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Die Welt · 1909-11-26 · 48 (26.11.1909) · page 19

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Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
48 (26.11.1909)
Date
1909-11-26
Page
– (sequence 19)
Language
German
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No. 48 blEl^ELT 1069 W)(( JU6DISCH6R MATIonAL-FOriDS)^ Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigenkim des jüdischen Volkes su erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von nahezu 2 Millionen Mark erreicht. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Unsere überaus rührige Sammelstelle für Österreich hat an sämtliche Nationalfondskommissäre und Vertrauensmänner ihres Gebiets einen Fragebogen versandt, der zur Vervollständigu ng ihres Materials für die Ortsstatistik des N. F. dienen soll und u. a. folgende Fragen enthält: Zahl der ortsansässigen Juden. — Zahl der Schekelzahler im letzten Jahre. — Nachbarorte (mit Zahl der Juden und Vertrauensmann). — Nationalfondskommissär (Name, Beruf, Adresse), — Besteht im Ort eine mehrgliedrige N. F.-Kommission? (Name, Beruf, Adresse aller Kommissionsmitglieder) — Name und Adresse des Vorstehers der Kultusgemeinde. —- Zionistische und zionsfreundliche Mitglieder des Kultusvorstandes. — Wie verhält sich der Rabbiner (Name und Adresse!) und die Gemeindebeamten zum Zionismus? — Genaue Adresse der N. F.- Materialienverkaufsstellen. — Welche zionistischen Vereine gibt es im Ort? — Welche jüdischen (nichtzionistischen) Vereine bestehen dort noch? — Name, Beruf und Adresse der Personen, die für den N. F. tätig sind. — Welche Flugblätter wünschen Sie? (Zahl und Sprache) — Wieviel Flugblätter brauchen Sie zu Chanukah? . . . zu Purim? — Eventuelle Wünsche und Vorschläge, die Hebung der N. F.-Sammlungen im Orte betreffend. — Eventuelle Beschwerden über konstant vorkommende Mängel seitens der Landessammelstelle in Wien und der N. F.-Distriktskommission. Im Anschluß an obigen Fragebogen hat die österreichische Landessammelstelle folgendes Zirkular versandt: " An die Nationalfondskommissäre und Vertrauensmänner! Sehr geehrte Gesinnungsgenossen! Es ist uns endlich gelungen, die dringend notwendige Ortsstatistik durchzuführen. In der von uns angelegten Kartothek sind alle Eingänge, nach Ort, Spendenart und Datum geordnet, sofort ersichtlich. Sie ist aber noch lange nicht komplett, solange wir nicht im Besitze aller im beiliegenden Fragebogen berührter Daten sind. Wir bitten Sie höflichst, alle Fragen sorgfältig zu beantworten, eventuell zu diesem Zwecke, z. B. bei den Rabbinern, durch direkte Anfragen Erhebungen zu pflegen. Als Nachbarorte kommen jene in Betracht, in denen nur wenige Juden wohnen und die von Ihrem Orte aus leicht zu erreichen sind. Dort, wo mehrere Juden zusammenwohnen, wäre ein Verläßlicher als Vertrauensmann namhaft zu machen. Die Wichtigkeit einer solchen Statistik werden Sie einsehen, denn nur so wird es uns ermöglicht, statt bureaukratischer Amtsführung den Bedürfnissen jedes einzelnen Ortes gerecht zu werden, wras seit jeher unser Streben war. Aus diesem Grunde bitten wir auch, mit eventuellen Beschwerden über Mißstände unserer Sammelstellen und der Distriktskommissionen nicht zurückzuhalten. Wiederholt weisen wir auch auf die Notwendigkeit hin, in jedem Ort eine mehrgliedrige N. F.-Kommission mit einem Ortskommissär an der Spitze zu bilden. Unsere Korrespondenz wächst täglich, und dem N. F. wären viele Kosten gespart, wenn wir nur mit je einer Person jedes Ortes verkehren müßten. Der Kommission sollten außer allen Vereins- N. F.-K. auch jene Personen angehören, die sich für den N. F. interessieren. Nur auf diese Weise kann eine planmäßige Tätigkeit entwickelt werden, während bisher die von verschiedenen, einander oft nicht bekannten Seiten unternommene Agitation zersplittert war. Wir ersuchen Sie höflichst, in diesem Sinne wirken zu wollen. Indem wir der baldigen Retournierung des wunschgemäß ausgefüllten Fragebogens entgegensehen, zeichnen wir mit vorzüglicher Hochachtung und bestem Zionsgruß Die N. F.-Kommission für Österreich Wien IX., Türkenstraße 9. In Anbetracht der großen Wichtigkeit einer genauen Ortsstatistik für die Zwecke des J. N. F. möchten wir sämtlichen Landessammelstellen eindringlich empfehlen, an ihre lokalen Vertrauensmänner ähnliche Fragebogen auszusenden, und für die Ortsstatistik nach dem Muster der österreichischen Sammelstelle eine Kartothek anzulegen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Czernowitz, 22. November 1909. An das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln. Sehr geehrte Herren Gesinnungsgenossen! Ihre Aufforderung in der letzten Nummer der „Welt", daß bei Begrüßungen des IX. Zionistenkongresses lediglich Telegrammblankette des Nationalfonds benutzt werden sollen, veranlaßt mich, die Anregung zu geben, diese Sache, die wie kaum eine andere geeignet ist, dem Nationalfonds ein bedeutendes Erträgnis abzuwerfen, möglichst der ganzen zionistischen Öffentlichkeit nochmals nachdrücklich in Erinnerung zu bringen. Es sollen aber nicht allein die zionistischen Organisationen, Vertrauensleute usw., sondern alle Gesinnungsgenossen, denen es irgendwie möglich ist, an dieser Begrüßung durch Absendung von Telegrammblanketten teilnehmen. Abgesehen davon, daß ein solcher Masseneingang von einzelnen Telegrammen eine eindrucksvolle Manifestation nach außen hin wäre, böte er jedem Zionisten eine seltene und gewiß auch sehr passende Gelegenheit, ein kleines Opfer zu bringen, wozu sich sicherlich viele, von denen man sonst während des ganzen Jahres kaum etwas hört, entschließen werden. Wir haben in diesem Jahre nahezu 100 000 Schekelzahler. Wenn nur jeder zehnte ein Telegrammblankett abschickt, so bringt dies dem Nationalfonds Kr. 5000.—. Auch nichtzionistische Korporationen (wie z. B. Kultusgemeinden, Literaturvereine usw.) könnte man in vielen Orten veranlassen, sich an dieser Begrüßung zu beteiligen. In erster Linie liegt es an den Sammelstellen des N. F., dieser Angelegenheit ihr Augenmerk zuzuwenden und sich auf alle Fälle rechtzeitig mit einem genügenden Vorrate von Telegrammblanketten zu versehen. Mit Zionsgruß hochachtungsvoll A. D.

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