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Die Welt · 1909-07-16 · 29 (16.7.1909) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
29 (16.7.1909)
Date
1909-07-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
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No. 29 o o o o o o o o o o o o DIEE^E ELT AUS DER BEWEGUNG i 637 o o o o o o o IE 3 o o o o o o Deutschland Breslau: Finanzieller Bericht pro 1908/1009, erstattet von der Leitung der Breslauer Ortsgruppe. I. Ortsgruppe vom 1. Mai 1908 bis 30. Juni 1909 a) Spenden für Nationalfonds, allgemeine.............. 949.86 „ „ Sammelbüchsen........... 710.62 „ „ Selbstbesteuerung......... 87.50 „ „ Materialien........... . . 19.40 1767.38 „ Ölbäume .................... 2250.— „ Palästina-Kulturfonds................ 293.15 „ -Schekel................100.— „ Bezalel (exkl. Mitgliedsbeiträge) .......... 329.50 „ Misrachi-Schule..................160.— „ Parteifonds..................32.10 „ Pflanzungsverein „Palästina"............157.— „ sonstige Palästinazwecke..............106.73 insgesamt 5195.86 Vom 1. Juli 1908 bis 30. Juni 1909 b) Schekel.................... 336.— Landesbeitrag................. . . 227.50 zusammen 563.50 (Die Schekelsammlung ist noch nicht beendet) c) Umsatz in Nationalfonds-Telegrammen........ 72.80 „ „ -Marken, alte........ 24.30 „ neue •....... 52.05 zusammen 149.15 „ Bezalelgegenständen.......... 225.15 „ Büchern, Broschüren, Bildern....... 220.— II. Vereinigung vom 1. Juli 1908 bis 30. Juni 1909 Einnahmen an Mitgliederbeiträgen ........... 868.50 „ Zuwendungen..............170.— 1038.50 In Summa 7362.01 Nach Abzug aus der Vereinskasse bezahlter Spenden, Schekel usw. mit................... 388.60 insgesamt zionistischerseits pro 1908/1909 in Breslau aufgebracht.................. . . 7003.41 Ausgaben der Vereinigung für Propaganda: a) öffentlichen Versammlungen...........119.40 b) Schekelflugblatt................. 84.60 für Nationalfonds-Propaganda ............. 27.85 „ Ölbaum- „ ............. 6.40 „ Bank-Propaganda................. 18.70 „ Spesen durch den Vertrieb der „Jüdischen Rundschau" 21.35 „ Bureauunkosten, Inkasso u. drgl..........138.10 „ Mitgliederversammlungen.............. 77.57 » „ Zuwendungen und einmalige unvorhergesehene Ausgaben 169.26 „ Schekel usw....................311.— Defizit am 1. Juli 1908 .... 33.35 Bestand am 30. Juni 1909 . . . 33.80 Zahl der Mitglieder des Vereins am 30. Juni 1909 . .125 Am 13. Juni 1904 begann die Sammlung für den „Breslauer Ölbaumhain". Bis 30. Juni 1909 waren für ihn 499 Bäume gestiftet. Außerdem begann die Breslauer Ortsgruppe in letzter Zeit mit der Sammlung für den „Benno-Badt-Olivenhain", für den bereits 167 Bäume ausgewiesen wurden. Von den bisher in Deutschland für den Herzlwald gespendeten 6173 Bäumen sind somit von Breslau 666 gesammelt, d. h. mehr als ein Zehntel. Köln. Die von der hiesigen Zionistischen Vereinigung gemeinsam mit dem Herzl-Klub am Samstag den 10. d. M. veranstaltete Gedenkfeier für Theodor Herzl nahm einen würdigen und erhebenden Verlauf. Der große Saal des Hotels Berlin konnte die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste kaum fassen. Die Feier wurde eingeleitet durch einen von Fräulein Paula Löb gesprochenen, äußerst stimmungsvollen Prolog. Hierauf spielte Herr Lehrer Baum in vollendeter Weise einen Trauermarsch auf dem Klavier. Herr Hofopernsänger Leopold Ullmann sang eine Arie aus „Juda-Makkabäus". Herr Rechtsanwalt Dr. M. J. Bodenheim er hielt die Festrede. In dreiviertelstündigen geistvollen Ausführungen gab der Redner ein anziehendes Bild der Persönlichkeit des großen Führers und wußte insbesondere durch Anführung persönlicher Reminiszenzen das Interesse der Anwesenden bis zum Schlüsse zu fesseln. Nach der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Gedenkrede sang zum Schlüsse Herr Ullmann die Arie aus dem „Elias": „Es ist genug." Eine für den Herzlwald veranstaltete Sammlung ergab ein recht gutes Erträgnis. Köln. In der hiesigen „Jüdischen Lesehalle" fand am Sonntag den 11. d. M. eine schlichte Herzlfeier statt. In einem kurzen einleitenden Referat schilderte Herr Nathan Groß die Bedeutung Theodor Herzls für das Judentum. Hieran schloß sich eine Vorlesung aus Herzls zionistischen Werken und philosophischen Erzählungen. Die zahlreich erschienenen Teilnehmer, von denen manche zum erstenmal etwas über Herzl gehört hatten, zeigten sich von der stimmungsvoll verlaufenen Feier sehr befriedigt. Hamburg: Die zionistische Ortsgruppe Hamburg-Altona veranstaltete am Donnerstag, 8. Juli, eine Herzl-Gedenkfeier. Die Feier wurde durch ein Harmoniumvorspiel eingeleitet, und es folgten Gesangsvorträge und Rezitationen Rosenfeldscher Gedichte. Die Gedenkrede hielt Herr Rabbiner Dr. Emil Cohn-Kiel. Er zeigte in meisterhaften Ausführungen, wie sich in Theodor Herzl Charaktereigenschaften, die an sich extreme Gegensätze darstellten, zu einem harmonischen Ganzen verbunden haben, und wie gerade diese Vielseitigkeit und diese Differenziertheit der Veranlagung die Wurzeln seiner Kraft und das Geheimnis seines beispiellosen Erfolges gewesen sind. Die von poetischem Hauche durchwehten und von glühender Beigeisterung getragenen Worte des Redners machte auf alle Zuhörer einen tiefen Eindruck. Mit den Klängen eines Chorals schloß die Feier. Frankfurt a. M. Da im Juli, in der Reisezeit, es schwer fällt, eine größere Versammlung zu veranstalten, haben wir von einer öffentlichen Gedenkfeier anläßlich des Todestages' des Dr. Theodor Herzl, dieses Jahr abgesehen. Wir haben jedoch den Tag nicht vorübergehen lassen, ohne für die von ihm verbreiteten Ideen zu wirken und haben daher aus Mitteln der Ortsgruppe einige Exemplare der vom Jüdischen Verlag in Köln herausgegebenen Prachtausgabe seiner zionistischen Schriften zur Gratisverlosung unter unsern Mitgliedern bestimmt. Auch so hoffen wir zur Verbreitung der Ideen beigetragen zu haben. Selbstverständlich wurde auch für die Ölbaumspenden gewirkt und der Aufruf des Vereins „Ölbaumspende" in einer größern Anzahl von Exemplaren zur Versendung gebracht. Königsberg i. Pr.: Die Königsberger Zionistische Vereinigung veranstaltete am Donnerstag den 8. Juli im Saale der Bürger-Ressource die diesjährige Herzl-Gedenkfeier. Auf das einleitende Klavierpräludium folgte die Gedenkrede. — Zum Schluß wies der Vorsitzende mit warmen Worten auf Ölbaumspende und Herzlwald hin. Das Ergebnis der darauf vorgenommenen Sammlung bildeten 25 Ölbäume. Schweiz Zürich. Eine würdige Herzl-Gedenkfeier veranstaltete die zionistische Ortsgruppe Zürich am Sonntag den 11. Juli im großen Saale des Blauen Seidenhofes. Trotz unfreundlichen Wetters hatte sich ein zahlreiches gutes Publikum eingefunden, welches den Darbietungen mit großem Interesse folgte. Eröffnet wurde die Feier durch eine kurze Ansprache des Präsidenten. Die Gedenkrede hielt Herr Dr. phil. David Strauß. Großer Beifall lohnte den Redner und begeisterten Zionisten. Herr Alfred Guffer trug in formvollendetem

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