Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 51 (23.12.1910)
- Date
- 1910-12-23
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Nationalfonds ist dam bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unvemiißerliclies Eigentum des jüdischen Volkes su erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von über 2 Millwnen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Zum Chanukkahfeste! Sammelt auf allen Makkabäerfesten für den Nationalfonds! as^sasasasas^s Verteilt überall N.=F.=Flugblätter! isdudisdvdisdvovd Gedenket am Chanukkahfest der noch ungeleerten Büchsen! In jedem Jahre ist das Chanukkahfest der Höhepunkt der Agitation für den N.=F. Am Gedenkfest der lYlakkabäer fühlt auch der abseits stehende Jude seine Zusammengehörigkeit mit seinem Volk, erwacht in jedem jüdischen Herzen ein stärkeres Nationalbewußtsein denn je. ISDISDISDISDISO Gesinnungsgenossen! In diesen Tagen könnt Ihr den größten Erfolg für unsere heilige Sache erzielen, wenn Ihr mit Liebe und Eifer für sie arbeitet! 05 Darum bietet alle Kräfte und Mittel auf, um an den Chanukkahveranstaltungen unserm Fonds neue Freunde zu gewinnen und neue Einnahmen zu erzielen! isoiSD Verkauft N.-F.-Marken, Ansichtskarten, Broschüren! Bericht der russischen Sammelstelle über die vom i. Januar 1909 bis 1. Januar 1910 eingegangenen Gelder erstattet von Direktor Dr. Tschlenow (Schluß) Die Trauerfeiern, welche die Zionisten zum Andenken der fünfjährigen Wiederkehr des Todestages unseres Führers veranstalteten, trugen viel zur Vermehrung der Eingänge für diese Sanimelzweige bei. Ebenso brachte uns das sechzigjährige Jubiläum von Nordau einen Betrag von 1700 Rubel ein für eine Eintragung für das Goldene Buch, für die in 21 Orten gesammelt wurde. Auch der Verkauf der Nordaumarke hat einen beträchtlichen Umfang angenommen. Zur Erhöhung der Markenerträge hat ohne Zweifel auch der Umstand viel beigetragen, daß die vom Hauptbureau herausgegebenen Herzl- und Nordaumarken sehr schön ausgeführt sind. Von den ersteren verkauften wir im Laufe des Jahres für 1500 Rubel, von den letzteren für 1080 Rubel und alte Marken für 1857 Rubel. Wir sehen ferner, daß die Vermehrung eines Sammelzweiges eine Verminderung eines andern Sammelzweiges verursacht. Die Allgemeinen Spenden welche immer den ersten Sammelzweig bildeten, haben, wie aus obiger Tabelle hervorgeht, gegenüber dem Vorjahre um ll°/o abgenommen. Die Eingänge aus den Büchsen haben ansehnlich zugenommen, erreichen jedoch noch lange nicht die Stufe, die wir erwarten. Wie ich längst in einem meiner Berichte bemerkte, ergeben unsere Büchsen durchschnittlich 52 Kopeken perStück jährlich. (In Österreich 49 Kopeken, Amerika 29 und in Deutschland 72.) Das unzureichende Ergebnis der Büchsen kann nur dadurch erklärt werden, daß deren Leerung nicht genau und nicht in bestimmten Perioden erfolgt, denn das Volk bringt diesem Sammelmittel die größten Sympathien entgegen und von allen Seiten wird die Aufstellung von Büchsen verlangt. Wir hoffen, daß die Freunde des Nationalfonds bald einsehen werden, wie ungemein wichtig die ordentliche Evidenzhaltung und Kontrolle bei den Büchsen ist, und daß wir in der Lage sein werden, im nächsten Bericht einen beträchtlichen Aufschwung der Büchsen zu konstatieren. Eingänge nach Orten. Aus den Tabellen und insbesondere den Gesamtsummen wird der Leser ersehen, daß in vielen Orten die Eingänge sich vermehrt haben. Es finden sich aber darunter auch Orte, in denen die Einkünfte zurückgegangen sind. Es mag aber hervorgehoben werden, daß ca. 200 Orte, die im Berichte vom vorigen Jahre nicht vorkamen, in diesem Berichte aufgeführt sind.