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Die Welt · 1910-10-17 · 41-42 (17.10.1910) · page 111

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Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
41-42 (17.10.1910)
Date
1910-10-17
Page
– (sequence 111)
Language
German
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No. 41 No. 41 DIE30KELT 1105 -■hon Frucht trägt. Denn wenn der Einwanderer selbst die ftanzung anlegen wollte, so würde er in den 5 bis 6 Jahren, Iis die Pflanzung Erträge liefert, den größten Teil seines Kapitals f.ir seinen Lebensunterhalt aufzehren. Für 15 00-1 Frs. lassen sich 120—150 Dunam mit Mandeln, ] nkalyptu-bäumen und Oliven bepflanzen, und sobald die Pflanzung ] Vtrag liefert (bei Mandeln und Eukalyptus nach r> bis 6 Jahren, I i Oliven nach 8 bis 10 Jahren) kann man vom Dunam 15 bis :■••) Frs. Netroverdienst rechnen. Alle Einzelheiten Uber die Anlage, die Kosten und die Ert-äge von Pflanzungen sind vom Palästinaamt in Jaffa in einer 1 sondern Broschüre zusammengeheilt worden, die auf Wunsch;. > Interessenten unentgeltlich versandt wird. Die gemischte Wirtschaft bietet den Vorteil, daß man in Jahren, wo das Getreide mißrät, gute Erträge von Pflanzungen haben kann, und umgekehrt. Außerdem gibt die gemischte Wirtschaft das ganze Jahr hindurch ziemlich gleichmäßig Beschäftigung, während der Kolonist, der nur Pflanzungen besitzt, mehrere Monate im Jahre keine Arbeit hat. V. Leute mit ca. 60 000 bis 80 000 Frs. Vermögen können: 1. eine Orangenpflanzung auf 60 bis TO Dunam anlegen. Eine solche Pflanzung erfordert 50 OoÖ bis HO 000 Frs., wozu noch etwa 12 000 bis 20 t 00 Frs. für den Lebensunterhalt auf 6 bis 7 Jahre kommen. Nach 6 bis 7 Jahren trägt die Pflanzung Frucht und bringt dann 6000 bis 8000 Frs. jährlich. Rebenpflanzung in einer Kolonie IV. Leute mit 25 000 Frs. Vermögen;<innen eine gemischte Wirtschaft (Körnerbau und Pflanungen) einrichten, und zwar in folgender Weise: 1. Als Haiiptwirtschaft Körnerbau auf 200—250 Dunam mit Haltung einiger Milchkühe und daneben auf 100 Dunam Pflanzung )n Mandeln, Eukalyptus, Oliven. Dies empfiehlt sich für Leute, ie sofort nach Palästina kommen wollen, deshalb sofort Erträge iiben müssen, wie sie der Körnerbau liefert, und imstande sind, <3rperlich zu arbeiten. 2. Als Haupt Wirtschaft eine Pflanzung von 200 Dunam landein, Eukalyptus, Oliven, deren Anlage durch Vertrag einer 'esellschaft oder einem Kolonisten in Palästina übertragen wird ad daneben Körnerbau auf 100 Dunam. Dies empfiehlt sich für -eute, die noch 4 bis 5 Jahre in Europa bleiben wollen und in Palästina keine schwere körperliche Arbeit leisten können. 2. eine Gutwirtsehaft mit Körnerbau auf etwa 500 Dunam und Mandel- und Olivenpflanzungen auf InO bis 200 Dunam errichten. Auch hiervon läßt sich ein Einkommen von 60U0 bis 8000 Frs. erzielen, nämlich 3000 bis 40u0 Frs. von Körnerbau und ebensoviel von den Planzungen, sobald diese nach 5 bis 6 Jahren Frucht tragen. II. Erwerbsaussichten in Handwerk und Industrie. Die geringen Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung und die Beschränktheit des lokalen Marktes einerseits, der verhältnismäßig niedrige Zoll (ll°/o des Wertes für sämtliche Produkte) anderseits, der den Import der in den Zentren des europäischen und amerikanischen Großbetriebs hergestellten Produkte selir erleichtert, halten die Entwicklung des Handwerks und der Industrie in Palästina auf.

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