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Die Welt · 1911-05-26 · 21 (26.5.1911) · page 15

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Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
21 (26.5.1911)
Date
1911-05-26
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 21 DIE^KELT 493 Josef Perlberger, Lemberg. — Susanna Perlbergert Lernberg. — Willi David, Mannheim. — Apotheker Mamlock, Berlin. — J. Kremenezky, Wien. — Max Wollsteiner, Charlottenburg. — Dr. J. Becker, Berlin. — S. Geis, Frankfurt a. M.S. H. Goldmann, Frankfurt a. M. Dr. M. J. Bodenheimer, Köln. — Frau Dr. Bodenheimer, Köln. — Siegfried Schmitz, Wien (Verein „Theodor Herzl"). — Dr. Jakob Klatzkin, Lublln. — Adolf Reichenthal, Nag^szombat. — Bruno S. Adler, Antwerpen. — Dr. Adolf Nathan, Aachen. — Max Sokolowski, Obertyn. — Bertrand Hamburg, Berlin. — Frau Recha Hamburg, Berlin. — Gustav Schwabe, Varel. — Frl. Prof. Mirjam Schach, Paris. — Frau Rechtsanwalt Gronemann, Berlin. — Daniel Treu, Essen. — L. Rosenberg, Essen-West. — Referendar Jacob Möller, Altona, (Misrachi). — Dr. S. Franzie-Berenstein, Haag. — Frau Betty Franzie-Berenstein, Haag. — Zahnarzt Curt Block, Ratibor. — N. Torczyner, Antwerpen. — I. H. Wagner, Berlin. — N. Tannenzapf, Berlin. — Gustav Finzi, Troppau. — Dr. Arthur Czeczowiczka, Partschendorf. — Dr. Simon Friedmann, Troppau,— Leo Krieger, Mähr. Ostrau. — Dr. Berthold Oppen heim, Oimütz. — Friedrich Low, Proßnitz. —• Prof. Dr. Julius Reach, Gaya. — Prof. Oskar Lieben, Ung. Hradisch. — Prof. H. Stern, Brünn. — Dr. Siegmund Werner, Iglau. — Dr. Michael Berkowicz, Iglau. — Richard Weißenstein, Iglau. — Emil Singer, Iglau. — J. Michalowski, Düsseldorf. — Frau Michalowski, Düsseldorf. — J. KanSzn., Enschede. — Dr. A. Friedemar.n, Berlin. — Prof. Hugo Stern. Trautenau. — Ernst Fleischer, Gablonz a. N. — M. L^win, Antwerpen. — Max Kannengießer, Antwerpen. — Paul Diamant, Wien. Max Nordaii über die Notwendigkeit der Organisation Am 13. Mai sprach Dr. Max Nord au in einer Versammlung in Paris über die „Organisation der jüdischen A4assen". Die Versammlung war zum Zwecke der Begründung einer zionistischen Vereinigang einberufen worden. Dr. Nordau führte ungefähr folgendes aus: Organisation ist das, was uns Juden am meisten nottut. Die Juden werden oft getadelt, daß sie wie z. B. im Eastend von London und in jenem von Newyork sich zusammendrängen, was zur Vermehrung, des Schmutzes und des Elends beiträgt. Zerstreuungskomitees sind fortgesetzt bemüht, diese Zusammendrängung zu bekämpfen. Fragen wir uns jedoch nach dem Grunde dieser Erscheinung. Warum drängen sich die Juden zusammen, trotzdem sie wohl wissen, daß in den jüdischen Vierteln die Mieten höher, die Konkurrenz wilder und der Lebenskampf im allgemeinen schwerer als sonstwo ist? Die Antwort ist einfach. Ein mächtiger Instinkt zwingt sie dazu, ein Gefühl, das stärker ist als der Wunsch nach dem ökonomischen Erfolg: der Hunger nach Sympathie. In Zeiten der Sorge, Krankheit oder Tod muß der Jude unter seinen Brüdern sein. Und die Zerstreuungskomitees bemühen sich, diesen elementaren, echt menschlichen Instinkt auszurotten. Sie wurden ihre Energie, ihre Zeit und ihr Geld viel besser anwenden, wenn sie dieses Gefühl verstärken würden, statt es zu hemmen; wenn sie die Judenheit einigen, statt zerstreuen wollten. Wie sollen wir diese Sehnsucht nach Sympathie und brüderlicher Hilfe befriedigen? Im Mittelalter, genauer bis zum Niederreißen des Ghettos, waren die Bande, welche die Juden vereinigten, zwiefacher Art, die Thora und Gemiluth Chassodim. Die erstere war durch die Synagoge, die letztere durch die Chewra Kadischa repräsentiert. Die Religion war unzertrennlich vom Judentum, und die Wohltätigkeit war eng verbunden mit beiden. Da ihr Leben in dieser Welt schmerzvoll und elend war, fand die Wohltätigkeit ihren höchsten Ausdruck in der Chewra Kadischa, der Vorbereitung für das Jenseits. Wie ist es heute? Die Religion scheint nicht länger als Band zu wirken. Und die Chewra Kadischa bildet kein Mittel der Solidarität für den Wanderer, der nicht weiß, wo er sein Leben beschließen wird. Nein. Unser Kitt muß die Organisation auf moderner Grundlage sein, und das Prinzip, das uns vereinigen muß. ist der Glaube an die jüdische Zukunft, der Glaube, daß die Juden eine ewige Nation sind, Am Olam. Sobald wir geeinigt und organisiert sind, können wir unser Vaterland mit uns auf unsern Wanderungen tragen. Bis unser Ziel in Palästina erreicht ist, ist die Heimat und das Land der Juden unter andern Juden. Eine geeinte Judenheit würde mehr respektiert werden, ja sie wäre eine kraftvolle Macht, die wertvollen Einfluß üben könnte. Diese Organisation bietet der Zionismus, welcher die schwachen Individuen in einer starken Gesamtheit vereint. Dariimgehörendiezionistischen Vereine bei allen Interessen des Judentums vor die Front. Sie müssen die Zentren jüdischer Aktivität sein. Sie sollen die kleinen Zions bilden, aus denen das eine, das große Zion erstehen wird, das unser Ziel ist! Bekanntmachung der am Sonnabend den 17. Juni 1911, um 9]U Uhr abends in den Räumen unseres Bureaus, Bleibtreustraße 34/35, stattfindenden ordentlichen Gesellschafterversammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Vorlegung des Geschäftsberichts, der Bilanz und des Verlust- und Gewinnkontos für das Geschäftsjahr IQ 10, 2. Antrag auf Entlastung des Geschäftsführers und des Aufsichtsrats. 3. Neuwahl des Aufsichtsrats laut § 11 des Gesellschaftsvertrags. 4. Bestellung eines neuen Geschäftsführers. 5. Geschäftliche Mitteilungen. Palästina - Industrie - Syndikat mit beschränkter Haftung In Vertretung des abwesenden Geschäftsführers: O. Warburg. ppa. A. Awadiowitz. Bekanntmachung der am Sonnabend den 17. Juni 1911, um 9 Uhr abends in den Räumen unseres Bureaus, Bleibtreustraße 34/35, stattfindenden ordentlichen Gesellschafterversammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Vorlegung des Geschäftsberichts, der Bilanz und des Verlust- und Gewinnkontos für die Zeit vom 27. Oktober 1910bis 31. Dezember 1910. 2. Antrag auf Entlastung der Geschäftsführer und des Verwaltungsrats. 3. Antrag'auf Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft. 4. Geschäftliche Mitteilungen. Immobiliengesellschaft „Palästina" m. b. H. Der Geschäftsführer A. Awadiowitz.

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