Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 33 (18.8.1911)
- Date
- 1911-08-18
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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verteilen s ich die Mengen in alle die Säk, welche so viel Leben, jüdisches Leben zeigen. Tn eine=ni grossen Saale waltet und verwaltet Professor Schatz als Hüter das, was sein starker Wille in Palästina aus dem Volk und für das Volk scliuf. Und die alle, die sich fort drängen, um zu sehen, ^as der Bezalel schuf, die fühlen dort sich, ihr Volk leben in Einheit. Der Rhythmus des vollen Seins schlägt in Ihrem Herzen. Und in starkem Takte mussten alle IBerzen schlagen, als in helleir Morgenfrühe die St. Gallener ZLonisten mit ihrer Fahne in «lie Stadt marschierten, im festen Schritt, der auch in dem. Strassen gehört wurde, in denen bereits das Leben hallte. Sie sind die Vorahnung unseres Lebens. Sie sind fest und stark; und nur Starke können Leben bauen. Hier auf dem Kongresse wird das Leber gehämmert von den festesten Willen, die das Judentum hat. Und zum zehnten Male tagen wir und geben den Beweis xmserer Einheit- Das Meeting der „Organisation für hebräische Sprache und Kultur." Die von der „Histadruth Ibrith" am Samstag abend zu Basel veranstaltete öffentliche Versammlung gestaltete sich zu einen* machtvollen Kundgebung für die auf die Neube=- lebung der hebräischen Sprache und Kultur gerichtetem Bestrebungen. Der etwa 2000 Personen Fassende Gartensaal der Buirgvogtei war überfüllt. Unter den Anwesenden befanden sich fast sämtliche Delegierte des Kongresses, Herr U s sischkin eröffnete die Versammlung in hebräische* Sprache und begrüsste die Erschienenen im Namen des Zentralkomitees der „Histadruth". Darauf referierte Dr, Mossimsohn-Jaffa in hebräischer Spruche über die „Renaissance der hebräischen Sprache in Palästina", wobei er die Falltoren der hebräischen Renaissance in Palästina und Vor dem Schalteraufgcing. Die Stadt, in der wir tagen, hat das Wunder unserer Einheit zum ersten Male gesehen, damals als der uns rief, der uns wl federschuf. Und nun sind wir wieder hier in dieser eigenartig stillen Stadt. Zum Zeichen unserer Dankes. Denn wir lieben sie, weil sie uns achtel und ehrt. Die Baseler Bürger, die seit je unser Wollen ehrten und unser Schaffen mit dem verstehenden Bück des \o3kes anschauten, das sich sell>st die Freiheit durch die Tat scliuf, die Baseler, die uns gestern mit Fackeln grüssten, mit jenem Symbol des Durchleuchtens der Nacht, diese Baseler schliessen wir in unser dankbares Judenherz, dass seine Grösse liebt und alle Grösse dankbar ehrend grüsst. In dieser Stadt, die unserem Herzen so heimisch ist, wogt und wallt unser Schaffen. Und wenn sich die stille Sammetnacht über ihren dunkelgrünen Fluss senkt, wenn unser Sinn in unser Leben tritt, wenn die Sinne sich gelöst haben, dann ist uns hier das Heiligtum unseres Gedankens. Denn hier -ward unsere Einheit geschaffen: von dem, der unsere Zukunftseinheit schon der Gegenwart war. Und alle Bilder, die der Tag uns brachte, einen sick zu einem Bilde, zu seinem Bilde und zum grossen Sinn des einen Volkes, das der Kongress, das jeder von uns will und wirkt für ewig. Der fäongress wird das Vorschauen der grossen Zeit, die kommen muss aus unser aller Einheit deren Wirkung auf die gesamte Diaspora schilderte. Herr Adolf Stand sprach sodann über „Das Volk und seine Nationalsprache". Redner beleuchtete dl e historischen und prinzipiellen Zusammenhänge zwischen den zionistischpalästinensischen und den neuhebräischen Bestrebungen und erinnerte an Herzls Parole: Der Zionismus bedeutet eine Rückkehr zum Judentum vor der Rückkehr ins Judenland. DBarauf referierte Dr. Markus Brau de über „Die; hebräische Bewegung", die eine EntwickeliLng der hebräischem Sprache und eine Bewegung unter den Hebräern darstelle, und wfes. darauf hin, dass die Schaffung eines hebräischem Milieus sich auch in den DiasporaLändern vollziehe Dr. S ch e mar ja Lewin sprach sodann hebräisch über „Die he&räische Literatur" und kennzeichnete deren Grundtendenzen und Richtungslinien. Die Ausführungen der Redner wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende Herr Ussischki n verlas dann im Namen des Komitees und der Referenten eine hebräische Resolution, die in d tr von Herrn Lin vorgetragenen deutschen Übersetzung folgenden Wortlaut hat: „Die von der „Organisation' für hebräische Sprache und Kultur" am 18. Ab zu Basel einberufene, von zahlreichen Kongressteilnehmern besuchte öffentliche Versammlung beschliesst und drückt ilire innerste Ober-