir können diesen Betrag immer verrechnen haben, die schwach sind. Bevor Herr Kann solche Anschuldidurch die Verpflichtungen gegenüber dein E. A. C. für Subgungen erhebt, hätte er also die Frage prüfen müssen, ventionen und das Palästina-Amt. Was die Frage des Herrn welche Sicherheit hat der Nationalfonds bei diesen Beteiii- Kanu über die Abschreibungen auf das Gymnasium und die gungen. Dann hätte er sich sagen müssen, daß die Beteili- Bezalelhäuser betrifft, so ist es doch bei einer vorsichtigen gung des J. N. F. an den Aktien der P. L. D. C. nicht Bilanz, wie sie Herr Kann wünscht, selbstverständlich, daß in barem Oelde, sondern in dem Land besteht, das wir in die Aktivwerte nicht zu hoch angesetzt werden und überhaupt Erbpacht gegeben haben, und berechtigt sind, zurückzunehmen, werden ja von bestimmten Werten in jeder Bilanz Abschreiwenn dic p- L- D- C. nicht mehr sicher sein sollte. Das Land innigen gemacht. Herr Kann tadelt, daß wir aus den Ländereien is* inzwischen nicht wertloser geworden. (Kann: Jawohl!) in Palästina noch so wenig Einkommen ziehen. Ich glaube, wir I)ann befinden Sie sich im Widerspruch mit sämtlichen Sachwären schlechte Verwalter, wenn wir erwarten wollten, daß aus verständigen in Palästina, die uns bestätigen, daß die Boden- Läudereien, die erst seit einigen Jahren übernommen wurden preise und der Wert unserer Besitzungen in fortwährendem und deren Pflanzungen sich langsam entwickeln müssen, schon Steigen begriffen sind. Ich glaube, daß die Mitglieder des ein großer Ueberschuß vorhanden sei. Ich habe aber die Ueber- Zentralkomitees in dieser Beziehung alle so sachverständig /eugung, daß es später anders werden wird. Wir hoffen, aus sind, um die Ueberzeugung zu gewinnen, daß die 4500 Pfund, denselben noch Renten zu ziehen, die es uns ermöglichen die wir in der P. L. D. C. stecken haben, unter keinen Umwerden, unsere Kolonisation in Palästina auszubauen. Was die ständen gefährdet sind und daß der Boden zurzeit einen weit Verzinsung der Arbeiterheinie betrifft, über die Herr Kann klagt, höheren Wert hat. so sind die Arbeiterheime kaum fertig. Wir haben aber darüber Ich komme nun zu dem Kredit, den wir der P. L. D. C. gesprochen, daß eine Verwaltung eingerichtet werden muß, um gewährt haben. Wir haben die 10 000—11 000 Pfund nicht die Einziehung der Mieten für die verschiedenen Häuser zu aus besonderer Liebenswürdigkeit der P. L. D. C. geliehen, regeln. Wir haben heute noch keine erhebliche Verzinsung Wie Sie wissen, ist die Gesellschaft durch die Verwaltung ihrer für diese Häuser, die im letzten Jahre gebaut worden sind, Wirtschaft in Kinereth in Verlegenheit gekommen. Es mögen doch Herr Ruppin hat versichert, daß es schon in diesem dabei Fehler begangen worden sein, der Zweck war jedenfalls Jahre möglich sein wird, von den Häusern Renten zu ziehen, ein guter. Es hat sich die Notwendigkeit ergeben, daß die natürlich nicht solche wie etwa private Häuserspekulanten. P. L. D. C. mit den Parzellierungsarbeiten beginne und zu diesem Aber im Laufe der Zeit wird wohl eine Verzinsung von 4 o0 Zweck größere Strecken Land erwerbe. Wir haben uns deshalb erzielt werden. Herr Kann hat dann eine Frage gestellt, entschlossen, der P. L. D. C. für Landkäufe einen Kredit von die ich ihm eigentlich gar nicht zu beantworten brauchte, 10 000 Pfund zu bewilligen. Dieser Betrag steckt in Merchawja. weil der Mangel ihrer Berechtigung klar zutage liegt. Er fragt, Es steht nun fest, daß die P. L. D. C. Verluste erlitten hat, wieviel Arbeiter haben die Güter des Nationalfonds bereits wieviel'können wir nicht übersehen. Ich vermute, es wird mehr selbständig gemacht? Wir haben diesen Anspruch nie ersein, als Herr Prof. Warburg annimmt. In keinem Falle aber hoben. Herr Dr. Ruppin und ich haben es betont, daß es ist.es richtig, daß das ganze Kapital der P. L. D. C. verloren sich für uns, soweit die Arbeit der Kolonisation in Frage ist. Solange dies aber nicht der fall ist, kann von einer kommt, darum handelt, die Arbeiter ans Land und an die Gefährdung unseres Darlehens keine Rede sein. Wenn Landwirischaft zu gewöhnen und aus ihnen landwirtschaftlich aber auch dies richtig wäre, so haben wir noch immer das erfahrene Arbeiter zu machen, wobei wir erwarten, wenn Pfandrecht auf den Boden der P. L. D. C. Selbstverständdieses Ziel erreicht ist, daß sie durch andere Institutionen lieh haben wir ein Interesse daran, daß die Entwicklung der selbständig gemacht werden. Dann hat Herr Kann ge- P. L. D. C. in gesunde Bahnen gelenkt ward, und dazu sollte fragt, warum wir die Abrechnung mit der Oelbaumauch Herr Kann die Hand bieten. Ich halte es aber für einen spende verschleppen? Mit wem soll der Nationalfonds großen Fehler, wenn hier Angriffe gegen den Nationalfonds denn verrechnen, etwa mit sieh selbst? Der Nationalfonds ist gerichtet werden, als ob er sein Geld in leichtfertiger Weise am Reingewinne der als Verein konstituierten Oelbaumspende verwenden würde. mit einem Drittel beteiligt. Nun sind 5 Jahre seit der Grün- Ich komme nun zu den Einwürfen, die Herr Kaplansky

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