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Die Welt · 1910-11-04 · 44 (4.11.1910) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
44 (4.11.1910)
Date
1910-11-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1174 ß|E3j sich ein weites Arbeitsfeld. Aber auch in Bezug auf wirtschaftliche Fragen muß das Land erforscht werden! das heute aus 1000jährigem Schlafe zu erwachen beginnt. Endlich birgt der Boden, über den die Stürme der Römerkriege, der sarazenischen und türkischen Eroberung, der Kreuzzüge dahingebraust sind, zahllose Restealler Kulturen, deren Hebung in historischer und archäologischer Beziehung gleich wichtig erscheint. Allen diesen Zweigen der Forschung will sich die neue Gesellschaft widmen, sobald ihr die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Es wurde demzufolge ein wissenschaftlicher Beirat erwählt, der sich vorläufig aus den; Herren Professoren Sobernheim, Mittwoch, Warburg, Lewin und Herrn Dr. Friede mann zusammensetzt. Den Vorstand bilden außer den genannten die Herren Dr. J. Ginsberg (Vorsitzender), Berthold Israel, Stadt-! rat Simkiewicz, Geh. Regierungsrat Aron, Maler Struck, Justizrat Dzialoczynski. Die bereits zahl-: reichen Mitgliedsanmeldungen lassen erkennen, welch reges Interesse für die Gesellschaft herrscht und die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß ihr bald die Lösung großer Aufgaben gelingen wird. Der Beitrag beträgt für ordentliche Mitglieder (denen alle Drucklegungen der Gesellschaft zugehen) 30 Mark, für außerordentliche; Mitglieder 10 Mark jährlich. Zuschriften sind an Herrn Dr. Ginsberg, Karlsbad 7, zu richten. Das Zustandekommen der Gründung ist der Arbeit unserer Gesinnungsgenossen, besonders den Bemühungen5 des Herrn Dr. A. Friedemann zu danken. Deutschland Hannover. Bewilligungen für P.tlast na hat die S inionsch e Stiftunv/ zu Hannover auch in L-tzttr Zeit wieder erteilt. So hat sie dem Hilfsverein der deutschen Juden für drei Jahre je ÖUUO Mk. überwiesen, mir denen an den Schulen uVs Ililrs- >, ,f Vereins der deutschen Juden in Palästina HanlfVrtigkeits- Unturrieht eingeführt und ertei t weiden soll Hierdurch soll, gutes Handwerk in Palästina gefurdert und amh geeignetes' Rekrurieruiigsmaterial ftjr das Technikum in Haifa herangebildet weidm. — Dem Bezalel hat die Simonsehe Stiftung bereits 6< 0 J Mk. an Beihilfen überwiesen, mit deren Hilfe die Atelier für' I dama.-zenische Holz- und .Metallarbeit im Bezalel eingeri. htet, | worden sind. Neuerdings wieder hat die Simonsclie Stiftung dem | Bezalel einen Kredit in Hübe von 501)0 Frs. zur Verfügung gestellt., | — Eine weitere Bewilligung der Simonsclion Stiftung sod der f Forderung der Landwirtschaft im heiligen Laude dienen. Wie I hier schon mitgeteilt wu-de, ist von dein Agronomen Einhorn ein ausgezeichnetes, hebriiisi-h geschriebenes Lehrbuch der Landwirt-; sebaft erschienen. Dieses Werk wurde von der Simonschen j Stiftung in hundert Exemplaren angekauft und soll in Palästina * te hwise an landwirtschaftliche Kolonien, teilweise an die Leiter!guter Elementarschulen verteilt werden. — Endlich werden auf dem von der Stiftung mit verwalteten Lchrgute St ein hörst junge Leute Landwirt cbaitlich ausgebildet, die sich später in | Palästina, als Kolonisten niederlassen wollen. \ Königsberg: i. Pr. In der zionistischen Vereinigung fand um 22. d.M. die Generalversammlung statt. Aus dem Jahres- >i . beriebt ist , folgendes zu erwähnen: Es fanden im Beri htsjahre / 2ü Veranstaltungen statt, darunter zwei Feste und fünf Jugend-; i agitathmsabende. Eine Bezalelausstellung schliß mit einem Verkauf von Waren im Gesamtwert von Jf. 10JO.—. Der Kas>en-; beruht weist folgende bemerkenswerte Ziffern auf: An Natioualfondsspemlen wurden abgeführt •<// 2330.05, für die Siedlungsgenossenschaft Jf 1 92 ».öti, Sehekelgelder gingen ein Jf. 34 —, i Bücher (meist aus dem Jüdischen Verlag) wurden für Jf. f>7<).45 abgesetzt. Die wöchentliche fakultative Parteisteuer von 20 Pfg. brachte Jf 63">. 10. Besondere Sorgfalt wurde der Evidenzhaltung i und Leerung der N. F.-Büchsen gewidmet Der Erfolg dokujjj mentieite sieh damit, daß die aufgestellten Büchsen (augenbliek- | lieh 170 Stück) von Oktober 1909 bis April 1910 e^476.U, von; )■ April bis Oktober 1910 Jf 4K9.60 an Ertr.ig lieferten, aLo annähernd, i; JL 10t 0 in einem Jahre. Der Vorstand (Dr. Hoppe, Dr Pelz, \\ Dr Stein, M. L. Samburski, J. Saizmann wurde wieder- H gewählt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Dr. H.Hoppe gewählt. gEtfr....... 1 - ■ . No. '44 < Österreich Krakau. Verbindung zionistischer Hochschüler „Przedswit- HascliMchar. Chargen wählen: - stud. iur. Ignatz S c h vv a rz ba rt, Präses; Isi dor B r o de r:, Vizepräses; . st« iur;? Mak s T i m b e rg, Sekretär; cand. iur. Hirsch Salzmann, Schatzmeister. Prag. Chargehwahlen der jüdisch-national akademischteclin seilen Verbindung „Barissi'a": J. U. C. Otto Stern X, med Bernard Neubauer XXFX,ehem. Max Kopetzky XXX. Die Chargen wählen der jüdisch-national akademisch-technischen Verbin hing „Jordania": hig. cand. Oskar Ekstein X, iug. Kurt Urbach XXE<, med. Gustav Münk XXX. Adresse der „Jordania Prag II, Gerstengasse 13a. Zuschriften an das Kartell Prager jüdisch-nationaler Verbindungen sind ausschließlich an die Adresse der Präsidialverbinduug „Barissia* Prag II, Nekazanka 4a zu richten. Radiutz. Jüdisch-nationaler Kranen- und Mädcheuverein „Mirjam" in Radau.tz. Am 9. Oktober fand die Generalver ammlung statt. luden Ausschu'3 wurden gewählt: Frau Dr Ebner, Präsidentin, Frau Dr. He 11 mann, Vizeprä-identiu, Frl Bertha Roth, S(diriftführerin, Krau M Dubs, Kassiererin, Frl. Kornbliit, Bioliothekarin, Frau Reicher. Frau Meehol, Frl. Ruckenstein, Frl. Wieninger und Frl Wassermann In den Ersatz wurden Frau Weber, Frl. Zibener, Frau Rosen« blatt, Frau Reiner und Frl. Dlugacz Lotti gewählt. Wien. Akademische Verbindung ,.Kadimalr: Cliargenwahlen: cand. ing Eugen Buchbinder X, M IT. C. Heinrich Heim X X ^X, med. Viktor Hahn X \ < — Akad. Verbindung „Unitas*: Ch irgenwahlen: M. U. C. Emil F ramer X, cand. ehem. Armin Spi Tz er X XFX, J. II. C. Friedrich S c h m el z X X.X.¬ Wien. Der Distriktstng der innerösterreiehisehen Zionisten findet am (5. November 1910, präzise 10 Uhr vormittags, im zionistischen Bureau, IX, Türkeiist raße 9, statt. Rumänien Bukarest. Mit Hilfe des zionistischen Vereins „Idcahil" ist hier ein jüdischer Gesangverein ...Mi/nnor' unter Leitung des Chordirigenten am hiesigen großeil Tempel, Herrn A.. Wecker, gegründet worden. Dieser Verein wünscht mit ähnlichen jüdischen Vereinen in Verbindung zu treten. Adresse: Schriftiührer Jakob Rubin, Bukarest, Calea Vacaresti 9"). Brief aus Lemberg Zweite Konferenz poale-zionistischer Akademiker Vor ungefähr drei Jahren erfolgte die Separierung der poale-zionistischen Studentenschaft von der sogenannt enbürg.u'liehziouistischen. Diese Entzweiung erfolgte nicht nur an den Universitäten, sondern auch schon in den Bilduug.s/.irkeln dor'.Mittelschuljugend und zog anfangs eine siarke Verringerung des akademischen Elements innerhalb der poale-zionistischen Arbeirerpartei nach sich. Es geschah dies in Ausführung des auf dem II. und III. Parteitage wiederholten Beschlusses, welche die poale-zinnistische Akademikerfra^e" auf diese radikale Weise Liste, daß er von den poale-zionisfischen Akademikern den Austr.tt aus der bürge lich-zionistis dien Partei forderte. Bald bildeten sich in einigen Orten Gaii/.ious — vor Jahresfrist auch in Wien — poale-zio^istische Ghejruth"-Vereine, welche im Vorjahr ihre erste und Sonntag den 23. Oktober ihre zweite J ihreskoufeienz abgehalten haben. Herr Gellmann erüff.iete die Konferenz. Hierauf wurde die Wahl des Präsidiums, bestehend aus den Herren Barchasch ,Boryslaw), Schenk er (Lemberg), Laudes (Druhobyczi und Herzig (Przemysl) vorgenommen. H. Kaplanski-Kaplan überbrachte die Grüße der Parteiexekutive und des Parteisekretariats und wünschte den Beratungen besten Erfolg/' In seinen weitern Ausführungen schilderte er die Aufgaben der poale-zkmistischen Akademiker. Bezüglich der Organisation der poale-zionistischen Akademiker wünschte H. Kaplanski, sie mv>ge keinen Staat im Staate bilden. Er möchte eher ihre Einzel vereine als Laboratorien auffassen, die in beständigem Verkehr mit den Werkstätten verbleiben. Eure Losung, schloß der Redner, sei: „Vereinigung der Intelligenz und der Partei, Vereinigung eurer Arbeit mit dein Volksgeiste." Lebhafter Beifall.) Hierauf referierte H. Kandel■ (Przerny.sl) über die -Aufgaben des poale-zionistischen Akademikerorganisation"'und stellte seine Thesen bezüglich der Palästina- und Gegenwartsarbeit, Kultur-

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