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Die Welt · 1911-01-27 · 4 (27.1.1911) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
4 (27.1.1911)
Date
1911-01-27
Page
– (sequence 17)
Language
German
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kehrte man zur Bibel zurück, und von mancher Seite wurde versucht, die Bibel durch mehr oder weniger zweckentsprechende Chrestomathien in die Jugendliteratur einzuführen. Aber die Auswahl war zumeist ohne Perspektive, plan- und kritiklos, und konnte eher in den jugendlichen Qeistern Verwirrung anrichten, als den eigentlichen Zweck erreichen, den Mossinson wie folgt kennzeichnet: „Die Bibel soll den Schülern ein vollständiges Bild von dem Leben unseres Volkes geben, sie soll in den Herzen der jungen Hebräer die Liebe zu diesem Leben wecken und das begeisterte Streben wachrufen, unser Volksleben wieder zu erneuern.44 Der Autor entwirft einen eingehenden Plan, nach welchen pädagogischen Grundsätzen beim Unterrichte der Bibel verfahren werden müsse. Seine leitenden Gedanken sind so tief begründet, daß der Referent es sich nicht versagen kann, diesen Aufsatz ins Deutsche zu übertragen und demnächst Kulttisgemeinden und Lehrern zur Beachtung zu unterbreiten. Interessant und besonders für die Schulen in Palästina aktuell ist der Aufsatz von Ch. Harari: „Die Schul- und Hauslektüre" (33—41), in welchem wir viel Anregendes über zweckentsprechende Jugendlektüre finden. Der Verfasser weiß, bei aller Anerkennung der bisherigen Leistungen auf diesem Gebiete, manche Mängel aufzudecken, welche die vorhandene Jugendliteratur für die Bedürfnisse der hebräischen Schuljugend Palästinas, zum Teile aber auch der des Golus, unzulänglich erscheinen lassen. Eine scharfe Kritik erfährt die „Alliance Israelite" zum Jubiläum ihres 50. Gründungsjahres von Mordechai b. Hillel Hakohen (41—49). Derselbe weist nach, daß das Erziehungswerk der Alliance in Palästina sich nicht nach den nationalen Bedürfnissen richtet. Im Lehrplan ihrer Schulen finden wir 5—10 Stunden Hebräisch gegen 12—16 Stunden Französisch, für Mädchen gar 2 Stunden Hebräisch gegen 8—9 Stunden Französisch. Aber wie das nationale Kolonisationswerk sich gegen die antinationale Tendenz der Alliance durchgesetzt und glücklich behauptet hat, so dringt auch das nationale hebräische Erziehungswerk erobernd vorwärts. Es ist ihr nicht gelungen, ein politischer Faktor irn Leben des Volkes zu werden, und es wird ihr ebensowenig gelingen, kulturelle Bedeutung in Palästina zu erlangen, trotz der reichlichen Mittel, die ihr aus dem xMillionenfonds der „Ica" zufließen. Dies bleibt dem Zionismus vorbehalten. Die Lehrproben für verschiedene Klassen, in Agronomie, Literatur und andern Gegenständen, sind sehr gelungen und bekunden gründliche fachliche Ausbildung. Zu erwähnen sind noch: „Briefe an eine jüdische Mutter" von Rawnitzki sowie eine Abhandlung über den Stand der „Schulen in Palästina" von Ozerkowski, die noch in den folgenden Heften fortgesetzt werden sollen. Auch die Originalarbeit J. Epsteins: „Die sprachliche Konzentration beim Lehren fremder Sprachen", die für die Zeitschrift ,,Archives de Psychologie" geschrieben wurde und demnächst dort erscheinen wird, bietet viel Interessantes, soweit man aus dem Anfange schließen kann. Fraglich ist es, ob die von diesem glänzenden Hebraisten eingeführten Neubildungen und Terminologien Anklang finden werden. Ein Urteil über sie wird man sich erst bilden können, wenn die angekündigten Fortsetzungen vorliegen werden. — Es ist sehr zu wünschen, daß diese einzige nationale Zeitschrift für Pädagogik die weiteste Verbreitung auch unter den Lehrern des Golus finden möchte; sie fördern heißt: an dem nationalen Erziehungswerke mitarbeiten. Iglau. Dr. M. Berkowicz. Das Inhaltsverzeichnis des Jahrgangs XIV (1910) der „Welt" wird der nächsten Nummer unseres Blattes bei« gegeben werden. Schluß des redaktionellen Teiles GESCHÄFTLICHE NACHRICHTEN En dieser Miuöriti tverften Jk&stentoä solehe Mitteilungen vev*S/fentlieht, elie für unser n fieser hr eis von Interesse sind. M0ie An fnähme Jeder I¥oti& erfolgt nnter* Chiffre-An g übe. tßer Verlag der „ Welt" behalt sicFi, vor, Mit- Teilungen* tMie znrAufnahnie in dieser\Wtufß**iJk nicht geeignet erscheinen, alpzniefinen* Xur ftefordemwig von Chiffreöriefen ist jedesmal die enls&reefie&i de JPortogebiihr fpei&nlegen. Samtliehe 'Anschriften richte man an Vertag „Wie IVell", Hol»* f*. Ith., M£arolingerring &ß* W. 401. Eine ehem. Fabrik sucht Vertreter in allen Staaten für lukrativen Haushai tu ngs-Konsu m - Artikel. W. 402. Apparateballgesellschaft in Deutschland wünsefet Li zenzen für einen in den meisten Staaten patentierten Apparat (Dampfwasserabieiter) abzugeben. W. 403. Stahlwarenfabrik sucht Vertreter in London, der bei Exporteuren gut eingeführt ist. W. 404. In Russ.-Polen (Warschau oder Lodz) wird solventer Vertreter für Stahlscheren und verwandte Artikel gesucht. W. 4-05. Für Kanada werden gut eingeführte Vertreter für Putzen gros-Branche und Hosenträger gesucht. W. 406. Welches Geldinstitut gewährt langfristigen Personalkredit an pensionsberechtigte Staats- und öffentliche Beamte nach . Böhmen gegen Vormerkung auf Bezüge und Sicherstellung durch eine Lebensversicherung? Vertretung wird angeboten. W, 407. Intelligenter jüdischer junger Mann sucht für Breslau resp. Provinz Schlesien Vertretungen erster ausländischer Häuser, welche nach Deutschland exportieren; prima Referenzen. W, 408o Tüchtige Vertreter und Alleinverkäufer für koschere Pflanzenbutter-Margarine werden an allen Plätzen gesucht. <8acaxroQoocmro Gesinnungsgenossen weiche die Leipziger Olesse besuchen, werden im eignen Interesse gebeten, uns dies bekannt zu geben. Korrespondenz in allen Sprachen, auch Hebräisch und Jargon. Zuschriften zu richten an die Geschäftsstelle Die Welt, Köln a. Rh., Karolingerring 31-?rrrrrTrn%Hxo:xm ® Nach Caiffa Palästina wird für einen kleinen Haushalt ein tüchtiges junges Mädchen gesucht Offerten an Frau Dr. Lipsehütz, Malensee bei Berlin, Lützowstraße 11. H1BBS8I ilBiaiailllBIBHHI Zul Propaganda^wecken I verschicken wir Einzelnummern der „Welt" aus den Jahrgängen 1908/1910 und „Ha'Olam" 1908 in Postpaketen ä 5 kg. Ein Paket enthält ca. 100 Exemplare und kostet für'Österreich-Ungarn und Deutschland franko M „ alle übrigen europäischen Länder ., 2.— „ „ Uberseeischen Länder „3.50 Die in jedem Pakete enthaltenen Nummern sind nicht fortlaufend. Der Versand erfolgt nur g gen Voreinsendung des Betrages. Briefmarken aller Länder werden in Zahlung genommen. Expedition „Sie Welt", Köln a flii. 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