Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 29 (19.7.1912)
- Date
- 1912-07-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Mr. 29 DIE^ELT 869 weiß ich nicht, aber in England, wo sich Mr. Zangwill selbst mit der Zentrale der Ito befindet, gibt es eine große Anzahl itoistischer Feldmarschälle und Generäle, aber fast keinen einzigen Soldaten. Hin und wieder wird öffentlich bekannt gemacht, daß ein — Ito-Radfahrer-Verein einen Ausflug veranstaltet hat, und in Whitechapel existiert ein Jugendverein der Ito, Young Generation of Israel, dessen Komitee gewissenhaft jedesmal seine Versammlungen vorher in der Presse anzeigt, ohne daß man nachher erfährt, welche Verhandlungen stattgefunden haben. Wie aus dem „Jewish Chronicle" ersichtlich ist, soll sich dieses Kinderspiel auch diese Woche wiederholen. Gewiß hat die Ito in ihrem International-Rat eine ganz große Anzahl bedeutender Männer in England, so wie sie z. B. auch in Oesterreich hat, aber mit ganz wenigen Ausnahmen werden die Herren gar nicht belästigt; sie leisten nichts und es wird auch nichts von ihnen verlangt. Eine Ausnahme macht der Schatzmeister, Mr. Leopold de Rothschild, denn er verwaltet nicht nur die Einnahmen der Ito, sondern, wie Mr. Zangwill einmal witzig erklärt hat, er gibt eben diese Einnahmen selbst her. Jüdische Postbeamte in England (Von unserem Berichterstatter.) London. Die Regierungskreise in England sind etwaigen jüdischen Beamten gut gewogen, und da der Minister des Postwesens ein Jude ist, war es eine gute Idee, die Anstellung von Juden zu beantragen, die den Sonntagdienst verrichten und eine Befreiung christlicher Kollegen an diesem Tage bewerkstelligen könnten. Es ist schon vor vielen Jahren darauf hingewiesen worden, welch eine Wohltat das für die Christen einerseits und für die Juden, die den Sabbat feiern möchten, andererseits wäre. Eine einflußreiche Deputation, unter der Leitung von Mr. Arthur E. Franklin, eines Verwandten des Postministers Mr. Herbert Samuel, hat eben bei diesem vorgesprochen, aber bei allem Wohlwollen der maßgebenden Kreise hat es sich gezeigt, wie sehr die ökonomischen Lebensbedingungen des Landes einem solchen Plane der Sabbatbeobachtung im Wege sind. Mr. Samuel, ein sehr guter, gewissenhafter Jude, hat sich fast ablehnend gegen die Idee verhalten müssen. Es geht eben nicht anders. Aus dem Ostjordanlande Von Fritz Mielert, Sprottau Wir bringen den nachstehenden Abschnitt aus einer größeren Arbeit des Verfassers: „Natur- und Kulturmilder aus dem Ostjordanlande." Der größere Teil der Vrbeit handelt von der berühmten Ruinenstätte Petra, lie der Autor von Ma'an, der südlichsten, noch zum paästinensischen Teil der Provinz Damaskus gehörigen ^tatioflMerHedschasbahn aus besuchte. — Es ist bekannt, laß Ate pfflfecben Kolonisationsbestrebungen in Palästina ich auf Ostjofdanien so gut wie gar nicht erstrecken. hältnissen Rechnung tragen. Es ist aber für uns von Interesse, die transjordanischen Verhältnisse genauer zu erforschen und dazu mag die nachstehende Schilderung anregen, die mit bisher unveröffentlichten Originalaufnahmen des Verfassers geschmückt ist. Die Redaktion. ♦ Nachmittags drei Uhr kam der Zug aus dem Süden hei angeschlichen, von mir freudig begrüßt, Denn obwohl a a h a b b ^ja][ä]|B][B][B a a a a a a B B B B H H Im Gastzelt der Alawinbeduinen NJur auf der Ostseite des Tiberiassees und in seiner unüttelbaren Nähe am Jordan liegen einige unbedeutende Kolonien und Teile von solchen auf ostjordanischem (iebiet. Die Schilderungen Mielerts zeigen, daß wir mit der Beschränkung auf Westpalästina nur den gegebenen Verer nur 20—25 km pro Stunde zurücklegt, ist er doch die einzige Möglichkeit, „schnellstens" aus dem traurigen Bereich von Ma'an herauszukommen. Ich erhielt wiederum kein Billett erster Klasse, mit der Begründung, daß auch dieser Zug, wie alle anderen, nur Personenwagen dritter Klasse besäße. Wagen erster Klasse müßten er- M