Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 26 (1.7.1910)
- Date
- 1910-07-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 26 DIE3§KELT 625 (in unserer letzten Sitzung) beschlossen, dieselben zusammen mit dem Organisationsstatut zu erledigen. c) und d) Wir empfehlen auf Beschluß unserer letzten Sitzung der Jahreskonferenz, die in Nr. 23 der „Welt" wiedergegebenen Anträge Dr. Bernstein-Kohan und Dr. Rappaport als verfrüht abzulehnen. Über die Tätigkeit der Agrarkreditbank-Kommission seit dem letzten Kongreß wird auf der Jahreskonferenz Bericht erstattet werden. Nationalfonds Bezüglich der Tätigkeit des Nationalfonds, der sich in einer aufstrebenden Entwicklung befindet, wird der Vorsitzende des Jüdischen Nationalfonds auf der Jahreskonferenz berichten. Siedlungsgenossenschaft Herr Dr. Franz Oppenheimer hat vor kurzem Palästina besucht, um die Fragen, welche mit der Verwirklichung seines Projektes zusammenhängen, an Ort und Stelle zu studieren. Herr Dr. Oppenheimer wird auf der Jatireskonferenz darüber Bericht erstatten. Die Banken Auf der Jahreskonferenz wird Ihnen über die Entwicklung unserer Finanzinstitute seit dem letzten Kongreß und über ihre Pläne für die Zukunft berichtet werden. Palästina-Amt Herr Dr. Ruppin, der Direktor des Palästina-Amtes wird auf der Konferenz Bericht über die Tätigkeit des Palästina-Amtes seit dem letzten Kongreß erstatten. Die Welt Die Abonnentenzahl der „Welt" und damit ihr Leserkreis hat sich in allen Teilen der Welt vergrößert. Die Herausgabe von Spezialnummern, besonders der Herzl-Nummer, hat sich außerordentlich bewährt. Die Herausgabe einer groß angelegten Palästina-Nummer ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Der Jüdische Verlag hat sich auf seiner neu konsolidierten Basis weiter entwickelt. Die Umsätze haben sich befriedigend vergrößert. Im Laufe des Herbstes hofft der Verlag mit einigen wichtigern Neuerscheinungen auf den Markt treten zu können. Finanzlage der Organisation Der Erfolg unseres letzten Zirkulars an die Landesorganisationen und Föderationen, in welchem dieselben aufgefordert wurden, mit aller Energie die Schekelgelder einzusammeln und sie regelmäßig an uns abzuführen, ist bisher sehr wenig zufriedenstellend. Die Gesamtsumme der bisher eingegangenen Schekelgelder beläuft sich auf ungefähr Mk. 4000.—. Es ist von der größten Wichtigkeit, daß alle Landesorganisationen und Föderationen die größten Anstrengungen machen, um gute Resultate in dieser Hinsicht zu erzielen, und wir rechnen zuversichtlich darauf, daß Sie sich an dieser Arbeit in den einzelnen Ländern nach Kräften beteiligen werden. Auf Beschluß unserer letzten Sitzung wird der Jahreskonferenz eirf Budgetvoranschlag für das am 1. Juli d. J. beginnende neue Schekeljahr vorgelegt werden. Da die an uns abgeführten Schekelgelder bei weitem nicht zur Deckung der Ausgaben der Organisation ausreichen, werden wir der Jahreskonferenz vorschlagen, daß vom 1 - Juli d. J. ab die Schekelgelder von den Landesorganisatiohen uud Föderationen ohne Abzug an uns abgeführt werden müssen, und daß die Anzahl der Kongreßdelegierten jedes Landes und jeder Föderation nach Maßgabe der an uns abgeführten Schekolim festgesetzt wird, da wir in dieser Maßregel das einzige Mittel sehen, einen solchen Beschluß zu verwirklichen. Zeit und Ort des nächsten Kongresses Wir haben uns dieserhaib an verschiedenen Orten erkundigt und werden die Ergebnisse dieser Enquete der Jahreskonferenz vorlegen. >;c An der Diskussion über den Bericht des E. A. C. beteiligten sich (in der Reihenfolge der Redner) folgende Herren: Julius Simon, A. Podlischewsky, M. Feldstein, H. Bentwich, A.Böhm, L. Jaffe, J. Cowen, J. Kremenzky, Dr. Bodenheimer, Dr. Rosenbaum, Boris Goldberg, Dr. Sch. Lewin, D. Wolffsohn, Dr. Magnes, Gronemann, Dr. Hantke, Dr. Salz, Dr. Friedeinann, Nf. Sokolow, J. H. Kann, Dr. Alexander Marmorek, Löbel Taubes, H. Bentwich, Prof. Warburg und Dr. Emil Margulies. Von allen Rednern wurde die Notwendigkeit einer Verständigung als die dringendste Aufgabe der Jahreskonferenz erklärt. Es wurden sämtliche seit dem Kongreß schwebenden Fragen eingehend erörtert. Auch bot sich Gelegenheit, die Lage in der Türkei zu besprechen. Die Debatte führte schließlich auf Antrag Dr. Marmoreks zur Einsetzung eines sechsgliedrigen Ausschusses, der der Jahreskonferenz Vorschläge über die Lösung der Frage der Leitung zu erstatten hat. Der zweite Tag der Jahreskonferenz brachte in seinem ersten Teil den Bericht des Herrn Dr. Franz Oppenheirner über seine Reise in Palästina. Wir waren in der Lage, mit der Veröffentlichung des Berichts bereits in der vorigen Nummer zu beginnen und bringen in der vorliegenden Nummer den zweiten Teil desselben. Der Bericht wurde von der Jahreskonferenz mit großem Beifall aufgenommen. Sodann erstattete Herr Dr. Ruppin den Bericht des Palästinaamtes in Jaffa. Er führte folgendes aus: Als Leiter des Palästinaamtes, dem die praktische Arbeit in Palästina obliegt, möchte ich mir zunächst gestatten, einmal festzustellen, welche Stellung die sogenannte praktische Arbeit in dem zionistischen Programm überhaupt einnimmt. Es ist gestern von einigen Herren über diese praktische Arbeit ziemlich geringschätzig gesprochen worden. Ich kann es mir nicht anders erklären, als daß dies auf eine vollständige Verkennung der praktischen Arbeit zurückzuführen ist. Die praktische Arbeit ist ja nicht der Endzweck, — sie ist für uns ein Mittel, und zwar ein ausgezeichnetes politisches Mittel. Ich möchte Ihnen das Verhältnis von praktischer und politischer Arbeit durch einen Vergleich anschaulich machen. In Palästina muß jeder junge Orangenbaum eine Stütze erhalten, damit er gerade aufwachsen kann. Diese Stütze und dieser