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Die Welt · 1910-08-26 · 34 (26.8.1910) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
34 (26.8.1910)
Date
1910-08-26
Page
– (sequence 13)
Language
German
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jedoch, daß Petric, als er von der Gendarmeriekaserne heimwärts ging, sein Kind aus dem Hause seiner Wäscherin, namens Eva Situm, herauskommen sah. . . Dort hatte es mit andern Kindern gespielt! Frau Stern, sobald sie von diesem Umstände erfuhr, stellte Herrn Petric zu Rede und befragte ihn, ob er sich der begangenen Verleumdung bewußt sei, wor. uf dieser einfach erwiderte: „Ich weiß, was ich gesagt habe!4' In Derventer jüdischen Kreisen herrscht ob dieses Vorfalls große Beunruhigung, da sich bisher die bosnischen Juden über keine Anfeindungen zu beklagen hatten. Erst jetzt, nach der Annexion, wo die Serben in Bosnien immer stärker werden und sich besser organisieren, beobachtet man öfter antisemitische Ausfälle. Die bosnische Judenschaft fordert eine exemplarische Bestrafung des Verleumders. Jüdische Zeitfragen in einer französischen Revue Die bekannte internationale Monatschrift „Les Documents du Pogres", die in französischer, deutscher, englischer und russischer Sprache erscheint, hat in ihrer französischen Ausgabe eine ständige Rubrik unter dem Titel: „Questions Juives" eingerichtet. D.s Augustheft der genannten Zeitschrift bringt nun einen längeren Aufsatz des Herrn Dr. Alfred Valensi in Tunis, der das Wesen des Zionismus nach seiner theoretischen und praktischen Seite hin beleuchtet und eine treffende Darstellung der Bewegung und ihrer Institutionen gibt. Dieselbe Nummer enthält ferner eine Abhandlung über „Die ökonomische Rolle der Juden" und einen Aufsatz über den jüdischen Ansiedlungsrayon in Rußland vom Dumaabgeordneten N. A. Gredeskul. *^^7f o° ==^2* SPRECHSAAL j£^J= Zur Förderung unserer Finanzinstitute Wir erhalten folgende Zuschrift: Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie, daß ich zu dem in einem Aufsatz von Dr. Felix T he ilh ab er angeschnittenen Thema der Lösung der Geldfrage im Zionismus einige Bemerkungen und Anregungen mache: Das Fehlen eines Marktwertes, genauer gesagt: die Unverkäuflichkeit der Aktien, ist neben dem Mangel einer unablässigen liebevollen Agitation, wie sie beim N. F. mit bestem Erfolg gepflegt wird, die eigentliche Ursache der schwachen Sympathien, deren sich die Aktien bei den Zionisten erfreuen. Durch nachstehendes Arrangement, das die Vorteile und Perspektiven einer Kotierung in sich birgt, ließen sich diese Schäden bei der A. P. C, dem finanzkräftigsten Institut, leicht beseitigen. Die A. P. C. ist eine Gründung des J. C. T., der an ihrem Stammkapital sehr stark beteiligt ist. Der solide Geschäftsgang der Kompanie läßt für Jahre hinaus eine hinreichende Dividende gewärtigen. Der Trust würde daher keine finanziellen Einbußen zu beklagen haben, wenn seine Portefeuilles mit ca. 1000 St. Aktien mehr belastet würden. Wenn nämlich der Trust der Gründer und Hauptinhaber der Kompanie, den Rückkauf der Aktien zu einem fixen Kurs unter pari (sagen wir einen Schilling) ankündigte, so würde voraussichtlich der Rücklauf eines größern Postens Aktien eintreten, aber das Prestige der Bank würde erstarken, das gewonnene Ansehen und Vertrauen zur Bank den jüdischen Mittelstand und kleinen Sparer anregen, seine Sparpfennige in jüdische Werte zu investieren, woraus sich dann in Wechselwirkung ein Wachsen des öffentlichen Ansehens der Bank resultieren würde. Die ,bei dieser Operation gemachten Erfahrungen könnte man sukzessive bei den übrigen Instituten anwenden und also de facto in die Vorteile versetzt sein, die eine Kotierung nach sich zieht: die Verkäuflichkeit. Die Bank würde schon beim Einkauf das Agio profitieren und den Verkauf bei den höhern Werten bewerkstelligen. Möge dieser Vorschlag auf seine Durchführbarkeit und Nützlichkeit von den berufenen Finanzmännern der Bewegung in Erwägung gezogen werden. Zur Propagierung der Shares würde sich ferner empfehlen, allmonatlich oder in mehrmonatlichen Zeitintervallen eine dem N. F. nachgebildete übersichtliche Tabelle zu veröffentlichen, aus der das Anwachsen des Bankkapitals der einzelnen Institute und in den einzelnen Ländern?u ersehen wäre. In einem Vorbericht müßten die einzelnen Rubriken je nach Inhalt lobend oder tadelnd hervorgehoben weiden. Das Lob würde die Arbeitsfreudigen anspornen und anfeuern, die Säumigen aufstacheln, wie wir ähnlich beim N. F. eine günstige Einwirkung der statistischen Tabellen wahrnehmen. Für die Veröffentlichung dieser Zeilen besten Dank sagend, zeichne mit Zionsgruß Hochachtend Nagymarton (Ungarn). Gellis Jlles. Bei der Jüdischen Kolonialbank in London sind eingegangen: Für den Bezalel: Spenden der Sydney Zionist Society . . £ 3.—.— Spende von M. Lazarus, Temora . . . „ —.10.— zus. £ 3.10.— Zur sefl. BencMiinsi Unsere geehrten Leser gestatten wir uns schon jetzt aufmerksam zu machen, daß auch in diesem Jahre eine besondere Rubrik für Neujahrsgraf ulationen zu rm>n 567i in der „Welt" erscheinen wird. Wir laden alle jene Leser, die ihren Verwandten, Freunden und Bekannten in gesinnungsgenössischen Kreisen Glückwünsche entbieten wollen ein, dies durch ,,Die Weit" zu tun. Der Preis einer Anzeige in der Größe dieses Feldes beträgt M 3.—. Eriefmarken aller Länder werden in Zahlung genommen. Die Expedition der „Welt". Ich habe mich in Kattowitz als Rechtsanwalt! niedergelassen. Bureau: Johannesstraße 11. j Fernsprecher 1783. Dr. Georg Weißmann, j Dr. Emil Margulies hat sich in Leitmeritz a. E. (Böhmen) als Advokat niedergelassen. LECilf Appetitanregendes Kräftigungsmittel für blutarme Rekonvaleszenten, Wöchnerinnen, Schulkinder. Lccintäblctten *fir Tat^üf ioSjrme . in Apoth. od. franko ab Fabrik g. Einsendg. v. 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