Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 15 (1911)
- Issue
- 28 (14.7.1911)
- Date
- 1911-07-14
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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07 4 D1E3^ELT No. 28 uns am meisten befriedigt, weil sich hierin die Erstarrung und Planmäßigkeit der N. F.-Organisation ausdrückt. Während fast alle andern Sammelmittel mehr oder weniger von Gelegenheiten, politischen Strömungen jeder Art usw. beeinflußt werden, ist das Resultat der Sammelbüchsen ein untrüglicher Gradmesser für den Pflichteifer der N. F.-Kommissäre eines jeden Landes, weil die besten Erträgnisse nur eine einfache Kontrolle und pünktliche Leerung voraussetzen. Merkwürdigerweise sind viele unserer tüchtigsten und erfolgreichsten Kommissäre immer noch nicht von der Wichtigkeit der hierfür erforderlichen Kleinarbeit überzeugt; hierbei können wrir nur immer wieder auf die Einnahmen der Chalukkah von zirka 3 Millionen jährlich, die zum weitaus größten Teile den Büchsen entnommen werden, hinweisen. Was wir verlangen, ist nichts Unmögliches. Hat eine Sammelstelle nach unsern Instruktionen eine Kartothek eingerichtet, so hat sie ausschließlich darauf zu achten, daß die Kommissäre mindestens zweimal jährlich die Leerung der Büchsen veranlassen und eventuelle Veränderungen der Adressen usw. zu melden; hierdurch allein wird eine automatische Steigerung der EinnalTmen herbeigeführt. — Für kleinere Sammelstellen, deren geringerer Büchsenbesitz die Einrichtung einer Kartothek nicht erfordert, haben wir als Hilfsmittel eine verbesserte Auflage der alten Evidenzhaltungshefte anfertigen lassen. Die umstehende Tabelle zeigt allerdings eine beträchtliche Zunahme derBüchsenerträgegegen das Vorjahr,doch ist dieser Fortschritt wohl zum größten Teile darauf zurückzuführen, daß Büchsenerträge, die zur Eintragung ins Goldene Buch verwandt und bisher auf das Konto „Goldenes Buch" gestellt wurden, nunmehr der Rubrik „Büchsen" zugezählt werden. In der Tat entspricht die Zunahme der Büchsen dem Rückgang des Goldenen Buches, — das heißt, beide Sammelmittel sind fast unverändert geblieben. Eine kleine Zunahme hat die Ölbaumspende aufzuweisen, für deren Verbreitung wir fortgesetzt agitieren. Seit dem vorigen Jahre haben wir 90 000 Ölbaumflugblätter herstellen lassen; hierzu kommen noch die Separatauflagen mehrerer Sammelstellen. In Nordamerika und Kanada hat in der letzten Zeit eine spezielle Agitation für die Landspende eingesetzt, und die ersten erfreulichen Resultate zeigen sich bereits in der stattlichen Ziffer von zirka 18600 Mk., die das letzte Halbjahr brachte. Unsere amerikanischen Gesinnungsgenossen haben ihre Verwunderung darüber ausgesprochen, daß diese Spende trotz des bezüglichen Beschlusses vom IX. Kongreß bisher so geringe Erfolge in den andern Ländern hatte. Ihre Popularität in Amerika wird sich hoffentlich jetzt auch auf andere Gebiete erstrecken. Die Marken weisen in unserer Tabelle zwar einen Rückgang auf, doch dürfte unsere nunmehr erschienene Palästina-Marke wesentlich zur Belebung der Agitation beitragen und die Erträgnisse in den kommenden Monaten, besonders während der jüdischen Feiertage, wo die Marke bei den Gratulationen und Bethauskarten viel Verwendung findet, wesentlich erhöhen. Für die Feiertags-Aktion hat Amerika Marken für nicht weniger als 2500 $ bestellt; der vorjährige Erfolg läßt auch für dieses Semester das Beste hoffen. (Die Statistik des Genossenschaftsfonds folgt in nächster Nummer.) Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max Wollsteiner, Berlin-Charlotten bürg, Sybelstraße 50. - Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 16.—23. Juni d. J. eingegangen und in Nummer 25 der „Jüdischen Rundschau*4 detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................*A 59.48 Selbstbesteuerung.................. „ 750 Sammelbogen...................,, 2.63 Sammelbüchsen...................„ 18.95 Goldenes Buch (Teilzahlungen)...........„ 83.50 Ölbaumspenden................. . „ 416.50 Summe Jt 588.56 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Osterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vorn 19.—26. Juni d. J. eingegangen und in Nr. 26 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden................Kr. 292.11 Selbstbesteuerung.................„ 13.50 Sammelbogen . . . ......... . ....... „ 173.08 Sammelbüchsen..................„ 394.80 Ölbaumspenden..................„ 318.— Summe Kr. 1191.49 Jt 1006.81 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Ungarn: (Adresse: Dr. L. Dömeny, Budapest VI., Kiraly-utca 36. — Publikationsorgan: Zidö Szemle", Budapest.) Vom 24. Mai bis 10. Juni d. J. eingegangen und in Nr. 11 des „Zidö Szemle" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...............Kr. 67.50 Selbstbesteuerung.................„ 14.— Sammelbogen................... „ 61.14 Sammelbüchsen.................. „ 156.41 Goldenes Buch (Teilzahlungen)............, 141.10 Öibaumspenden................. . „ 98.— N. F.-Marken..................... 7.60 Summe Kr. 545.75 ^~jT~4MA6 Vom 12.—24. Juni d. J. eingegangen und in Nr. 12 des „Zidö Szemle" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden ...............Kr. 10.— Sammelbogen ..................„ 82.61 Sammelbüchsen..................„ 86.— Goldenes Buch (Teilzahlungen) ...........„ 2.— Ölbaumspenden..................„ 239.86 N. F.-Marken . . . . ^..............„ 2.— Telegrammformulare . ............■ . . „ 5.— Summe Kr. 427.47 Ji 361.21 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für England: (Adresse: Jewish National Fund Commission for England, London E., 4 Fulbourne Str. — Publikationsorgan: „Jewish Express" und „Jewish Journal", London.) Allgemeine Spenden.......... £ 1.13.0 <ä 33.66