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Die Welt · 1909-02-19 · 8 (19.2.1909) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
13 (1909)
Issue
8 (19.2.1909)
Date
1909-02-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Das Blatt weist dann mit Recht darauf hin, daß es natürlich notwendig ist, sich über die Garantien der einzelnen Unternehmungen klar zu werden, ehe man ihren Wert abschätzt. Zu diesem Zwecke beschäftigt es sich des nähern mit den Verhältnissen der einzelnen Bahnen. Von seinen Untersuchungen interessieren uns am meisten die über die Bahn Damaskus-Hamah, die wir darum nachstehend folgen lassen. „Die „Societ6 du Chemin de fer de Damas-Hamah et Prolongements" (Gesellschaft für die Eisenbahn Damaskus-Hamah und Verlängerungslinien) wurde im Jahre 1891 gegründet zum Zwecke des Baus und Betriebs der beiden Linien Beirut-Damaskus und Damaskus-Hauran in einer Länge von 250 Kilometer. Zu diesem Zwecke gab sie 120 000 3%ige Obligationen von fr. 500 heraus. Der Anleihedienst, der keinerlei staatliche Garantie, genoß, wurde bis zum Jahre 1900 regelmäßig geübt. Zu dieser Zeit stand die Gesellschaft vor der Unmöglichkeit, die regelmäßigen Zinsenzu bezahlen und wurde in gerichtliche Liquidation erklärt Im folgenden Jahre schloß die Gesellschaft mit ihren Gläubigern einen Vergleich, wonach diese auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichteten, während die andere Hälfte im Laufe von 50 Jahren abgetragen werden sollte. Außerdem hatten die Gläubiger das Recht, gegen ihre Forderungen Obligationen mit variablem Zinsfuß zu beziehen. Das Abkommen ermächtigte die Gesellschaft außerdem zur Ausgabe von 90 000 4°'oigen Vorzugsobligationen für die Erbauung der Linie Räyak-Hamah, für die sie im Jahre 1900 von der türkischen Regierung die Konzession erhalten hatte. Für diese Linie hat die türkische Regierung die Garantie für einen Rohertrag von fr. 15 000 pro Kilometer und Jahr übernommen. Die Auszahlung dieser Garantie erfolgt durch die Verwaltung der Dette Ottomane. Schließlich hat die Gesellschaft im Jahre 1905 85 000 4°/oige Obligationen für die Erlangung der Linie .Hamah-Aleppo erhalten. Diese Linie genießt eine Garantie von fr. 13 600 pro Jahr und Kilometer'. Die Obligationen rangieren nach den Vorzugsobligationen, aber vor denen der ersten Ausgabe. Nach dem Wortlaut der Vereinbarung fällt der Reinertrag nach Befriedigung* der 40/üigen Obligationen zu 90"/o an die Obligationen der eisten Ausgabe und zu 10°/o an die Aktionäre der Gesellschaft. Jn den letzten fünf Jahren regelte sich die Verteilung wie folgt: Jahr 1903 1904 1905 1906 1907 Peinertrag Dienst d. 4"/qig (einschl. der Obligationen u, Regierungsverschiedene Überschuß des Reinertrags Verteilung des .Überschusses an die Oblig. garantie) Spesen ™iieriragö j Ausgabe (In Tausend Francs.) 3723 2.418 1.305 1.116 4005 2.427 1.578 1.349 3888 2.281 1.607 1.373 4804 3.140 1.664 1.423 5426 3.731 1.695 1.479 an die Aktionäre 124 150 153 158 164 Man sieht, daß dank der Verkehrssteigerung einzelner Linien und der für andere Linien gezahlten Garantie der türkischen Regierung der Überschuß des Reinertrags, der den Inhabern der Obligationen erster Ausgabe und den Aktionären zufließt, seit 1903 beständig gewachsen ist. Die Steigerung hat das Erträgnis der Obligationen erster Ausgabe von fr. 11—. im Jahre 1903 auf fr. 14.54 im Jahre 1907 gehoben und die Dividende der Aktien im selben Zeitraum von fr. 4.— auf fr. 5.35. Es scheint demnach, daß die Obligationen erster Ausgabe der Gesellschaft Damaskus- Hamah als sehr sichere Papiere zu bezeichnen sind. Schon eine ganz geringfügige Steigerung der Einnahmen würde genügen, um den vollen ursprünglichen Zinsfuß dieser Obligationen zahlen zu können. Was die 4°/nigen Vorzugsobligatiorien und die 47oigen Obligationen von 1905 anbetrifft, so sind sie gleichermaßen gut garantierte Papiere, da ihr Zinsendienst weniger als 707° der Reineinnahmen erfordert." PARTEIFONDS Beim Zionistischen Zentralbureau, Köln, eingegangen: Faginea, Export Akt.-Ges. Fiume für erwiesene Gefälligkeit des Herrn Direktors Levontin Kr. 300.- Beim Jewish Colonial Trust, London, eingegangen: Sammlung des Herrn Jean Fischer, Antwerpen: J. Eibenschütz, S. Goldmann ä Frcs. 20.—, Montiar, Moise Salti, A. Goldstein ä 10.--, M. Gutwirth, Perlman ä 6.—, D. Kleinbart, E. Horowitz ä 5.—, zus. . ... . . .Frcs.92,- Sammlung der Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Kroatien, Slavonien und Bosnien in Esscg .... Kr. 34.— Sammlung der Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds in Wien: " Verein Zion, Kossow (zweite .Sendling) . .......-„ 18.06 Sammlung der South African Zionist Federation, Johannesburg: Prieska C. C. Zionist Association £ 6.10.6, Buleweyo Chovevi Zion Societ £ 30.0,0 ........zus. £ 36.106. Insgesamt Ji 1118.12. Bei der Administration der „Welt" in Köln sind folgende Spenden eingegangen: Für den Bezalel: Rzeszow: Dr. J. Krängel und Dr. Abraham Freilich je " Kr. 5.—, Mitgliedsbeitrag für das laufende Jahr Kf.. 10.— JL 8.50 Bei der Jüdischen Kolonialbank in London sind eingegangen: Für den Bezalel: Pr. S. Aronstamm, Paris, von Herrn Cahn in Nancy . . Frcs. 5.— Für die misrachistische Mittelschule in Palästina: Durch Herrn Max Wollsteiner, Berlin......: . . JC 143.80 Für die russisch=jüdischen Waisenkinder: Durch South African Zionist Federation, Johannesburg, von Port Elizabeth Bnei Zion Association ...... £ 3.0.0 Briefkasten Ein feuriger Zionist: Wollen Sie uns Ihre Adresse angeben. Ivria, Wien, und vielen Einsendern: Berichte, die ausschließlich die Ergebnisse der Vorstandswahlen enthalten, können wir nicht aufnehmen. Einen wirklichen Ersatz tür die in den letzten Jahren unerschwinglich teuer gewordene Kuhbutter stellt das neue Produkt der bekannten Produzenten von Palmin, der Herren H. Schlinck & Co., Mannheim, die Pflanzenbutter-Margarine „Pahnona" dar. Palniona enthält keinerlei tierische Fette, auch keine Milch, sondern nur reine Pflanzenfette, kann also ohne Bedenken sowohl zu Fleischals auch Milchspeisen verwendet werden. Dabei ist Palmona von einer absoluten Reinheit . des Geschmacks und erfreut sich deshalb gerade in der feinen Küche bereits gro!3er Beliebtheit; Es wird nicht lange Zeit vergehen, bis sie in jeder jüdischen Haushaltung zu finden sein wird. Palmona wird unter der streng rituellen Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Rabbiner Dr. Kohn in Ansbach hergestellt. Schreibmaschine Neues Modell ' mit sichtbarer Schrift soeben erschienen. The Yost Typewriter Co. Ltd. 50, Holborn Viaduct, London E. C. und überall.

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