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Die Welt · 1910-06-24 · 25 (24.6.1910) · page 12

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Journal
Die Welt
Volume
14 (1910)
Issue
25 (24.6.1910)
Date
1910-06-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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608 DIESj^ELT No. 25 des Herrn Dr. Weizmann in Frage zu stellen. Aus diesem Gründe ersucht Herr Wolffsohn die Redaktion der „Welt" festzustellen, daß ihm nichts ferner gelegen hat, als die korrekte Verwaltung und Verwendung der in Betracht kommenden Gelder durch Herrn Dr. Weizmann auch nur irgendwie anzuzweifeln. Die Absicht des Herrn Wolffsohn war vielmehr (was auch aus dem ganzen Zusammenhang deutlich hervorgeht und von keinem der Hörer, auch von Herrn Dr. Weizmann nicht, mißverstanden wurde) darzutun, daß Herr Dr. Weizmann und seine Freunde, die heute am lautesten „praktische Arbeit" verlangen, selbst nicht imstande waren, solche zu leisten. Die Jahreskonferenz in Berlin Sitzungstafel Anläßlich der Jahreskonferenz, die bekanntlich am 27. und 28. Juni in Berlin tagen wird, finden dort folgende Sitzungen statt: Sonntag den 26. Juni: 10 Uhr vorm.: E. A. C. 12 „ mittags: Direktorium des J. N. F. 1 „ nachm: Ausschuß des Vereines „Ölbaumspende". 3 „ „ Aufsichtsrat des J. C. T. 5 „ „ Agrarkreditbank-Kommission. Montag den 27. Juni: Abends: Sitzungen der Direktorien des J. C. T., der A. P. C. und der A. L. B. C. Dienstag den 28. Juni: 4 Uhr nachm.: Generalversammlung des J. C. T. 6 „ „ „ „ J. N. F. Die russischen Teilnehmer In der letzten Sitzung des Zentralkomitees der russischen Ziortisten wurde an alle Mitglieder, welche zur Teilnahme an der Jahreskonferenz berechtigt sind, die Aufforderung gerichtet, sich zu der Jahreskonferenz in Berlin einzufinden. Eine Vorbesprechung Auf Veranlassung des Zentralkomitees der zionistischen Vereinigung für Deutschland werden sich am Freitag den 24. Juni die Delegierten einer Anzahl von Landesorganisationen und Föderationen zu einer Vorbesprechung versammeln, um über die Grundlage zu einer Verständigung in den gegenwärtig schwebenden Fragen zu beraten. Ein Gartenfest Die jüdisch-nationale Frauenvereinigung in Berlin veranstaltet im Verein mit der Berliner zionistischen Vereinigung und der zionistischen "Ortsgruppe Charlotten bürg am Sonntag, den 26. Juni abends aus Anlaß der Jahreskonferenz ein großes Gartenfest. Konferenz des russischen Zentralkomitees Am 22.—24. Mai (alten St.) fand eine Konferenz der russischen A. C.-Mitglieder und Z. K. statt. Anwesend waren die Herren: A. Boruchow, J. L. Goldberg, B. Goldberg, J. Grünbaum, A. Drujanow, L. Jaffe, A. Podlischewsky, J. Rosow, N. Sokolow. Mit beratender Stimme wurden zur Konferenz eingeladen: Gg. S. Gepstein als Vertreter der Redaktion des „Rasswjet" und Gg. W. Jabotinsky. Ihre Abwesenheit entschuldigten die Herren: Gg. Dr. Braude, S. Rosenbaum, Dr. Sapir, Dr. Tschlenow und M. Ussischkin. Auf Vorschlag des Herrn B. Goldberg, der die Konferenz im Namen des Z. K. eröffnete, wurde an Dr. Tschlenow, der durch den plötzlichen Tod seines Bruders am Erscheinen verhindert worden war, folgendes Kondolenztelegramm abgesandt: „Tief ergriffen von dem Unglück, das Sie heimgesucht hat, bitten wir Sie, teurer Freund, den Ausdruck unserer innigsten Teilnahme entgegenzunehmen. Mögen die Trostworte Ihrer treuesten Freunde und Gesinnungsgenossen Ihren Kummer lindern!" Zum Vorsitzenden der Konferenz wurde A. Podlischewsky, zum Sekretär A. Boruchow gewählt. Die Konferenz verhandelte über viele äußerst wichtige Fragen der zionistischen Arbeit, die gegenwärtig auf der Tagesordnung stehen. Es wurden Zuschriften der Herren Rosenbaum, Sapir, Tschlenow und Ussischkin über alle zur Behandlung gestellten Fragen verlesen. Die Konferenz gelangte zu der Ansicht, daß man alle Energie aufwenden müsse, damit dem provisorischen heillosen Zustande ein Ende gemacht werde. Die bevorstehende Jahreskonferenz muß die hierfür nötigen Bedingungen feststellen. Sollten die beiden einander gegenüberstehenden Parteien ein Übereinkommen treffen, dann würde man einen außerordentlichen Kongreß sofort einberufen, damit die Beschlüsse der Jahreskonferenz in der Frage der Leitung unverzüglich ihre Bestätigung finden. Die Konferenz faßte Beschlüsse über die Grundprinzipien, auf deren Grundlage ein Übereinkommen möglich ist. Es wurden ferner noch Beschlüsse betreffs der Presse und anderer mit derselben in Zusammenhang stehenden Fragen gefaßt. Nachdem die Konferenz die Rede des Präsidenten in Manchester in dem Teile nämlich, der Gg. Dr. Ch. Weizmann berührt, besprochen hatte, beschloß die Konferenz, Herrn Dr. Ch. Weizmann ihre Hochachtung und Anerkennung seiner Verdienste für die Bewegung und insbesondere für die Verbreitung der Idee einer jüdischen Hochschule in Palästina auszudrücken, und sprach ihr Bedauern aus über ein derartiges Verhalten des Präsidenten gegenüber einem unserer Besten. Die Konferenz verhandelte auch über die Frage der Agitation und Propaganda, über die Angelegenheiten des „Haolam" und des „Rasswjet" und faßte bestimmte Beschlüsse. Sitzung des Exekutivkomitees der English Zionist Federation Donnerstag den 9. ds. Mts. fand in London eine Sitzung des Ausschusses der E. Z. F. unter dem Vorsitz von Mr. J. Greenberg statt. An den Beratungen nahmen ferner folgende Mitglieder des Exekutivkomitees teil: Sir Francis Montefiore,.S. B. Rubenstein, Mrs. A. Liebster, Norman Bentwich, L.Eisen, H. Ginzburg, B. Grad, L. Keßler, J. J. Loewy, W. Nathan und H. Sacher. Es wurde berichtet, daß am 29. ds. Mts. auf Vorschlag des Herrn Wolffsohn eine Besprechung zwischen den Vertretern der English Zionist Federation und des Order of Ancient Maccabaeans stattgefunden hat, um eine gegenseitige Verständigung zwischen diesen beiden Körperschaften bezüglich der weitern zionistischen Arbeit in England herbeizuführen. Über diese Angelegenheit entspann sich eine lebhafte Diskussion. Es wurde ein Schreiben des E. A. C. verlesen, worin angefragt wird, ob die E. Z. F. mit Rücksicht auf die bevorstehende Jahreskonferenz ihrem im Dezember v. Js. gegen die Zulassung einer zweiten Federation in England eingereichten Protest noch irgendetwas hinzuzufügen wünsche. Im Anschlüsse hieran teilte der Vorsitzende mit, daß zwischen den Mitgliedern der Exekutive eine Vorbesprechung stattgefunden habe, wo eine Resolution in dieser Angelegenheit einstimmig angenommen wurde. Das Exekutivkomitee beschloß nun mit allen gegen eine Stimme, diese Resolution an das Aktionskomitee abzusenden. Die Resolution hat folgenden Wortlaut: „Die Exekutive der English Zionist Federation bekräftigt ihren Brief an das Aktionskomitee vom 22. Dezember v. Js., und da sie überzeugt ist, daß die zionistische Bewegung in England unter den obwaltenden Umständen nur durch den Bestand einer einzigen Federation wirksam gefördert werden kann, bedauert sie, erklären zu müssen, daß sie im Falle der Genehmigung einer zweiten Federation im Interesse der Bewegung in England sich verpflichtet fühlen würde, ihr Amt niederzulegen. Die Exekutive der E. Z. F. betont, daß sie zu dieser Entschließung nach reiflicher Erwägung und eingehender Beratung gelangt ist, und daß, wenn sie ihren Entschluß dem Aktionskomitee mitteile, dies in keiner Weise als eine Drohung f aufzufassen sei, sondern als eine Kundgebung ih rer festen Über-

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