Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 14 (1910)
- Issue
- 19 (13.5.1910)
- Date
- 1910-05-13
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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428 DIE2&ELT \/ No. 19 Der Turnlehrer des Vereins, Herr Julius Hirsch aus Berlin, ist bereits hier eingetroffen und hat einen herzlichen, ehrenvollen Empfang gefunden. Gründung eines hebräischen Sprachvereins. Im Lokal des Turnvereins „Makkabi" in Hasköj fand die konstituierende Versammlung des Vereins „Iwria", Zweigvereins des Weltverbandes, unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung statt. Herr Kretschmar eröffnete die Versammlung mit einer hebräischen Ansprache, die den Zweck des in Berlin gegründeten Weitbundes „Iwria" entwickelte. Sodann hielt Herr Jabotinsky einen längern Vortrag, ebenfalls hebräisch; er hob die Notwendigkeit der Neubelebung unserer Nationalsprache durch die Schulen hervor. Schließlich gab Herr Lewanon, Lehrer an der Balater Hilfsvereinsschule, einen Abriß des Tätigkeitsplanes der Konstantinopeler „Iwria". Es sind besonders Abendkurse und die Gründung einer Bibliothek ins Auge gefaßt. Es wurde ein Komitee gewählt, das sich aus hebräischen Lehrern, Schriftstellern und Kaufleuten zusammensetzt. Fast sämtliche Teilnehmer trugen sich in die Mitgliederliste ein. Es wurde beschlossen, sofort an die Werbearbeit zu gehen, in allen Stadtteilen Versammlungen die für Ausbreitung der hebräischen Sprache abzuhalten und mit der Schaffung der Kurse und der Bibliothek zu beginnen. Ein Ersuchen um Öffnung der Synagogen für Vorträge der reinkulturellen Zwecke der „Iwria" wurde von Rabbi Nahum mit der Begründung, daß „hinter der Maske der Propagierung des Hebräischen eine andere Propaganda verborgen sein könne", abgelehnt und an den Mischlisch verwiesen. Banque de Palestine „Die Regierung autorisierte die Gründung der „Banque de Palestine", die ihren Stammsitz in Jerusalem und ein Kapital von 250 000 Pfund (ca. 5 000 000 Mark) haben wird. Sie wird sich mit Bankgeschäften und Finanozoperationen befassen". Nr. 20 der „WELT" erscheint als Herzl-Gedenknummer Die festliche Gabe, die wir zur Feier des 50. Geburtstages Herzls unsern Lesern widmen, ist überall freundlicher Aufnahme gewiß, wo man das Andenken unseres verblichenen Führers in Ehren hält. Max Nordau, Raoul Auernheimer, Martin Buber, Adolf Stand, Richard Huldschiner, Franz Oppenheimer, Marcus Ehrenpreis, Osias Thon, Hermann Vambery, Israel Eljaschoff — wir nennen nur einige wenige aus der Reihe der Männer, die zum Andenken Herzls die Feder ergriffen haben. Lazar Krestin und S. Rokhoumovsky haben für die vornehm künstlerische Ausgestaltung dieser Nummer gesorgt, die auch eine reiche Anzahl bisher unveröffentlicht gebliebener Bilder und Briefe Herzls enthält. Dr. Sapir, Odessa, sandte ein Basrelief und ein junger österreichischer Künstler, Mano Tauber in Prag, ein ornamentales Festblatt. Wir hoffen, daß alle Leser der „Welt" es sich angelegen sein lassen werden, für eine möglichst starke Verbreitung der Herzl-Gedenknummer der „Welt" nach Kräften tätig zu sein. Der Preis für die Einzelnummer beträgt 50 Pf. Zionistischen Vereinen, Vertrauensmännern und Kolporteuren berechnen wir: 10 Exemplare mit M 4.60 25 „ „ „ 10.— 50 „ „ „ 17.— 100 . „ „ „ 30.— Ferner wird eine Anzahl von Exemplaren in feiner Ausführung auf Kunstdruckpapier hergestellt, die zum Preise von M 1.20 pro Nummer geliefert werden. Bestellungen (nur gegen Voreinsendung des Betrages oder Nachnahme) richte man an die Expedition der „WELT", Köln a. Rh., Karolingerring 31. WlWMiMsi) mkmmi ^\7^JS^\W!S^