Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 52 (29.12.1911)
- Date
- 1911-12-29
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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1434 DIE3^ELT: Nr. 51 Bücherbesprechungen A. L. Lewinsky's Gesammelte Schriften. 2 Bände. Verlag „Jabneh", Odessa 5672 (Hebräisch). Nicht viel mehr als ein Jahr ist verflossen, seit Elchanan Löb L e \v i n s k y s köstlicher Humor für immer versiegte — und nun liegt uns bereits eine Auswahl seiner in verschiedenen hebräischen Zeitschriften zerstreuten Feuilletons in zwei stattlichen Bünden vor. Es zeugt von der tiefen Anhänglichkeit der hebräischen Kreise an den Schöpfer des modernen hebräischen Feuilletons, wenn ihm in verhältnismäßig kurzer Zeit dieses literarische Denkmal errichtet worden ist, und mit Genugtuung begrüßen wir die Leistung der Herausgeber Ch. N. B i a 1 i k , Di. Joset Klausner und J. Ch. Ra wnitzky, Die einzelnen Züge von Levvinskys geistiger Physiognomie verschmelzen in seinen gesammelten Schriften zu einem einheitlichen Bilde. Die glühende Liebe zum Volke zeichnete ihm Ausgangspunkt, Richtung und Ziel zugleich vor. Um dieser Liebe willen ersehnte er für sein Volk eine neue Zukunft, eine freie nationale Existenz im eigenen Lande; wirkte er unablässig für die kulturelle und sittliche Renaissance seiner Brüder und legte ihre Mängel und Fehler rückhaltslos bloß. Seine Kritik war jedoch stets von tröstender Milde begleitet. Er war Volkserzieher und Volkströster zugleich. Denn er liebte sein Volk mit all seinen Fehlern und Gebrechen, und er hatte ein eindringendes Verständnis für die Ursachen seiner Mängel, ein warmfühlendcs Herz für seine Leiden. Dieser Grundzug seines Wesens, die stets versöhnende und verzeihende Liebe zum Volke, machte Lewinsky während seiner zwanzigjährigen literarischen Tätigkeit zum Liebling des gesamten hebräisch lesenden Publikums. Der erste Band seiner Schriften umfaßt fünfzig im „Haschiloah" unter dem Titel „Machaschaboth Umaassim" („Gedanken und Ereignisse") erschienene Feuilletons, während der zweite Band Lewinskys Reiseschilderungen — darunter auch seine berühmte „Reise nach Palästina im Jahre 5S00" — enthält. Der Verlag „Jabneh" hat sich auch durch die gefällige Ausstattung des Buches den Dank der Verehrer Lewinskys erworben. Berlin. Josef L i n. Büchereinlauf Poesien des Alten Testaments im deutschen Gewände. I. Teil: Pentateuch und die ersten Propheten, von Jur. Dr. M. Epstein, Brünn. Leipzig-Möckern 1909, Dreßlers Verlag für moderne Literatur. Die römische und griechische Kirche in Syrien und Palästina. Von Fritz Lorch. Verlag der Schwäbischen Korrespondenz, Stuttgart 1911. Theodor Herzl: Feuilletons. I. Singer & Co., Verlag, Berlin C. 2. Band I und IL Zionistisches Merkbuch von Hugo Schachtel. 1902 — 5672 73. Dritte, stark vermehrte und verbesserte Auflage. Preis 25 Pfennig. Herausgegeben vom Actions- Comite der Zionistischen Organisation. In Kommission beim Jüdischen Verlag, Berlin W. 15, Sächsischestr. 8. Arnold F o r 11 a g e - Karl Schwarz: Das graphische Werk von Hermann Struck. Mit vier Originalradierungen und zahlreichen Abbildungen im Text. Verlegt bei Paul Cassirer in Berlin. 1911. Ludwig Philippson. Sein Leben und sein Werk. Ein Buch für Jung und Alt von Rektor Joset Feiner. Mit einem Bildnis Dr. Ludwig Philippsons. Berlin 1912. Verlag von Louis Lamm. Moledeth. Jugendzeitschrift, herausgegeben durch den Lehrerverband in Palästina und den Verlag „Kohe'eth", redigiert von S. Ben-Zion, Heft 5—6 Ab-Ellul 5671, Jaffa (Hebräisch). Haschiloah. Monatsschrift für Literatur, Wissenschaft und Leben, Redakteur: Dr. Josef Klausner, Herausgeber: Verlag Achiasaf, Warschau. Band 25, Heft 5, Kislew 5672 (November 1911). Odessa (Hebräisch), lag „La am": Nummer 28—32: Die Ereignisse der Weltgeschichte und der Krieg gegen den Krieg. Von N. Rou bakin, übersetzt von S. Saken, Jaffa 5672. — Nummer 33: Das nördliche Eismeer. Von I. Grasowski. — Nummer 34: Das Licht in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Hebräische Bearbei- Verl Kleine Bibliothek des Verlags „Tuschjiah": Nummer 24/25: Rabbi Mose ben Maimon. Eine Auswahl aus Maimonides? Schriften, zusammengestellt und erläutert von M. B. Lasebnik nebst einer Biographie von Maimonides. Warschau 5672 (Hebräisch). Dr. Hille 1 Joffe: Wie hütet man sich vor der Malaria? Aus dem Manuskript übersetzt von L D. Karl in. Jaffa 5672 (Hebräisch). riagoren. Abhandlungen über die Wissenschaft des Judentums, redigiert von S. A. Horodezky. VIII. Buch, Berditschew 1911 (Hebräisch). Die Legende des Todes. Von L. A. Orlow. Verlag I. Ch. Brenner. Jerusalem 5(372 (Hebräisch). /?= §o^ SPRECHSAAL TS^o .ßCi Von der „Moriah" Wir erhalten folgende Zuschrift: Durch einen Freund unserer Sache werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß in einer Korrespondenz aus London neulich (am 17. November, Nr. 46) unsere Organisation als antizionistisch bezeichnet wurde. Wir müssen hiergegen ausdrücklich Verwahrung einlegen. Wenn wir auch nicht verhehlen können, daß es uns daran liegt, alle diejenigen gesetzestreuen Juden zum Zwecke energischer Palästinaarbeit zusammenzufassen, welche aus irgendwelchen Gründen sich dem Zionismus nicht anschließen wollen, so werden wir es aber mit großer Freude begrüßen, wenn auch die gesetzestreuen Zionisten bei uns eintreten und mit uns Hand in Hand arbeiten werden. Unser Ziel ist ein im wesentlichen praktisches, nämlich Palästinaarbeit auf gesetzestreuer Basis. Ein idealer Erfolg wäre es, wenn es uns gelingen sollte, hierdurch die Sache des g es etze streuen Judentums an sich zu fördern. Hochachtungsvoll Comite der Moriah. I. A.: Dr. Möller. * Zu vorstehender Erklärung bemerken wir, daß die Behauptung, die „Moriah" sei nicht antizionistisch, jedenfalls festgenagelt werden muß. Bei ihrer Gründung trat sie mit ausgesprochen antizionistischer Tendenz auf. Wenn die Herren sich jetzt anders besonnen haben, so kann es uns recht sein, denn wir begrüßen jede ernstgemeinte Unterstützung der jüdischen Kolonisationstätigkeit in Palästina. Wir glauben freilich nicht, daß die „Moriah4' sich leistungsfähiger erweisen wird, als alle jene Comites und Vereine, die in der letzten Zeit außerhalb der Reihen der Zionisten entstanden sind. Ihnen allen fehlt der nationale Geist, (der allein imstande ist, unserem Werk Dauer zu verleihen. Für die gesetzestreuen Zionisten, denen ihr nationales Ideal teuer ist, liegt jedenfalls kein Anlaß vor, einer Organisation beizutreten, die den nationalen Gedanken verleugnet. Schluß des redaktionellen Teiles Eingegangen bei der Administration der „Welt": Für die Kischenewer Waisen: Per Sammelstelle d. J. N. F. Wien.......• Jk 4.05 Für die Tachkemonischule in Jaffa: Per Sammelstelle J. N. F. Wien........JL18.— Für den Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina: Per Sammelstelle d. J. N. F. Wien.......JL 1.60 Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Herrn Rabb. Dr. J. Nach t, Focsani: Gesammelt durch M. Renzler Lei 30,—, Verein „Jehuda" Lei 10,—, Dr. Nacht Lei 2,— Leo Calmanovici Lei 5,—, P. Kivu Lei 5,—, J. Iliovici Lei 5,—, Sammlung J. Blumen, Odobesti, Lei 43,35. Bertrand Hamburg,