Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 13 (1909)
- Issue
- 27 (2.7.1909)
- Date
- 1909-07-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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von der N[ähß dieses Marktes. Nach der Meinung. 4er „Corr,es,pQHdence d^Odenf1 bedürfte . es nur geringer Aristrengiingen seitens Frankreichs, umseinen Anteil an der ßinfuhr ztt vergrößern. Insbesondere könnte französischer Zucker dort abgesetzt -werden; heute wird, =ef/ aus. Österreich und Rußland eingeführt.. Die Kaufleute dieser,beiden Länder verstehen angeblich besonders gut, sich den Wünschen der mazedonischen Klientel anzupassen;' :i Auch Öl für Seifenb^ereittiHg ist ein großer Handelsartikel. Iii der Umgegend Salonikis befinden sich sechs große Seifenfabriken. (Vielleicht; könnte dieses Öl;auj dem Seewege .auch aus Palästina,.seingeführt, werden* Dv;Red.} Jetzt kommen feine Öle hauptsächlich aus Italien und Frankreich. Der britische Kbnsalarbericht über die T Entwicklung der Türkei Ober den Einfluß der Umwälzung in der Türkei auf die Haridels- und Vefkehrsaussichten äußert sich ejhsö sachverständiger Beurteiler wie der englisch« Konsul ) in Konstantin opel in seinem 'soeben erschienenen Konsularberichte für 1-908., wie. folgt,;; j;., . „Eingeborene Kaufleute können nunmehr, frei von einer' Stadt zur andern reisen, und können einen Paß für Europa durch einfaches Nachsuchen darum erhalten. Die im Zollamte vordem bestehende In> quisition. h&stejit nicjjt. länger.- E§,ist ein. aufrichtiges Verlangen. nach Besserung der Verwaltung, Erschließen der Hilfsquellen des Landes und Benutzung der technischen Kenntnisse des Auslandes zu diesen! Zwecke;; es herrscht voUkoinmene Preßfreiheit' und mehr als 100 aejie: Tageszeitungen..werden jejtzt $i der-Hauptstadt vheraüsgiegeb^n und finden zu.Peiice, ,(ca.-,5,}pf.), .jpq Stuck' bereitwillig,Käufen Dieser wundervolle Umschwung ' wird eine Erschließung ' der natürlichen Hilfsquellen der TörRei mit sich bringen' und die Nachfrage nach fremden Waren und die Möglichkeiten für fremdes Kapital vermehren.;;> . - .....<■? .. v. ■ .. Was.;dle Aussichten der- "ökonomischen Entwicklung, der Türkei unter der neueri könstitutionelien RegierungsfÖrm "anbetrifft, so ist es hoch' zu'früh, eine Vorhersage -zu Versuchend Es sind "immense Möglichkelten in der 'natürlichen . Fruchtbarkeit des: Bodens und wahrscheinlich auch in dem - Mineralreichtum des, Landes enthalten. .., ,Indessen/sind große Schwierigkeiten zu überwinden infolge des Mangels an Verkehrsmitteln, der Unwissenheit; Armut und Teilnahmslosigkeitder Bevölkerung1 und der noch ungeklärten politischen Lage des Landes. .:■'■' ■> - ••>;• - Viel Zeit;und geduldige Arbeit wird d^azu;gehören, u^rn diesen Schwierigkeiten Herr: zu wenden, und es jst^aom anzunehmen, daß eine Wsqndefs/''''schnelle.^'Entwicklung' fioch' unter dieser Generation erfolgen 'wird/'; r ' .; •■.<:■)..:> ' . f□□□□□□ v. . — FEUILLETON □□oaad 3 AUF DEN HÖHEN BERGEN Skizze von Abraham Reisen Das Städtchen lag in einem Tale. Die sechs Qassen Ernste die hohen genannt, weil die Juden des Städtchens mit dem Marktplatz und dem Schulhof, die das Städtchen nie in ihrem . Leben höhere gesehen hatten, und eben besaß, blieben mehr als ein halbes Jahr über- und über deshalb spielte diese Gegend, die in der nächsten Nähe, mit Kot bedeckt. Die Einwohner des Städtchens hatten fast hart am der Stadt lag, eine bedeutende Rolle im sich so an den Kot gewöhnt, daß sie sich's gar nicht Leben der Einwohner des Tales. Hatten,^ie doch ihre anders denken konnten. Im Gegenteil, zur Sommers- Freud? dran, daß. der Herrgott ihr Städtchen zeit, während der großen Hitze, wenn die Sonne den Kot vergessen hatte und es mit einem schönen grünen doch zu überwinden pflegte, und es trocken wurde, da- Platze und einem Berge'bedachte, pflegten sich viele gleichsam zu wundern, und einer- Auf welche Weise die Berge hierher geraten waren, sagte zum andern: wüßte niemand-zu sagen?; es war auch wirklich ein „Was sagen Sie doch dazu, wie trocken es ist..." Wunder: die ganze Gegend w;eit und.breit hatte kein Doch, es war schwer zu erkennen, obt sie damit Gebirge.■-Alte Mute pflegten zu erzählen,' die Berge zufrieden waren oder nicht, .jedenfalls waren sie , die seien gemacht worden. Als Napoleon mit seinem Heere Trockenheit nicht gewohnt, und . an .den trockenen das Städtchen-passierte, da machte man diese Berge, Tagen pflegten sie sich so unbehaglich ..zu fühlen, als indem man die Erde ringsherum ausgrub, wie es ja hätten sie sich in einen fremden Ort verirrt, und jedem üblich;ist .im Krieg... -Doch, wurde dieser Erzählung einzelnen schien es, als ob ihm etwas fehle. Doch nur wenig Glauben geschenkt, Wen geht aber schließlich lange hielt die Trockenheit selbst im hohen Sommer die Geschichte dieser Berge etwas an! Sie sind da, — nicht an. Ein schwacher Regen genügte, um den Boden......sehr willkommen. Wenn das Städtchen doch noch etwas des Tales aufzuweichen und ihn aufs neue, in Kot zu Schönes besitzen möchte, z. B. einen Bach! Ein Bach verwandeln; und das /StiSdtehen -biekäfH^ wieder s&C: jfefilteBtp l^ft&fche*^--iin^Cd^V^&^tch^n bauchte «inen natürliches Gepräge. , , , ,-,,. ßach^p^ ^^ßri^ die armen Weiber hatten ihre Unweit vom Städtchen befand* /sich/abSr täadtu ein;11liefet viN(it i'SMi^efi,Wäsche. Aber wenn ihnen der Platz, der stets trocken war, und nicht nur trocken, Herrgott keinen Bach gegeben hatte, soll sondern auch grün, und nicht grün alleinv welcher Uni- Berge haben; ist doch imhierhin besser als gar nichts ... stand noch nicht genügt hätte, um die Aufmerksamkeit : Und wie; liebten die Einwohner des Städtchens der städtischen Juden auf den Platz zu lenken, — der ihre Berge. Wenn der liebe Sommer iris Land kam Platz besaß auch Berge, welche „die hohen Berge" und dies Talmüdkundigen den "Samstagn^Cfeniittag "dazu genannt wurden. .; , benutzt^., ,um .im Bpthaiis^ zu'' lernen,, während die alten Wer die Juden vom Städtchen verdächtigen wollte* Leute ein Schläfchen machten, pflegten die Handwerker, daß sie die hohen Berge nur scherzweise so benatfht die jungen Leute- und die, Kinder, insbesondere diese, hätten, während diese in Wirklichkeit gar nicht hoch scharenweise' den Bergen zuzuströmen. :' gewesen seien, würde sich gewaltig irren. Die Berge, Solide, ernste junge Leute kriechen hinauf, legen waren tatsächlich nicht hoch; um sie zu besteigen, hatte sich breit hin wie geborene Bergleute, schauen hinab man weder Führer noch Begleiter, nötig, der höchste aüf die bunte - Menge! unten und fühlen sich so selbstvon allen war ungefähr von der Höhe eines Hauses;im bewüßt' ürid erhaben . . . Manchem fällt das Steigen Städtchen, — und doch wurden die Berge -ganz. im sgjjwe'^