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Die Welt · 1912-05-31 · 22 (31.5.1912) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
22 (31.5.1912)
Date
1912-05-31
Page
– (sequence 6)
Language
German
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656 -DIES Bilanz der Z. V. f. D. per 31. Dezember 1911. Aktiva: M Pf. Bar- und Postscheckkontoguthaben . Verlust aus 1910........ 6279,17 . 1085,84 1123 2 896 18 500 1384 1 46 83 60 5193 36 29 099 25 Passiva: 8 596 2 003 18 500 25 29 099 25 Gewinn- und Verlustkonto. Debet: M Pf. 6 279 147 4 621* 12 974 17 21 39 24 029 77 Kredit: Ertrag des Broschürenvertriebes . . 10 508 7 265 1063 5193 06 05 80 36 24029 77 Vorstehende Bilanz haben wir geprüft und mit den Büchern übereinstimmend gefunden. Willi. Samson. Lazarus Barth. Berlin, den 20. Mai 1912. * In der Nachmittagssitzung referiert Herr Kurt Blumenfeld über „Erziehung zum Zionismus". Der Redner stellte in seinem Referate eine Reihe von Thesen auf, die auf ürund mehrjähriger praktischer Erfahrung in agitatorischer und organisatorischer Hinsicht aufgebaut sind und in vielfacher Beziehung eine neue Orientierung des wichtigen Problems der „Erziehung zum Zionismus" bedeuten. Es besteht die Absicht, die gehaltvollen Ausführungen des Herrn Blumenfeld in Separatabdruck erscheinen zu lassen, um die Diskussion über diese wichtige Frage auch in die weiteren Kreise zu tragen. Wir behalten uns vor, auch auf dieses Referat ausführlich zurückzukommen. Es beginnt sodann die Diskussion über den Geschäfts- und Finanzbericht, sowie über die erstatteten beiden Referate. An der Aussprache, die im allgemeinen einen prinzipiellen Charakter über politischen und praktischen Zionismus trägt, beteiligen sich folgende Redner: Dr. Jeremias, Lichtheim, Dr. Zwirn, Julius Simon, Dr. Zlocisti, Dr. Pelz, Lazarus Barth, Estermann, Dr. Biram, Dr. Isaac Strauß, Dr. Klee, C a 1 v a r y , Dr. Halpern und als Schlußredner Kurt Blumen f e 1 d. Nach Abschluß dieser Debatte wird folgende von Dr. Pelz eingebrachte Resolution einstimmig angenommen: „Der Delegiertentag dankt dem geschäftsführenden Ausschuß für seine Tätigkeit, erteilt ihm Entlastung und spricht die Erwartung aus, daß die von ihm gewählten Arbeits- ELT -- ■ - ■ -...... Nr. 22 methoden auf dem Gebiet der Propaganda und der Finanzgebarung auch für die Zukunft maßgebend bleiben werden." Es zeigte sich in dieser prinzipiellen Aussprache, daß nahezu alle Vertreter der deutschen Landesorganisation die heute in der Organisation und im Actions- Comite herrschenden Anschauungen geschlossen verfechten. Von dieser Tagung an kann die Synthese der sogenannten „praktisehen" und „politischen" Richtung in Deutschland als vollzogen gelten. Denn der Delegiertentag stellte sich entschieden auf den Standpunkt, daß der Zionismus nach wie vor als politische Bewegung zu betrachten sei und wies die gegnerischen Behauptungen von der angeblichen „Verkleinerung" des zionistischen Programms entschieden zurück; und auch die Gruppe derjenigen, die sich selbst als „politische Zionisten" bezeichnen, unterschied sich in ihrer prinzipiellen Auffassung der Palästinaarbeit nicht mehr von der Majorität. Abends 7 Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Um 9 Uhr fand ein Bankett statt, an dem fast alle Delegierten und viele Gäste teilnahmen. Dienstag, den 28. Mai (Vormittagssitzung). Dr. Sichel- Chemnitz referiert über unsere Nationalfondsarbeit. An der Hand verschiedener Vorlagen wie Nationalfondskarten, Sammelbücher und Propagandaflugschriften setzt der Referent in instruktiver Weise die Möglichkeiten einer Erweiterung der Propaganda für den Nationalfonds in Deutschland auseinander. Das unter lebhafter Zustimmung aufgenommene Referat des Herrn Dr. Sichel wird durch die Ausführungen und Vorschläge der Herren Leopold Landau, Rabbiner Dr. Friedmann- Troppau, S. Schocken und Fräulein Landsberger ergänzt. Ein Antrag, der den Nationalfondskommissären die Einführung von Spendenbüchern nach dem Muster des Tj-oppauer Spendenbuches zur Pflicht macht, wird einstimmig angenommen. Sodann wird die Spezialdebatte über die gestrigen Referate der Herren M o t z k i n und Blumenfeld über „Unsere Palästinapolitik" und „Erziehung zum Zionismus" fortgesetzt. Nach einer ausführlichen Aussprache, an der sich die Herren Dr. Stahl, Simon, Dr. Heymann, Dr. Hoppe, Dr. Viktor, Dr. Isaac Strauß, Adler, Dr. Zlocisti, Dr. Jeremias, Lazarus Barth, Dr. Weißmann, Dr. Zwirn, Parteisekretär Rosenbaum und Dr. Hantke beteiligen, werden die vorgeschlagenen Resolutionen und Anträge angenommen: I. Resolutionen zum Referat „Unsere Palästinapolitik" von Leo Motzkin: „Der XIII, Delegiertentag hält unerschütterlich an den großen Gedanken des Baseler Programms fest und erklärt daß die Agitation für die Palästinaarbeit bei jeder größerer Kundgebung im engsten Zusammenhang mit der Propagand. des Zionismus steht und darum das zionistische Endziel - Lösung der Judenfrage durch Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina — betonei muß." „Der XIII. Delegiertentag der deutschen Zionisten erinnert in Uebereinstimmung mit den Kongreßbeschlüssen an die Notwendigkeit, alle Mittel zur Vorbereitung und Ermöglichung einer Immigration nach dem Orient zu ergreifen." „Der Delegiertentag der deutschen Zionisten legt allen Gesinnungsgenossen ans Herz, eine energische Propagand« für den Agrarkredit in Palästina einzuleiten."

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