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Die Welt · 1909-11-26 · 48 (26.11.1909) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
48 (26.11.1909)
Date
1909-11-26
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
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Das Auskunftswesen im Dienste des Jüdischen Nationalfonds In der Angelegenheit der Auskunftserteüung zum Besten des Jüdischen Nationalfonds, die wir in Nr. 46 und 47 der „Welt" erörtert haben, sind uns weitere Zuschriften von den Herren Max Sandek, Kolin (Böhmen), Josef Nußbaum, Neusandez (Galizien), Adolf Rosenwald, Storozynetz (Bukowina) und Kaiman Propper, Chrzanow (Galizien) zugekommen, die sich gleichfalls bereit erklären, sämtlichen Fragestellern, die ihrem Brief N. F.-Marken beilegen, geschäftliche Auskünfte zu erteilen. Im Interesse einer zweckdienlichen Durchführung der ganzen Aktion bitten wir die Gesinnungsgenossen nochmals, ihre diesbezüglichen Meldungen an die zuständigeLandessammelstelle des J. N. F. zu richten. Die einzelnen Landessammelstellen mögen, sobald sich eine größere Anzahl von Gesinnungsgenossen aus ihrem Gebiet gemeldet hat, eine Liste derselben in ihren Publikationsorganen veröffentlichen, worauf wir in der „Welt" eventuell ein Gesamtverzeichnis reproduzieren werden, das die Namen der betreffenden Gesinnungsgenossen aus allen Ländern enthalten wird. In Nr. 22 des in Eschweiler erscheinenden „Blauen Blatts" (Internationaler Anzeiger für Philatelie und Ansichtskartenwesen) vom 15. d.M. finden wir unter der Überschrift „Zionistische und andere jüdische Werbemarken" einen ausführlichen und sehr sachkundigen Aufsatz, der insbesondere unsere N. F.-Marken genau beschreibt und Abbildungen der verschiedenen Ausgaben derselben enthält. Interessant sind folgende Angaben der genannten Sammlerzeitung: Sonderausgabe für Briefbeförderung in den jüdischen Kolonien in Palästina. Ähnliche Ausführung wie die der alten Nationalfondsmarken (Ausgabe 1902 und 1905), jedoch hochrechteckiges Format. 1.) 10 (Pfennig, Heller, Centimes usw.) blau. Das Bestreben, den Postverkehr der jüdischen Kolonien zu gewinnen, zeitigten bei den darum konkurrierenden österreichischen, russischen und deutschen Levantepostämtern und der türkischen Post ein besonderes Entgegenkommen durch Zulassung und Abstempelung von Nationalfondsmark en auf Briefschaften, sowie durch Verwendung hebräischer oder zionistischer Poststempel. Das interessanteste Produkt dieser Verhältnisse ist jedoch die oben aufgeführte Marke,- aus deren hebräischer Inschrift: „Rischon le Zion 10 Pfennig; die Hälfte der Einnahme ist für den Nationalfonds" ihr Zwitterwesen als Freimarke und als Schutzmarke hervorgeht. Diese Marke, von der nur ein einziges Exemplar auf einem von der österreichischen Post beförderten Brief mit zionistischem Poststempel bekannt ist, dürfte nur kurze Zeit, im Jahre 1904, in Gebrauch gewesen sein. (Ausführlicheres über diesen Gegenstand findet sich im Leipziger illustrierten Briefmarken-Journal 1905, Nr. 8.) Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Österreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 8.—15. d. M. eingegangen und in Nr. 47 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 594.30 Selbstbesteuerung...............„ 71.16 Sammelbogen..................„ 200.67 Sammelbüchsen.................„ 359.49 Goldenes Buch (Vollzahlungen)..........„ 240.— Summe Kr. 1465.62 Jt 1245.78 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Ungarn: (Adresse: Dr. L. Dömeny, Budapest V, Arany Jänos-utcza 33. — Publikationsorgan: „Magyarorszägi Cionista Szervezet", Budapest.) Vom 5. September bis 15. Oktober d. J. eingegangen und in Nr. 10 des „Magyarorszägi Cionista Szervezet" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 142.21 Selbstbesteuerung...............„ 49 — Sammelbogen..................„ 13.50 Sammelbüchsen.................„ 453.75 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Kroatien, Slawonien und Bosnien: (Adresse: Zionistischer Verein „Theodor Herzl", Osijek [Slawonien]. — Publikationsorgan: „Zidovska Smotra", Osijek.) Vom 1.—31. Oktober d. J. eingegangen und in Nr. 21 der „Zidovska Smotra" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden..............Kr. 377.79 Selbstbesteuerung...............„ 42.24 Sammelbogen.................„ 65.39 Sammelbüchsen.................„ 197.14 Summe Kr. 682.56 Jt 580.18 Canada: Bei der Federation of Zionist Societies of Canada, Montreal, eingegangen: Allgemeine Spenden: Riviere du Loup: Subscription from Mr. Gossmann $ 11.— Jt 46.20 Goldenes Buch*)...........$.200.— Jt 840.— Eingegangen beim Hauptbureau des Judischen Nationalfonds in Köln: Allgemeine Spenden: Rozniatöw: Ges. durch Schulim Rechtschaffen und S. Tanne auf Hochzeit Turteltaub-Nußbaum Kr. 8.— Jt 6.79 Konstantinopel durch M. Gorodichze: Fritz Schenk aus Prag während seines Aufenthalts in Konstantinopel durch Abraham Freres.......Frcs. 20.— Jt 16.25 Konstantinopel: Frl. Ronja Datnowska gratuliert ihrem lieben Schüler Nikolaj Sebba zur Bar-Mizwah .... Piaster 5.— Jt —.80 Sammelbogen: Neusandez, durch B. Abrahamowicz: Ges. durch S. Meloch auf Hochzeit Feldschreiber-Pencak: Brautpaar Kr. 2.—, Ch. Sperling, A. Schwimer, S. Meloch ä —.50, J. Ullmann, M. Melcer, S. Herbach, B. Pencak ä —.20; ges. durch Bertha Stern und A. Schwimmer: Frau Jaffa —.80, D. Schlachet, G. Großbach, G. Stern, Frau Pencak ä —.40, R. Feldschreiber —.30, Sali Herbach, A. Larisch ä —.20, 2 ä 10, zus. abz. Porto Kr. 7.47 Jt 6.50 Summe Kr. 658.46 Jt 559.70 +) Siebe die Rubrik »Eintragungen ins Goldene Buch«, Nr.3243—3246.

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