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Die Welt · 1910-11-18 · 46 (18.11.1910) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
46 (18.11.1910)
Date
1910-11-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1222 DIEE^ELT — No. 46 An unsere Leser/ Gesinnungsgenossen! Die Sammelschrift „Palästina" gelangt in den nächsten Tagen zur Ausgabe. Der großartige Erfolg, den die erste Auflage der Palästina-Nummer der „Welt" in allen Kreisen der jüdischen Öffentlichkeit zu verzeichnen hatte, gibt uns die Zuversicht, daß auch die im Inhalt wesentlich vermehrte Palästina-Sammelschrift die gleiche begeisterte Zustimmung bei unsern Freunden finden wird. Wir betonen nochmals mit Nachdruck, daß es sich bei dieser Schrift um eine völlig neue, in sich abgeschlossene Publikation handelt, deren Anschaffung wir auch jedem Leser der ersten Auflage dringend empfehlen. Insbesondere erwarten wir, daß alle Abonnenten der „ Welt", denen die frühere Nummer kostenlos geliefert wurde, die Sammelschrift bestellen iv er den. Der Preis der Sammelschrift „Palästina" wird sich infolge des vergrößerten Umfangs für Deutschland und Österreich-Ungarn auf SS Pfennig 1 Kr*, für alle übrigen Länder auf 1 Mark stellen. JExemplare auf Kunstdruckpapier 2 Mark. Dementsprechend berechnen wir den zionistischen Vereinen, Vertrauensmännern und Kolporteuren in Deutschland in allen übrig. in Deutschland in allen übrig, ti. Österr.- Ungarn Ländern u. Österr.- Ungarn Ländern 10 JExemplare mit J6 S.— J6 9.— 50 Exemplare mit J6 35.— J6 40.— 25 „ „ „ 18.75 „ 21.25 100 „ „ „ 65.— „ 75.— Wir erwarten, daß alle unsere Gesinnungsgenossen die Propaganda für die Sammelschrift „Palästina" nach Kräften betreiben werden. Ihr Eifer in der Verbreitung der Schrift wird ein Gradmesser sein für die Stärke des Interesses, das in unsern Kreisen für die praktische Arbeit in Palästina bestellt. Unsere Freunde, die gewillt sind, sich an dieser im Interesse der Palästina-Nummer unternommenen Aktion zu beteiligen, bitten wir, sich unverzüglich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir haben einen sehr tvirksamen Prospekt herstellen lassen, den wir den zion. Vereinen, Vertrauensmännern und Kolporteuren in beliebiger Anzahl kostenlos zur Verfügung stellen. Wir bitten die der heutigen Ntimmer beigelegten Bestellkarten zu benutzen. Verlag „DIE WELT«- Brief aus Konstantinopel (Von unserm Berichterstatter) Briefe i. An Seine Eminenz Haim Nahurn Effendi, Großrabbiner der Türkei in Konstantinopel. Sehr geehrter Herr Großrabbiner! Das Komitee der Balater Sektion des Turnvereins „Makkabi" beehrt sich Ihnen beigeschlossen eine Einladung zu dem Feste zu übermitteln, welches in Aja Kapu bei Fener anläßlich des Sukkoth-Festes im Saale des griechischen Vereines „Mnimosini", am Samstag, dem 19. Tischri, abends 9 Uhr pr. stattfinden wird. Unsere Freude wird eine große sein und alle Mitglieder unseres Vereines werden eine besondere Ermutigung erfahren, wenn Ihre Eminenz, als Ehrenmitglied unseres Vereines uns mit seiner Gegenwart beehren wollte. Wir geben vor Ihrer Eminenz dem heißen Wunsche eines großen Teiles der Jugend und der Einwohner dieses Vorortes Ausdruck — der einer der bedeutendsten der hauptstädtischen Judenheit ist und so viel zur Erwählung Ihrer Eminenz zum geistlichen Oberhaupte des ottomanischen Judentums beigetragen hat — dem Wunsche, Sie persönlich an dem Feste teilnehmen zu sehen und Sie über ihre Arbeit und ihre Zukunftspläne, für die Wiedergeburt und den Fortschritt des ottomanischen Judentums im allgemeinen und unseres Vorortes im besondern sprechen zu hören. Zwei Jahre fast sind es nun her, daß Ihre Eminenz an der Spitze des osmanischen Judentums steht, und noch hatte die Jugend nicht das Glück, Ihre Meinung über den Weg zu hören, den sie in der Zukunft zu verfolgen hat, um die gegenwärtige Lage zu bessern und unsern Verfall und unsere Versteinerung aufzuhalten. Wir, die Jugend, die Frucht der nationaljüdischen Kulturrenaissance, die wir aus unmittelbarer Anschauung die beklagenswerte kulturelle Verfassung kennen, in der sich die jüdischen Bewohner dieses Vorortes befinden, glauben, daß es höchst dringlich sei, daß Ihre Eminenz persönlich bei solchen Festen weile, die einen rein jüdischen Charakter tragen, und daß Sie mit jener Milde, die Sie auszeichnet, zum Volke reden, um es aus seiner tiefen Lethargie und zur emsigen Arbeit für Entwicklung und Fortschritt zu erwecken. Wir möchten der frohen Hoffnung Ausdruck geben, daß Ihre Eminenz als liberales, modernes und fortschrittlich gesinntes Oberhaupt den Wert unserer Bitte gütigst anerkennen und ohne Zaudern erhören mögen, denn der Moment ist da, einem großen Teile der

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