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Die Welt · 1911-01-01 · 3 (1911) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
15 (1911)
Issue
3 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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'n?:' .:} i 54 DIE3MELT No. 3 Unterlassung darin liegt, daß die „deutsch-holländische Palästinaverwaltung" nunmehr in Palästina auch wirklich arbeiten und nicht nur für ihre Zwecke in Palästina sammeln will. Bisher hat sie für die Erziehung zur Arbeit, für Förderung von Industrie und Handwerk, für die notwendige landwirtschaftliche Kolonisation und die wirtschaftlicheHebungderstädtischenBevölkerunginPalästina, gegen Wohnungsnot, Wohnungselend, Krankheit und Entbehrung — lauter gewiß notwendige Ziele, für die sie in ihrem Flugblatt Geld verlangt — herzlich wenig getan. Sie teilt das selbst in der letztvorliegenden Jahresrechnung 5669 mit, die wir hier folgen lassen: Jahresrechnung 5669 A. B. C. A. Einnahmen i! Saldovortrag am 1. Tischri 5669 ................. I flh. 3 520.44V2 j Eingänge für V'^ pro zur Verfügung der Pekidim......... jj „ 27 072.87! Eingänge für Spezialzwecke nach Verfügung der Spender....... j: „ 30 931.57 j flh. 61 524.88l/2 B. C. D. Ausgaben Unterstützungsgelder: 1. Holländisch-Deutsche Gemeinde.............. 2. QemeindeChasidim,VolhynienundÖstreich in Saffed und Jerusalem 3. Portugiesische Gemeinde in Saffed............ 4. „ „ „ Tiberias........... 5. Diverse aschkenasische Gemeinden............ Subventionen für Zwecke der Gesundheitspflege: 1. Gemeindearzt zu Hebron................. 2. Armenspeisung der Pekidim zu Jerusalem......... Subventionen für Erziehungs- und Bildungszwecke: 1. Talmud-Thora Tifereth Jeruscholajim........... 2. Talmud-Thora Ez-Chajim ................ 3. Talmud-Thora-Schulen der Freien Vereinigung....... 4. Handwerkerschule Darke Chajim............. 5. Zuschüsse an einzelne junge Leute zu Ausbildungszwecken als Handwerker usw..................... Subventionen des Jerusalemer Bureaus an einzelne Bedürftige für industrielle, geschäftliche und soziale Zwecke......... flh. 8 416.51 V2 1 290.30 905.25/ 517.29 896.04 flh. G. Befördert für Spezialzwecke, vergl. unter Einnahmen, Buchstabe C . . . Betriebsunkosten: 1. Bureau Amsterdam 11. Jerusalem (Miete, Steuern, Utensilien, Drucksachen, Porto, Telegramme, Propaganda- und Reisespesen).......flh. 2475.251/* Gehälter................. „ 5433.12 2. Spendenverzeichnisse........... Saldo am 29. Elul 5669 ..................... flh. 485.23 xh 292.23 872.95 242.71 1 920.07 752.65 159.18 690.43 */=,» 17 440.85 30 312.19l/a 7 908.37 593.72 V2 47 753.05 8 502.10 5 269.73,/a II | flh. 61 524.88l/ä Pekidim und Amarltalim der israelitischen Gemeinden des Heiligen Landes zu Amsterdam. Übersetzen wir aus der Sprache der Ziffern, die ja an sich beredt genug ist, so finden wir, daß bei einer Einnahme von 61 524 Gulden ausgegeben wurden: Für produktive Zwecke (Handwerkerschule Darke Chajim 753, Zuschüsse an einzelne junge Leute zu Ausbildungszwecken als Handwerker 159 und Subventionen an einzelne Bedürftige für industrielle, geschäftliche und soziale Zwecke 690)........flh. 1602.— Die deutsch-holländische Palästinaverwaltung hat also in diesem Rechnungsjahr 2,6% ihrer Einnahmen für produktive Zwecke ausgegeben.*);:) In den „erläuternden Bemerkungen zur Jahresrechnung" finden wir die Mitteilung, daß der Posten Gulden 753 für die Handwerkerschule Darke Chajim nur einen kleinen Teil der tatsächlich gemachten Ausgaben darstellt; der größere Teil komme buchmäßig erst im Jahre 5670 zur Verrechnung. Nehmen wir für diesen Fehlbetrag, der uns unbekannt ist, da der Bericht für 5670 noch nicht erschienen ist, das zwei- oder dreifache des verrechneten Betrages an, so ändert sich der Prozentsatz nur ganz unerheblich! Wir und mit uns jeder Freund der tatsächlichen Arbeit in Palästina müssen wünschen, daß unsere eingangs ausgesprochene Ansicht, daß die Chalukah ihren Arbeitsmodus in Palästina ändern will, sich bestätige. Denn wie die zitierten Ziffern beweisen, ist die bisherige Tätigkeit der Chalukah ganz darnach angetan, das Elend der jüdischen Bevölkerung in den Städten durch „Unterstützung" zu vergrößern. Und daß auch die „notwendige landwirtschaftliche Kolonisation" bisher nicht gerade Ursache hat, sich über die Wohltaten der Chalukah zu freuen, wird man sich leicht vergegenwärtigen können, wenn man an den Cherem denkt, der im vorigen Jahre über die Produkte eben dieser „notwendigen landwirtschaftlichen Kolonisation" seitens gewisser „Chalukahniks" verhängt worden ist. Wir sprechen den aufrichtigen Wunsch aus, daß die „deutsch-holländische Palästinaverwaltung" sich nicht nur die Form der Nationalfonds-Aufrufe, sondern auch

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