Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 29 (19.7.1912)
- Date
- 1912-07-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 29 DIE^l arabischen Arbeiter kletterten auf die Wagen und schaufelten unter immer heftigeren Anrufungen Allahs und seiner Heiligen den Kies von den Wagen. Es ist, als ob die braunen Oesellen nur bei einer Fanatisierung ELT 871 wäre gewiß lohnend gewesen, das von einer einzigen Petroleumlampe spärlich beleuchtete Bild der schlafenden und schnarchenden. Kleiderbündel zu betrachten. Doch war ich viel zu müde dazu, und kaum, daß ich den H H H H H H H H H B H!B H IH OU [H dl 1§Ü Ruinen von Amman ihrer Person schwere Arbeiten zu verrichten imstande vären. Man kann ähnliche Wahrnehmungen überall im Orient machen, so z. B. beim Aus- und Einbooten vor jaffa. Die Ruderer, besonders die der größeren Kaiks, beginnen sofort, wenn sie den gefährlichen Klippen nahen, >ich nicht nur kräftig in die Ruder zu legen, sondern unter Schweißströmen und mit angstverzerrten Gesichtern ihr schauerliches ja hu (o Er)! in das grandiose Donnern der auf den Klippen zerschellenden Wogen zu mischen. Der Steuermann stachelt sie, sobald sie im Rudern und Rufen ermatten wollen, immer aufs neue mit schrillen, drängenden Schreien an, bis die kritische Stelle passiert ist. Als unser Boot einst als letztes den schon zur Abfahrt sich anschickenden Dampfer zu verfehlen drohte, rettete uns die bis aufs äußerste gespannte Arbeitskraft der arabischen Ruderer, die sich durch die unheimlich über die Wogenkämme der hochgehenden See schallenden Rufe „ja hu" und „la ilaha ill Allah" fanatisierten. — Nach halbstündigem Aufenthalt konnte unser Zug seine Fahrt in die hereinbrechende Nacht fortsetzen. Ich hatte mir, so gut es ging, aus meinen Gepäckstücken Stützen gebaut, auf welche ich mich ausstrecken konnte. Und in der Tat schlief ich ein, ungeachtet des gräßlichen Gesanges eines jungen Araberburschen, der unterwegs mit einigen Genossen eingestiegen war und seiner grenzenlosen Freude, das erstemal auf der Bahn fahren zu können, nicht anders als durch einen unaussprechlich urwüchsigen Gesang Ausdruck zu geben wußte, der um so schrecklicher abzuhören war, als das Ueberschnappen der Stimme ihm als ein ganiz besonders geeignetes Ausdrucksmittel seiner Freude vorzukommen schien. Zur Nachbarin hatte ich ein megärenhaftes Fellachenweib, das zwischen den Sitzbänken kauerte, während ein kleines Mädchen unter der Sitzbank ausgestreckt schlief. Als ich gegen Mitternacht einmal erwachte, hörte ich einen Chor von etwa 30 bis 40 Araberkehlen schnarchen. Es schmierigen Kopf des Fellachenweibes, daß von meinem Körper denjenigen unteren Teil, den man für gewöhnlich mit dem Namen „Revers" umschreibt, als Kopfkissen für geeignet befunden zu haben schien, weggeschoben hatte, war ich auch wieder in ,.Morpheus Arme" gesunken und hätte mein Ziel, die Station Amman, sicher- Petra, oben ägyptische Grabanlage, unten römisches Grab