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Die Welt · 1912-04-19 · 16 (19.4.1912) · page 14

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
16 (19.4.1912)
Date
1912-04-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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484 E LT i Nr. 16 PALASTINA Eine neue landwirtschaftliche Zeitung in Palästina Soeben ist in Jaffa das erste Heft der hebräischen Monatsschrift „Hachaklai" (Der Landmann), einer theoretischen und praktischen Fachzeitschrift für alle Zweige der Landwirtschaft erschienen. Die Zeitschrift wird von den Agronomen Dr. M. Zagorodsky und J. Wilkau ski redigiert. Das erste Heft enthält folgende Beiträge: B. Apfelbaum: Die Kultur der Citrus-Arten in Palästina; Q. S.: Die Feldmäuse; D. M.: Anleitung für den Kauf von Milchkühen; Chronik (Die Anpflanzung von Weberkarden. Palästinensische Baumwolle. Brunnenbohrung. Winzergenossenschaft); Fragen und Antworten; verschiedene Notizen aus Fachzeitschriften; Handelsnachrichten; Bibliographie; landwirtschaftlicher Kalender für die Monate Nissan und Ijar. — Der Abonnementspreis des „Hachaklai" beträgt im Auslande 12 Frcs. jährlich, 6 Frcs. halbjährlich. Festspiele in Rechoboth Wie alljährlich, fanden auch diesmal in Rechoboth während der Halbfeiertage des Pessachfestes öffentliche Festspiele statt. Das Programm der diesjährigen Festspiele umfaßte folgende Punkte: 1. Turnübungen; 2. Schnelllaufen; 3. Pferdewettrennen; 4. Ringkämpfe; außerdem Schießübungen, Wasserspiele usw. Am Abend fand unter Mitwirkung des Herrn H o p e n k o von der Jaffaer Musikschule ein * Konzert statt. Zu den Festspielen hatte sich ein zahlreiches Publikum aus Jaffa, Jerusalem und den jüdischen Kolonien eingefunden. Eine Anzahl Preise gelangten zur Verteilung. Die Weine der jüdischen Kolonien Palästinas auf dem Weltmarkt In der jüngst abgehaltenen fünften Generalversammlung der jüdischen Winzergenossenschaft Palästinas wurde über die Absatzverhältnisse des Weines im verflossenen Jahre folgendes berichtet: Der Absatz beliet sich insgesamt auf mehr als 41 00D Hektoliter (gegenüber 34 000 Hektoliter im vorhergehenden Jahre). Hauptabnehmer war Aegypten mit 14 000 Hektoliter, darauf folgten die übrigen Lände'r des Orients mit 12 000 Hektoliter; die Schweiz war an dem Absatz mit 4300 Hektoliter beteiligt, Frankreich nahm 3400 Hektoliter ab, Rußland 2860, Deutschland 2130, Amerika 1780 und Galizien 600 Hektoliter. Der Absatz weist seit vielen Jahren eine steigende Tendenz auf und ist noch sehr ausdehnungsfähig. Die Winzergenossenschaft plant, an zahlreichen europäischen und überseeischen Plätzen neue Verkaufsstellen einzurichten. Alliance Israelite Universelle Der Vorstand der Deutschen Konferenzgemeinschaft und des Deutschen Landeskomitees der A. 1. U. sendet uns folgende Erklärung: Die Herren Galling er und Fischer versenden mit Unterstützung der von uns entlassenen Beamten an die politischen Tageszeitungen, die jüdische Presse und an die Mitglieder der Alliance direkt eine Flut von Zuschriften, in denen schwere Angriffe auf den Vorstand der D. C. G. und des Landes-Comites erhoben werden. Wir beschränken uns demgegenüber auf die Feststellung, daß alle diese Mitteilungen von der ersten bis zur letzten Zeile unrichtig sind und die Tatsachen entstellt wiedergeben. Unwahr ist insbesondere die Angabe, daß die D. C. G. aufgelöst sei; ein diesbezüglicher Antrag ist nicht angenommen worden, sondern abgelehnt. Im übrigen lehnen wir es ab, uns mit den Herren auf diesem Wege auseinanderzusetzen. Wir kämpfen nicht mit den Waffen, die zu führen sich unsere Gegner befleißigen, und halten die Sache der Alliance für zu hoch, um sie durch derartige unsachliche Auseinandersetzungen in den Staub zu ziehen. Der Vorstand der Deutschen Conferenzgemeinschaft. Der Vorstand des Deutschen Landes-Comites der A. J. U. An die Abonnenten und Leser des „Haolam" In einer Sitzung, die in Odessa während der letzten allgemeinen Versammlung der „Chowewe Zion" stattgefunden hat, wurde beschlossen, den „Haolam" am 1. April von W i 1 n a nach Odessa zu verlegen. Der Ortswechsel bringt keinerlei Veränderung in der Redaktion mit sich. Nach wie vor werden die bisherigen Mitarbeiter des „Haolam" auch in Odessa tätig sein. Die Richtung und der Charakter des „Haolam" in allen seinen Teilen werden keinerlei Veränderungen erfahren. Wir sind überzeugt, daß, wenn der „Haolam" von nun an in einer Stadt, wo eine größere Zahl von jüdischen Schriftstellern wohnt, erscheint, uns die Möglichkeit geboten ist, unsere Zeitschrift auszugestalten. Insbesondere wird den palästinensischen Angelegenheiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt, damit das jüdische Leben, das im Judenlande vor unseren Augen geschaffen wird, sich im Haolam klar widerspiegelt. Störungen in der Zustellung werden mit der Uebersiedlung nach Odessa nicht verbunden sein. Unsere Zeitschrift ist nicht zu Geschäftszwecken begründet worden. Die Begründer und Leiter des „Haolam" verfolgen kein anderes Ziel, als dem jüdischen Gemeinwesen ein hebräisches Organ zu verschaffen, das allen Angelegenheiten des Judentums, insbesondere aber der nationalen Regeneration gewidmet ist. Nicht nur an uns, sondern an euch, werte Gesinnungsgenossen, liegt es, unserem einzigen hebräischen Organ, dem „Haolam", seine ihm gebührende Position zu verschaffen. Sämtliche Abonnementsbeträge wie auch Zuschriften in Redaktions- und Administrationsangelegenheiten sind nunmehr an die Adresse: Redaktion „Haolam", Odessa (Rußland), Postfach 383, zu richten. M. Ussischkin (Odessa), Dr. V. Jacobson (Konstantinopel), J. L. Goldberg (Wilna), J. Rosofl (St. Petersburg). Eine national-jüdische Studentenverbindung in Konstantinopel In Konstantinopel hat sich vor kurzem eine national-jüdische Studentenverbindung gebildet, die den Namen „Agmdath Hamithlamdim Ha-Ibrim Ha-Ottomanim Be- K u s c h t a" trägt. Die neue Verbindung will unter der jüdischen Hochschuljugend Konstantinopels für die Verbreitung der hebräischen Sprache und Literatur, sowie für die Pflege des Nationaljudentums überhaupt wirken, und ihren Mitgliedern auch materielle Hilfe bieten. Die Verbindung nimmt auch gegen Entrichtung eines Jahresbeitrages von 10 Frcs. außerordentliche Mitglieder auf, die keine Studenten sind, aber mit den Bestrebungen der Verbindung sympathisieren. Die neue Verbindung hat auch ein Informations-Bureau eingerichtet, welches auswärtigen Kommilitonen Auskunft über die immatrikulationsbedingungen an den Konstantinopler Hochschulen, sowie über die Lebensverhältnisse in Konstantinopel usw. erteilt, den Mitgliedern Unterrichtsstunden nachweist usw. Adresse der Verbindung „Agudath Hamithlamdim", Konstantinopel-Galata, Poste Turque, Boite Nr. 80. Organisation für hebräische Sprache und Kultur (Histadruth Ibrith) Die Organisation für hebräische Sprache und Kultur, deren Ziel es ist, hebräische Sprachkenntnisse von den Anfängen bis zur völligen Beherrschung und bis zur Möglichkeit des tieferen Eindringens in die hebräische Literatur zu vermitteln, eröffnet am Dienstag, den 30. April, abends 1/2$ Uhr, ihr Sommersemester in der Lehrstätte „West", Bleibtreustr. 43 (Charlottenburg), 19. Gemeindeschule. Die Kurse sind die Fortsetzung der von der Organisation veranstalteten Winterkurse. Trotzdem können Fortgeschrittenere in alle Stufen eingereiht werden. Ferner beginnt ein Lesekurs, auf den besonders aufmerksam gemacht wird, da er die Teilnehmer in den

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