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Die Welt · 1912-08-16 · 33 (16.8.1912) · page 9

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
33 (16.8.1912)
Date
1912-08-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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^r. 33 lle, zu sehen, daß viele amerikanische Rabbiner, Mitglieder ieser Konferenz, dem tkürzlichen Besucher unseres Landes ire Hilfe für die jüdische Erziehung in Palästina zuteil weren ließen. Jedes Unternehmen in kultureller und industrieller •eziehung, das der physischen und intellektuellen Befreiung iid der Ausbildung des moralischen Lebens und des jüdischen icistes dient, sollte von uns unterstützt werden, und wir sollen mit allen Parteien des Judentums gemeinsam an dieser nterstützung arbeiten/4 „Die von Mr. Simon Goldman in St. Louis unter dem amen „Hoaehooza" ins Leben gerufene Organisation hat ährend dieses Jahres ihre Kolonie, welche den Namen Poriah •igt, gegründet. Die Hoachooza hat Dr. Arthur Ruppin s Ratgeber und Mitarbeiter. Die Kolonie wird sich hauptichlich mit Fruchtkultur befassen/' „Bei der kürzlichen Konvention der New Yorker Kehillah urde eine Resolution angenommen, daß das amerikanische ulische Komitee sich mit dem Problem der jüdischen Einwandemg in das ottomanische Reich befassen sollte. Wir hören, i!) das amerikanisch-jüdische Komitee gemäß dieser Resoiiion handeln wird, und daß dieses dabei ist, eine Unteritiumg dieser Angelegenheit vorzunehmen." Der Bericht besprach weiter die Besuche von Dr. Mossin- ■>hn und Hermann Struck sowie die Verbreitung des ZiosniLis an den Universitäten und in Bruderorden. „Wir wurden aufgefordert, einen Vertreter der Federation ir das amerikanische Komitee zu wählen, eine Organisation, eiche angibt, national vorbildlich für das amerikanische identum zu sein. Ihr Exekutiv-Ausschuß beschloß, dieser Aufrderung nachzukommen unter der Bedingung, daß bei allen ugelegenheiten, welche in Widerspruch mit zionistischen Prinpien oder zionistischer Politik ständen, unser Delegierter frei >»n allen moralischen oder legalen Verpflichtungen auf der ntscheidung der Majorität bestehen könne. Diese Bedingung <Hinte von dem amerikanisch-jüdischen Komitee nicht ak- < ptiert werden, weil keine Konstitution nicht eine solche ■••dingte Mitgliedschaft gestattete." „Das Bureau "des Jüdischen Nationalfonds für Amerika . richtet über eine Gesamteinnahme von 89 80S,70 M. für den <ationalfonds vom 1. Juni 1911 bis zum 31. Mai 1912. Von icscm Betrage wurden 55 159,80 M. direkt von oder durch ic unserer Föderation angegliederten Vereine überwiesen, ■egenüber 51 651,50 M. im Vorjahre. Mitgliedern unserer Verne ist zweifellos auch ein Teil der N.-F.-Sammlungen zuzu- -chreiben, welche auf der N.-F.-Liste unter anderen Organisationen aufgeführt sind, ebenso wie die 10800,— M., welche das N,-F,-Bureau unter keiner Organisation rubrizieren kann." „In Philadelphia ist der fast ganz desorganisierte Zionist Council wieder zu neuem Leben erwacht, und Dr. Max L Margolis hat die Leitung desselben übernommen, dessen Fiter die rühmenswerte Tätigkeit des Council während des letzten Jahres zuzuschreiben ist." Die Federation sah sich Anfang des Jahres gezwungen, die Herausgabe der Zeitschrift „The Maccabean" zu übernehmen und so die Herren Richards und Lipsky von direr Last zu befreien. Hierdurch war der Exekutiv-Ausschuß gezwungen, Verpflichtungen in Höhe von 1040,— M. zu übernehmen. Im verflossenen Jahre hatte „The Maccabean" ein Defizit von ca. 2000 M. aufzuweisen, wofür der Exekutiv- Ausschuß aufzukommen hat. Das gesamte Defizit des „Maccabean" für das Jahr einschl. der 1040,— M. Verpflichtungen beträgt 3140— M. Am Sonntag Nachmittag fand eine Debatte über verschiedene Resolutionen statt. Zu einer interessanten Diskussion 1001 führte die Resolution, daß die Federation den Achoozaplan für den Ankauf und die Kultivierung von Land in Palästina empfiehlt und dringend rät, wo irgendmöglich, ähnliche Organisationen zu gründen, als eine wirksame Art zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung Palästinas. Nach einer langen Diskussion wurde die Resolution mit einer kleinen Aenderung des Wortlautes angenommen. Als Resultat dieser Resolution soll in den verschiedenen Gemeinden eine Bewegung ins Leben gerufen werden zur Gründung von Fonds für den Erwerb von Grundstücken in Palästina, welche von Juden kultiviert werden und in ihren Besitfz übergehen sollen. Die nächste Resolution lautete, daß die Federation innerhalb möglichst kurzer Frist einen Fonds von nicht weniger als 20 000 M. erhebt für die Errichtung einer Gartenstadt in Palästina zum Gedächtnis von Emma Lazarus. Anläßlich der Unterbreitung dieser Resolution sprach Dr. Max- Heller in anerkennender Weise von Emma Lazarus. Es wurde auseinandergesetzt, daß der Plan für die Errichtung einer 'Gartenstadt den Bau von angemessenen Häusern für die Arbeiter des betreffenden Distrikts in sich schließe. Die Resolution wurde angenommen. Am Abend fand das Konventionsbankett in dem Gesangvereinsgebäude statt, an welchem ca. 400 Personen teilnahmen. Es herrschte allgemeine Genugtuung infolge der Gewinnung von neuen Freunden unter den hervorragenden amerikanischen Juden, die ein lebhaftes Interesse an der Arbeit der Bewegung nahmen. Deprimierend dagegen wirkte die Tatsache, daß die Federation durch ihr ständiges Defizit sehr behindert ist. Es wurde hervorgehoben, daß die Federation eine bedeutend nützlichere Tätigkeit entwickeln könnte, wenn sie finanziell unterstützt werden würde. Die Hauptansprache des Abends hielt Dr. J. L. Magnes, welcher um Beiträge bat, die eine erweiterte Tätigkeit ermöglichten, und als Antwort auf seinen Aufruf wurden ca. 4400 M. gezeichnet. Bei Beginn der Montag-Vormittag-Sitzung wurden Telegramme und Begrüßungsschreiben von zionistischen Freunden und Gönnern verlesen. Der Antrag, ein Spezialkomitee für den Emma Lazarus-Gedächtnisfonds einzusetzen, wurde einstimmig angenommen. Der Bericht der „Young Judaea" wurde unterbreitet und (eine Resolution angenommen, daß die Federation dieser Organisation ihre Unterstützung sichert. Den Schluß der Vormirtagsberatungen bildete eine Diskussion über einen Vorschlag der Zionisten von San Francisco betreffs Ausstellung von Palästina-Erzeugnissen bei der Panama-Ausstellung im Jahre 1915. Die Konvention beschloß, daß für diesen Zweck ein Komitee gewählt werden solle. Inzwischen werden Vorbereitungen für Ausstellungen von Bezalelarbeiten in verschiedenen Städten der Vereinigten Staaten getroffen werden. Am Nachmittag wurde darüber diskutiert, daß die Kopfsteuer jedes Vereins an die Federation von 50 Cents auf 1 Dollar erhöht werden solle. Nach langer Diskussion wurde beschlossen, daß jeder Verein 1 Dollar pro Mitglied und per Jahr zahlen solle, einschl. Schekelgeld, so daß die Erhöhung 25 Cents beträgt. Die nächste Resolution war eine der wichtigsten der ganzen Konvention. Trotz der 4400,- M., welche bei dem Bankett gezeichnet wurden, machte sich doch die Notwendigkeit fühlbar, der Organisation größere materielle Unterstützung zuzuführen. Daher wurde eine :Resolution angenommen, wonach sich die .Delegierten verpflichten mußten, bis zum 1. Januar 1013 eine bestimmte Summe für das Budget der Federation zusammenzubringen, was sofort befolgt wurde. An der Spitze stand der texanische Delegierte, der sich für die Summe von 3200 M. verpflichtete; Baltimore und Pitts- DIE^KELT

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