Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1911-11-24 · 47 (24.11.1911) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
47 (24.11.1911)
Date
1911-11-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3315709-3316458-3316508--55293-3349115
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

1266 DlESggELT Nr. 47 bar zu erinnern, ist eine Ehrenpflicht für uns alle. Jedoch darf es sein Bewenden nicht nur bei rühmenden Gedenkreden haben; die Weihestunde der Gedenksteinfeier soll sich nicht nur auf die Zahl der am Grabe dieses edlen Menschen sich Versammelnden allein beschränken. Vielmehr soll an diesem Tage in allen Gemeinden der Diaspora, in allen Schulen, in allen Synagogen, in allen Logen, in allen Gesellschaften, Vereinen und Versammlungen, in allen Familienfeiern jeder Art, eine Geldsammlung vorgenommen werden. Der Ertrag wird einer zu errichtenden Hirsch Hildesheimer - Stiftung zugewendet werden. Wie Hirsch Hildesheimer in seiner fast beispiellosen Hilfsbereitschaft bei allen Werken der Mildtätigkeit niemals und niemanden fragte, wie er sein Judentum auffaßte oder betätigte, so sollen und werden hoffentlich alle edlen Juden, ohne Unterschied der religiösen Richtung, an dem Tage, an dem der Leichenstein über dem Grabe eines der vortrefflichsten Männer unserer Zeit aufgerichtet wird, nur von einem, uns alle und jeden wieder selbst ehrenden Gefühl beseelt sein, durch ein Scherflein den Mann zu ehren, der es reichlich verdient hat und eine Zierde der Menschheit war. Wir richten daher die herzliche Bitte an alle jüdischen Gemeinden, an alle Vorsteher, Rabbiner und Lehrer, an alle Vorsitzenden von jüdischen Vereinen, Korporationen und Gesellschaften, sowie an alle Israeliten überhaupt, am Montag, den 27. November, dem 6. Tag Kislew, allerorts und bei allen Jahrzeiten, Andachtsverrichtungen, bei allen Versammlungen, Logensitzungen und Festlichkeiten, eine Hirsch Hildesheimer-Sammlung sei es durch Zeichnungen, Teller- oder Büchsensammlungen zu veranstalten und die Beträge an das Bankhaus Jaffa und Lewin, Berlin NW. 7, Neustädtische Kirchstraße 11, gütigst einzusenden. Berlin, im November 1911. Das Kuratorium: Dr. Arthur Kahn. Max Jaffa. Prof. Dr. Eugen Mittwoch. Dr. phil. Joseph Carlebach. Schluß des redaktionellen Teiles Bezalel Bei dem Unterzeichneten gingen ein: durch Herrn Meier Henisch, Stanislau Dow Rafalowicz, Uscher Nagel, Lazar Lebensart, Ephraim Qottlieb, Nathan Eisenstein, Dawid Schächter, Awner Kuner, Samuel Bibring, H. Horowitz, Nathan Keusch, Isak Schindelmann, Moses Hochmann, Firma: Weingarten u. Frankel, Dr. Pinkas Hessel, Elkune Hessel, Advokat Dr. Alexander Rittermann, Dr. Anselm Halpern, Hermann Altheim, Selig Epstein, Dr. Karl Halpern in Wolczyniec, Isak Horowitz, Meier Henisch, Advokat Dr. Elias Fischler, Advokat Dr. Arthur Melier, Brüder Scheb und B. Safrin ä 5.— Kr., Menachem Naftali Horowitz, Mayer Kornblüh ä 10.— Kr. Ferner durch Herrn Dr. Ch. Hilfstein, Krakau: Alexander Blankstein, Samuel Spira, Leo Fraenkel ä 5.— Kr. Einmalige Spende von Herrn Mendel Rahover 5.— Kr. Hochachtungsvoll Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". Wunderliche Blüten zeitigt mitunter der Konkurrenzneid. Der Inhaber eines mecklenburgischen Kurhotels hatte einen gewissen Ruf wegen seines vorzüglichen Kaffoes. Das Publikum — namentlich Sonntags nachmittags — strömte in Scharen zu ihm hin. Ein diesem also Ausgezeichneten dicht benachbarter Konkurrent, der nur spärlichen Znspruch genoss, kam auf eine eigenartige Tdee, um dem glücklicheren Kollegen zu schaden. Er kaufte nämlich insgeheim alle Kuhmilch auf, die in der näheren und weiteren Umgebung des Ortes zu haben war. Also kam es, dass der Hotelbesitzer Numero Eins wohl Kaffee verabreichen konnte, aber keine Milch dazu, was ihm als Maügel an Weisheit angerechnet wurde. Numero Zwei machte ein glänzendes Geschäft und lachte sich um so mehr ins Fäustchen, als er für den nächsten Tag — einen zweiten Pfingstfoiertag — dasselbe Manöver ausgeführt hatte. Diesmal aber wurde ihm ein Strich durch die llechnung gemacht. Denn eine Hitz welle, die plötzlich einsetzte, verdarb ihm den ganzen Riesenvorrat an Milch Jetzt lachte aber Numero Eins und zwaT — weil zuletzt — am besten. Denn der Findige hatte sich tolegraphisch eine gewaltige Anzahl von Flaschen Bacno-Milch per Eilgut senden lassen und war daher auf jeden Kaffee-Ansturm wohl vorbereitet. Bacno-Milch ist bekanntlicli reine unabgerahmte Kuh-Vollmilch, die sich - ohne etwa durch Zucker oder andere Konservierungsmittel präpariort zu sein — jahrelang absolut frisch erhält und daher für Wirte, Hoteliers and Kaffeehausbesitz r unentbehrlich ist. Die Firma Hugo Meyer & Co , Görlitz, versendet eine neue Liste über Spezial-Objektive für Projektion und Kinematographie. Es werden darin als besonders leistungsfähig empfohlen: Omin I F : 3,5, ein sphärisch und chromatisch gut korrigiertes Objektiv, System Petzval, in mässiger Preislage. Ferner der seit langem bekannte und eingeführte Schnellarbeiter F : 3 und als neu der Aristostigmat F: 4.' Der letztere kann gleichzeitig als Universal-An astigmat für allerschnellste Momentaufnahmen und Atelier- Zwecke vorwerHet werden und entspricht den höchsten Anforderungen. Für Kino-Zwecke erwähnen wir Kinow F:2,5 und F:3,2, zwei äusserst lichtstarke Objektive von besonderer Leistungsfähigkeit. Die Kondensatoren werden in Schnellfassung, deren Konstruktion durch D. R. G. M. geschützt ist, geliefert. Die eigenartige Ausführung der Fassung gestattet eine rasche Auswechselung der Linsen, sowie ein bequemes Reinigen derselben. Der Katalog, welcher auch eine Reihe weiterer Objektive, sowie ausführliche Tabellen über die Auswahl der Brennweiten usw. enthält, wird an Interessenten kostenlos abgegeben. Die wirksamste Förderung unserer Arbeit in Palästina ist die Verbreitung einer genauen Kenntnis des Landes, seiner .Bewohner und des jüdischen Ansiedlungswerkes. Über alle diese Dinge informiert in sachkundiger und objektiver Weise die Sammelschrift „Palästina" deren Anschaffung jedem Juden nicht dringend genug empfohlen werden kann. Der Preis der Sammelschrifi beträgt für Deutschland und Österreich-Ungarn 85 Pfennig 1 Krone, für alle übrigen Länder 1 Mark. Für zionistische Vereine, Vertrauensmänner und Kolporteure in Deutschland und Osterreich-Ungarn 10 Exemplare mit M. 8. — 25 „ „ „ 12.75 50 35 — JU »? J? JJ 100 „ „ „ 65.- in allen übrigen Ländern M. 9.— „ 21.25 „ 40.- „ 75.- Verlag „DIE WELT" Berlin W15 Sächsische Strasse 8 KON FITUREN S—i PACKUNG für Pralines, Katzenzungen, Mokkabohnen Udberall zu haben SCHOKOLADEN M— N—V Milch Nuss Vanille Die Drei Neuen Edelschokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Sächs. Staatspreis

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.