Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 41-42 (17.10.1910)
- Date
- 1910-10-17
- Page
- – (sequence 124)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3315709-3316406-3316447--53908-3347677- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Bezalel, die bekannte jüdische Kunstgewerbeschule in Jerusalem, zu erwähnen. Im Jahre 1905 begründet, hat sie schon Hunderten palästinensischen Juden Arbeit und Verdienst verschafft und einen mächtigen Einfluß auf das kulturelle Leben Palästinas genommen. Das Hebräische Gymnasium, dessen prachtvolles neues Haus in Jaffa Eigentum des Jüdischen Nationalfonds ist, sowie die von der orthodoxen Fraktion unterhaltene Tachkemonieschule, gleichfalls in Jaffa, sind Pflegestätten neuer jüdischer Kultur in Palästina. An der Gründung des in Haifa zu erbauenden Jüdischen Technikums hat sich der Nationalfonds, indem er den benötigten Boden zur Verfügung stellt, beteiligt. Auch die Nationalibibliothek in Jerusalem wird von der zionistischen Organisation unterstützt. Der Unterstützungsfonds für die Opfer der Judenpogrome in Rußland wurde vom Zionistischen Aktionskomitee verwaltet. Aus seinen Mitteln (zirka e//<2u0ü00) weiden Pogromwaisen in palästinensischen Waisenhäusern erzogen. Es würde zu weit führen, die der Privatinitiative entsprungenen Palästina-Unternehmungen, wie z. B. dis Puläsfina-lndustrie-Sjndikat (eingezahltes Kapital zirka JL 100 OfO1, die Plantagengesellschaft Galiläa (eingezahltes Kapital fr. 400 U00, die IminobiliengesHilschaft Palästina, die Landerwerbs.^esellsi'hatt Geulah, den PHanzungsverein Palästina usw., hier alle einzeln aufzuführen. Die Zionistische Presse umfaßt mit zirka 100 Zeitungen sämtliche Länder der Erde, in denen Juden wohnen. Unsere geehrten Abonnenten} deren Bezugszeit abgelaufen ist, werden ersucht, den entfallenden Abonnementsbetrag unverzüglich einzusenden, damit keine unliebsamen Störungen in der Zustellung der Blätter erfolgen. Die Expedition der Welt" Die vorliegende Nummer der „Welt", die Palästinanummer, ist eine Doppelnummer (Nr. 41/42). Die nächste Nummer der „Welt" erscheint am 28. Oktober. Sitzung des Großen Aktionskomitees Für die am .22. November und den folgenden Tagen in Köln stattfindende Sitzung des Grüßen Aktionskomitees ist vorläufig folgende Tagesordnung festgesetzt worden: 1. Berieht des EAC. 2. Organisationsstatut. 3. Ehrengericht. 4. Kongreßort und -Zeit. 5. Agrarkreditinstitut. 6. Chalukah. 7. Finanzlage. 8. Presse. 9. Institutionen, 10. Verschiedenes. Beratung der Organisationskommission Für den 30. Oktober ist eine Beratung der von der Jahreskonferenz eingesetzten Kommission zur Beratung des neuen Organisationsstatuts nach Köln einberufen worden. Zu derselben wurden auch je ein Vertreter der Föderationen „Misrachi** und „Poale-Zion", die gegen das neue Statut prinzipielle Bedenken geltend gemacht haben, eingeladen. Die Chalukah Nachdem durch das Aufrollen der Schmittsh-Frago in diesem Jahre durch einige Rabbiner Jerusalems den Kolonisten große Schwierigkeiten entstanden sind, hat in Rußland eine heftige Bewegung gegen die Chalikalt eingesetzt, die sich sogar schon in erregten Manifestationen g äußert hat. Das rjssische Zentralkomitee hat daraufhin öffentlich vor derartigen planlosen Kundgebungen gewarnt, und das EAC hat mit Rücksicht dara..f, diß die Frage der Chalukah eine allgemeine, die zionistischeGe^amtorganis^tionbetreffendeist^besolTlüssen, dieselbe auf die Tagesordnung der AC-Sitzung zu setzen. Der Scheck für die Hedschasbahn Da bezüglich des unter den Papieren des Sultans Abdul Hamid gefundenen Schecks für den Bau der Hedschasbahn übertriebene und zum Teil böswillig entstellte Nachrichten durch die Presse gehen, stellen wir hiermit den Sachverhalt fest: Im Jahre 1908 wurden in der Türkei für das Hed schasbahnunternehmen, an dessen Spitze der Sultan selbst stand, öffentliche Sammlungen veranstaltet, an denen sich alle größern Finanzinstitute in der Türkei beteiligten. Auch das Engere Aktionskomitee hat damals für den Bau dieser für das ottomanische Reich und im besondjrn für Palästina äußerst wichtigen Eisenbahn als Beitrag für die in Palästina befindlichen Finanzinstitute der zionistischenOrganisation 500 englische Pfund gezeichnet. Dieser Betrag wurde dem Sekretär des Sultans mittels eines Schecks an die Order der Direktion der Hedschasbahn überwiesen. Da dieser Scheck erst im Juli d. J. präsentiert worden ist, hat die Bank nach englischem Bankusus seine Aus Zahlung mit dem Bemerken „out of date" zunächst verweigert. Die Kaiserlich Ottomanische Regierung, welche die Weigerung der Bank dem E. A. C. zur Kenntnis gebracht hat, ist inzwischen über deren rein formellen Grund verständigt worden. Schekelausweis Schekelsammlung für das Jahr 5670 (V. Ausweis) Rußland (Spezifikation fehlt)..........Rbl. 660.— JC 1412.40 Schweiz Zürich JC 1.—, Basel 8.—............= JC 9.— Skandinavien (Spezifikation fehlt) ................JC 32.-