Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 40 (28.9.1909)
- Date
- 1909-09-28
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 40 DIEEqKELT 879 Bulgarien Sofia, 22. September. Heute wurde im Beisein. des Königspaares, des gesamten Kabinetts und der Spitzen der Gesellschaft die Zentralsynagoge der hiesigen spaniolischen Judengemeinde feierlich eröffnet. Das *in etwas modernisiertem maurischen Stil ausgeführte Monumentalgebäude, worin die Vereinigung der ganzen Gemeinde unter einem Dach durch den Architekten Nisch meisterhaft, ausgedrückt ist, erinnert an die Synagoge der türkischen Judengemeinde in Wien. Landesrabbiner Dr. Ehrenpreis legte in schwungvoller Rede die Geschichte der Sofianer Gemeinde dar die bis auf das zehnte Jahrhundert zurückführt. Dann versichert, der König dem Landesrabbiner, daß ihm das Wohl der Juden-; gemeinde dauernd am Herzen liege. Bei der Jüdischen Kolonialbank sind eingegangen: i Für das Mikro-Biologische Institut: Per 'Sammelstelle Wien...............Kr. 250.12 Ungar. Zion. Landeskomitee durch Herrn David Kohn, Budapest.............'........„ 56.50 Dr. N. Katzenelsohn, Libau ............Frcs.500.— Durch Herrn A. Dreisin, Totnaschow, Gouv. Petrikau . . Rbl.55.— Für den Bezalel: Per Clarence de Sola, Montreal, from the Zionist Society of Yarmouth N. S. collected by the Federation of Zionist Societies of Canada.................£0.16.4 Bei der Expedition „Die Welt" sind eingegangen: Für die hebräische Mittelschule Taschkernoni in Jaffa: Dr. med. Erlanger, Jerusalem, Gratulationsablösung zu Rosch-Haschonoh Frcs. 5.— . . . .........Ji Für den Bezalel: M. W. Maiblum, Potok als Neder. . . . 4.- 5.— Bei dem Unterzeichneten sind eingegangen: Für den Bezalel: Durch Herrn Treasurer L. Kehlmann von der Bezalel Society of New York $ 350.—...........„ 1465.95 Für das Mikro-Biologische Institut: „Der Talmudbauer" ä Conto............„ 31.95 Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Herrn "Dr. Samuel Rappaport, z. Z. Wiesbaden J. W., Warschau Ji 4.—, Ulrich Mühlmann, Riga 10.—, Max Reinerz, Warschau 10.—, Martin Gottlieb, Lodz 5.—, Frau Rosa Riwlin, Petersburg 5.—, Dr. Majer Klumel, Warschau 5. —, Alexander Barasch, Bialystok 3.—, Abraham Wandel, Bialystok 3.— ....'...„ 45.— Bei dem Unterzeichneten gingen ein durch Herrn Dr. Ch. Hilfstein, Krakau: Nachmann Seelenfreund, Krakau, Mitgliedsbeitrag 1909 Kr. 5.—, Alex Goldwasser, Krakau, Mitgliedsbeitrag 1909 5.—, Bernhard Leinkranner, Podgorfe, Mitgliedsbeitrag 1909 5.—.................Kr. 15.— Der seinerzeit ausgewiesene Beitrag des Herrn Leopold Roos in Langenschwalbach von Ji 30.— ist keine Spende, sondern der Beitrag für das laufende Jahr. Hochachtungsvoll Bertrand Harn bürg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel" Personalnacfenhfchten Jn .&üric4a fand verflosse.iie Woche/die Trauung des Diplomingenieurs Henryk SöTtolow-Warschau, ältesten Sohnes Nahum Sokolows, mit Frl. Dr. phil. Heiene Krynski-Warschau statt. Wir bringen dem jungen Paare unsere herzlichsten Glückwünsche dar. t Briefkasten der Redaktion Dr. Nußbaum: Nein. Klein, Brody: Dankend abgelehnt. Die nächste Nummer erscheint am Mittwoch, den 6. Oktober. Das Oktoberheft der Süddeutschen Monatshefte hat folgenden Inhalt: Hans Thoma gibt in einem Vortrage über Dürer ein künstlerisches und menschliches Glaubensbekenntnis; Stadtschulrat Dr. Kerschensteiner entwickelt neue große Gesichtspunkte für die Mädchenschule der Zukunft; Prof, Josef Hof milier spricht über Nietzsche und seine Schwester; er besitzt — wie es. scheint als einziger — die Kögeischen „Geheimstellen", über deren Existenz oder Nichtexistenz so viel gestritten wurde, in der Niederschrift Kögels und teilt diese.Äußerungen Nietzsches über seine Schwester ''•Mm Aufsatz mit; der; ^taatsrechtier der Universität Marburg, Prof. Schücking, veröffentlicht einen Aufsatz über die Zukunft Österreich-Ungarns, der wohl viel Widei Spruch erfahren wird; der Privatdozent der Augenheilkunde an der Münchener Universität, Dr. Fritz Salzer, behandelt die soziale Hilfstätigkeit bei Blinden; Auguste Supper und Friedrich Freksa sind mit Erzählungen vertreten; Rudolf Alexander Schröder erhebt schwere Anklagen gegen die Kunst Stefan Georges und seines Kreises, Katharina von ßanden enthüllt die an so vielen Bühnen gegebenen deutschen Übersetzungen der Dramen Shaws als das Werk eines der englischen Sprache Unkundigen; der bekannte Dichter Karl Vollmöller, der selbst Luftschiffer ist, behandelt Gegenwart und Zukunft der Luftschiffahrt, wobei er zu überraschenden Resultaten kommt; nicht minder neu sind die Ergebnisse einer Untersuchung Dr. Paul Buschings über die Organisationen der Arbeiter und der Arbeitgeber; der berühmte Polarforscher Prof. v. Drygalski äußert sich über Shackleton, Cook und Peary; zahlreiche aktuelle Notizen vervollständigen den Inhalt des Heftes. _____t______:_____ Aage Madelung, Jagd auf Tiere und Menschen (S. Fischer, Verlag, Berlin.) Geh. 4 M., geb. 5 M. Ein neuer Name, aber von alter Rasse: von der alten, erobernden, kolonisatorischen, germanischen Rasse. Madelungs Vorfahren saßen in Mitteldeutschland; er selbst ist in Schweden geboren, wohnt jetzt in Dänemark und schreibt dänisch. Eine kühle und zarte Seele, ein in allen Übungen gestählter Körper, von der bürgerlichen Enge nie lange zu halten, mit hartem Blick und weichem Gefühl, so schlug er sich in mancherlei Berufen durch die Welt, war .Gutsbesitzer, Kaufmann, Großhändler mit Kohlen und durchzog insbesondere Rußland von einem Ende bis zum andern, sowohl geographisch als sozial. Er sah mit seinem scharfen Blick die russische Revolution und ihre Unterdrückung; eines Tages fing er, von Geschautem und Erfahrenem voll, zu schreiben an. Mit einem Schlage erwies er sich als ein geborener Schriftsteller. Was er, fremd und daheim in Städten und Steppen des großen russischen Reichs, an farbensatten Bildern der Jagd auf Tiere und Menschen schuf, zeugt von einer Kraft der Phantasie, von einer Sicherheit und Modernität der künstlerischen Hand, daß er schon mit seinem ersten Buch in der vordersten Reihe steht, ein Verwandter von Kipling und von seinem halben Landsmann Jensen. Er läßt uns auf die Schlachtfelder des russisch-japanischen Krieges sehen; wir erleben Hinrichtungen von Terroristen und Pogrome; wir folgen ihm, wie er mit seinem Hund auf den öden Heiden von Ingermanland dem Wild nachstellt, und riesenhaft und urtümlich erhebt sich vor uns die Gestalt eines russischen Sklavenherrn von ungebrochener Kraft und Wildheit. Alles in dem Buch ist groß geschaut und groß gestaltet. Palästina reise der Israeliten Abfahrt per Sonderzug und Extraschiff von Budapest am 21. Oktober 1909. Reisedauer 21 Tage. Streng rituelle Verpflegung. Mit Programmen und näheren Auskünften dient bereitwilligst die Ungarische Reiseunternehmung A.-G., Budapest VII, Erzsebetkörut Nr. 12. Anmeldungen werden bis 5. Oktober 1909 angenommen. -jr.jr..* Mi~jr:jrjr_.^ jr.jr-jrjr:.jr_& jt M. W. Maiblum und Frau, PotoK, entbieten allen Freunden und Bekannten ihre herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel. 5® w <^g>^B5s®« Ernestine Kohn o Hersch Aschkenas VERLOBTE Buczacz Chorostkow ,