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Die Welt · 1912-02-02 · 5 (2.2.1912) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
5 (2.2.1912)
Date
1912-02-02
Page
– (sequence 18)
Language
German
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152 blEÄELT: Nr. 5 Jeder von uns kann aus diesem Budie lernen, daß die Kluft zwischen uns und jenen nicht überbrückt werden kann. Dies ist der große Wert der Lebenserinnerungen des Ehrenpräsidenten der österreichisch-israelitischen Union für uns Zionisten. Scha f f e n d e n. neuen Judentums, der Beantwortung „Der neue Jude4* Bücherbesprechungen Der neue Jude. Von Georg riecht. Verlag Gustav Engel, Leipzig. 1911. Der Titel des Buches ist überaus anziehend. Jenes Umformen des Judentums, dessen Werden sich vor unseren Augen vollzieht, ist ein eigenartiges Problem. Es geht weit über den Rahmen dessen hinaus, was man Z i o n i s m u s nennt und erschöpft sich noch lange nicht in der Forderung des vorliegenden Buches nach einer „Organisation, die derart beschaffen ist, daß sie mit dem möglichst größten Nutzeffekt ihre geistigen, körperlichen und wirtschaftlichen Kräfte zum Zwecke der Selbsterhaltung verwendet." Das Wesen des Schöpferischen ist eines der wichtigsten Probleme in der Neuformung des Judentums. Kunst, Literatur, Kritik, soziale Organisation, kurz alles, was „Kultur" heißt, gehört hinein mit seinen Ideen und seinen Menschen, den Denn das Schöpferische ist das Maß des Aber wohin führen seine Wege? Erst mit dieser schweren Frage ist das Problem gelöst. Das Buch beantwortet sie nicht, in den Aufsätzen über Kritik, Kunst, Literatur und Wissenschaft (die übrigens in bezug auf die jüdische und hebräische Literatur selbst in der Aufzählung' mangelhaft sind) scheint der Autor die rein äußerliche Tatsache der Betätigung von Juden auf diesen Gebieten als das markanteste Kennzeichen des neuen Judentums hinzunehmen. Die Möglichkeiten, die das neue Judentum in sich birgt, erfüllen sich im Sein nicht nur durch Organisationen, sondern auch durch das Genie, welches das Volk hervorbringt. Das ist die subjektivste Erfüllung. Sie gab uns das Genie Theodor Herzls. In ihm ist das Wesen des neuen Judentums klar erfaßbar in allen seinen Möglichkeiten. — So dachte ich mir eine Studie über die Persönlichkeit Herzls. Die Studie Georg Hechts heißt ein ,,literarischer Versuch". Wäre sie das, was sie sein soll, so wäre das Buch „Der neue Jude" anders. So aber muß das Buch zu diesem Titel noch geschrieben werden. Wien. Siegfried Schmitz. * Jüdische Geschichte von der Zerstörung des 2. Tempels bis zur Gegenwart. In Charakterbildern dargestellt von S. Müller. Mit 13 Bildnissen. Stuttgart. J. B. Metzlersche Buchhandlung. 1911. Endlich etwas Neues auf dem Gebiete des jüdischen Geschichtsunterrichtes, ein Buch, das auf den Pragmatismus in der jüdischen Geschichte verzichtet und - wie manche Lehrbücher der Weltgeschichte für die niederen Schulen — die Jugeinkmit dem Leben der bedeutendsten Juden der behandelten Zeit bekannt machen will. Dementsprechend enthält es in seinen 40 Abschnitten an 30 Biographien, die ab und zu durch eine Monographie unterbrochen werden, die ein Stimmungsbild der Lage der Juden einer bestimmten Zeit oder eines bestimmten Landes gibt. Für die schulpflichtige Jugend scheint mir dieser Weg um so gangbarer, als bei jeder Biographie auch das Milieu als Rahmen, von dem sich das Bild des Helden trefflich abhebt, gut ausgearbeitet erscheint. Daß der Verfasser in seinem Streben nach Objektivität nicht allen Anforderungen entsprechen kann, geht schon daraus hervor, daß er z. B. gleichzeitig Abraham Geiger und Samson Rafael Hirsch gerecht werden will. Auch die Auswahl der Lebensbilder wird wohl nicht jedermann befriedigen, so werden uns außer Berthold Auerbach gleich noch Kompert, Franzos, Mosenthal vorgeführt, während z. B. von den großen deutschpolnischen talmudischen Autoritäten nur einige wenige wie Moses Isseries gelegentlich erwähnt werden. Es hätten doch wohl z. B. auch Ezechiel Landau oder Moses Sofer einen Platz an der Sonne verdient. Doch das sind Ausstellungen nebensächlicher Natur. Im großen und ganzen scheint mir das Buch als Schulbuch sehr empfehlenswert, seine Methode ist gut, die Sprache schlicht und herzlich, die äußere Ausstattung gefällig. Fiag. S. H. Lieben. Schluß des redaktionellen Teiles Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Frau Helene Borushak in St. Louis Mo. Bezalel-Verein, St. Louis, M. 419—. Durch Herrn Jehuda Leib Kah an, Mohilew: Leib Kahan, R.-A. Jakob Gissin je Rbl. 5.—, D. Lewitin, Dei Welikowsky, Baruch Schislin, Hieser Kahan, Arzt, je Rbl. 2—, N. Sackheim, Moses Brahinsky je Rbl. 1.—. Durch die Federation of Zionist Societies ot Canada, Montreal (Sammlung von Frau B. Pcvsne r): Mortimer Davis S 2C0, Lazarus Cohen 8100, A. A. Levin 8 50, Harris Vinneberg 8 25, D. Levy $ 25, G. Sanders # 10, Sammlung A. Poyas in St. John 8 108.75, Agudath Zioii Society, Calgary $ 5.--. Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für den Bezalel: per Jewish National Fund Bureau for Amerika, New York..................$ —.50 per Jehoschuan ben Izchok Temerlin, Luzk . . . R. 5.— Per South African Zionist Federation. Johannesburg £ —.5.— Per J. N. F. for America New York.......$ 1.78 per South Africa Zionist Federation .....£ 11.16.— Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: per South Africa Zionist Federation......£ —.5.— per Max Wollsteiner .......... . * Ji 65,— Für Pidyon Kaporus (Africa) Centrai Commitee, Jerusalem................£ —.12.6 Für Moshav Zekenim...........£ 2.12.6 Für Nisrofim in Russia (Sager) Mir und Pushlat . £ 13.2.— Für die Tachkemoni-Schule: per Max Wollsteiner............Ji 21.— Direkter Verkehr mit den Konsumenten. Dies sich immer mehr durchsetzende praktische Geschäftsprinzip führt in vielen Fällen eine Verbilligung der Ware herbei, die den Uneingeweihten erstaunlich genug vorkommt. Die Vorzüge dieses Systems hat sich auch die bekannte Firma L. C. Oetker in Bahrenfeld zunutze gemacht, um ihre erstklassige Marmelade „Aprikosa" den weitesten Kreisen zugänglich zu machen. „Aprikosa" ist den ersten englischen Marken mindestens gleichwertig. Zu ihrer technisch vollkommenen Herstellung sind nach den Outachten der beeidigten Sachverständigen aus* schließlich Raffinade und Aprikosenmark verwandt. Die Bekömmlichkeit und der Wohlgeschmack dieser Marmelade, die in überaus praktischen Verpackungen zum Versand gelangt, machen sie bei dem billigen Preise der „Aprikosa" zu dauerndem Gebrauch besonders geeignet. KONFITÜREN S—i PACKUNG für Pralines, Katzenzungen, Mokkabonnen Ueberau zu haben SCHOKOLADEN M— N —V Milch Nuss Vanille Die Drei Neuen Edelschokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Sächs. S+aatspreie

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