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Die Welt · 1907-11-22 · 47 (22.11.1907) · page 9

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
47 (22.11.1907)
Date
1907-11-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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denn die meisten der dort wohnenden Juden haben sich als Zionisten erklärt. . Nürnberg-Fürth: Am Samstag den 9. Novbr, 1907 hielt die hiesige Ortsgruppe eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Stellungnahme zur Misrachi; 2. Parteisteuer; 3. Propagandakommission. Der Referent des Abends, Herr Dr. Bamberger, begann mit der Besprechung des 1. Punktes der Tagesordnung, indem er die Entstehung des Misrachismus zur Zeit des I. Kongresses schilderte und wie trotz der damaligen Gegenströmungen der Misrachismus heute ganz bedeutende Formen angenommen hat. Der Referent setzte dann auseinander, wie sich die entstehende misrachistische Förderation zur Landeszentrale, Ortsgruppe etc. zu verhalten habe. In der darauffolgenden Diskussion wurde einstimmig die Erklärung angenommen, daß für die Misrachisten kein Anlaß vorhanden sei, aus der Ortsgruppe auszutreten. Betreffs der Parteisteuer wurden die Mitglieder aufgefordert, den Beschluß des Kongresses zur Erhebung einer Parteisteuer durchzuführen und dafür eifrigst einzutreten. Eine gleichzeitig zirkulierende Liste ergab von den anwesenden Mitgliedern das Ergebnis von ca.Mk. 130.—. Zum letzten Punkte der Tagesordnung wurden verschiedene Anträge gestellt, betr. die Gründung eines Frauenbunds und die Veranstaltung von Diskussionsabenden, worin Vorgänge aus der jüdischen Welt besprochen werden sollen. Dresden: Am Montag den 12. November hielten wir unsere erste öffentliche Versammlung in diesem Winter ab, in der Herr Lazarus Barth aus Berlin über: „Was hat der Zionismus bis jetzt erreicht" sprach. Herr Barth, der auf dem Haager Kongresse den Wahlkreis Halberstadt-Chemnitz-Dresden vertrat, gab einen anschaulichen Bericht über diesen und besprach eingehend unser Gegenwartsprogramm. Die überaus interessanten Ausführungen des Redners fanden viel Beifall. Am Schluß der Versammlung meldeten mehrere Personen ihren Beitritt an. Unsere nächste große Veranstaltung ist die Makkabäerfeier am 3. Dezember. Leipzig: Am 31. Oktober veranstaltete die Ortsgruppe Leipzig ein Fest zugunsten der hiesigen Zionistischen Lesehalle, das einen guten materiellen Erfolg brachte. — Am 12. November hielt hier Dr. Schern arj ah u Lew in einen begeisterten und begeisternden Vortrag über „Jüdische KuHurun*d Erziehungsfragen in Palästina". Frankfurt a. M.: Das Bureau des Misrachi für Westeuropa gibt die vorläufige Liste der Vertrauensmänner in Deutschland bekannt. Gesinnungsgenossen werden gebeten, sich mit dem ihnen örtlich am nächsten wohnenden Vertrauensmann zum Zwecke .gemeinsamer Arbeit, insbesondere zum Zwecke der Schekelsammlung für die erstrebte Misrachi-Föderation, in Verbindung zu setzen. Berlin W.: Herr Hermann Struck, Brückenallee 33; Beuthen 0. S.: Herr Kantor W. A. Loeb; Breslau VI: Herr Max Kober; Dessau: Herr Kantor Weil; Frankfurt: Herr Saly Geis, Vilbeler Str. 4,6; Fulda: Herr Mendel Wertheim; Friedberg i. H.: Herr Lehrer Ehrmann; Hamburg-Altona: Herr Dr. Ludwig Franck, Altona, Blücherstr.; Heidelberg: Herr Dr. Jonas Simon; Kattowitz: Herr V. Wiener; Kiel: Herr cand. jur. Jakob Möller, Christianistr. 14; Leipzig: Herr Julius Ascher i. Fa. H. Lehmann, Promenadestr. 13; Lübeck: Herr Hugo Rotschild, obere Johannstr.; Manheim: Herr Otto Simon, C. VII. 11; Nürnberg-Fürth: Herr Dr. 1s. Bamberger, Nürnberg, Essen weinstr.; Straßburg: Herr Emil Bickhardt, Steinring 12; Stuttgart: Herr Emanuel Kaufmann. Gesinnungsgenossen, die bereit sind, das Amt des Vertrauensmannes in solchen Städten zu übernehmen, wo der Misrachi noch keine Vertretung besitzt, werden gebeten, sich mit dem Vertrauensmann von Frankfurt in Verbindung zu setzen. Die außerdeutschen Vertrauensmänner werden demnächst bekannt gegeben. Österreich Stryj: Am 22. Oktober 1907 fand die Generalversammlung des neugegründeten Vereins jüdischer Hochschuler „Emunah" in Stryj statt. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren: Dr. M. Schiff; J. Moldauer, cand. iuris; D. Eckstein, cand. iuris; M. Körner, cand. iuris; M. Rothbaum, cand. iuris; J. Becher, cand. iuris. Bei der am 9. d. M. stattgehabten jährlichen Generalversammlung des Vereins „Tikwat Zion" wurde, nach beifälliger Aufnahme des Tätigkeits- und Rechenschaftsberichtes, der alte Ausschuß jnit großer Majorität wiedergewählt. Kaaden: Zwecks Gründung eines zionistischen Volksvereins veranstalteten die jungen Zionisten Kaadens am 9. d. M. einen jüdischen Festabend, der in jeder Hinsicht als ein vollkommen gelungener bezeichnet werden darf. Nachdem Herr Fabrikant Max Kaufmann die erschienenen Gäste, es waren dies: die Delegierten der jüdisch-akademischen Verbindung „Barissia", des jüdischakademischen Klubs „Karlsbad", des Vereins der jüdischnationalen Hochschüler „Bar-Kochba", des Einzelvereins „Zion", Karlsbad, des „Theodor Herzl"-Vereins Komotau, des jüdischen „Volksvereins" Teplitz und der zionistischen Mittelschüler aus Karlsbad, Komotau, Brüx und Teplitz, herzlichst begrüßt hatte, erteilte er Herrn Fabrikanten Ernst Bechert aus Teplitz, der in liebenswürdigerweise den Agitationsvortrag für diesen Abend übernommen hatte, das Wort. Herr Bechert, der die „Jüdische Renaissance" zum Thema gewählt hatte, machte durch seine meisterhafte und instruktive Rede auf die aufmerksamen Zuhörer einen gewaltigen Eindruck, der sich am besten dadurch dokumentierte, daß sich allsogleich nach Beendigung der an die Rede anschließenden Debatte 32 Mitglieder für den zu gründenden Volksverein anmeldeten. Als zweite Programmnummer folgten Liedervorträge des Frl. Else Ritter aus Komotau und Rezitationen des Herrn Phil. Heinr. Wi dt mann aus Prag. Graz: Bei der Generalversammlung am Samstag den 2. d. wurden die Herren Julius Grüner, Karl Preis, stud. med. Julius Schwarz, Dr. Siegm. Weiß gewählt. Es wurde beschlossen, Dienstag den 3. Dezember d. J. im Festsaale des Kaufmannshauses eine Makkabäerfeier unter freundlicher Mitwirkung des jüdisch-akademischen Vereins „Charitas" und des jüdischen Turnvereins Graz zu veranstalten. Lemberg: Am 9. November 1. J., hielt der Verein „Tikwath Zion" seine jährliche Generalversammlung ab. Aus dem Berichte, den der Obmann H. B. Jahr erstattete, ist zu entnehmen, daß der Verein während der Rechenschaftsperiode sehr viel geleistet hat. Es wurden u. a. mehrere Vorträge abgehalten, und Filial- Vereine in verschiedenen Städten Galiziens errichtet. Die Gründung eines hebräischen Klubs „Ibria" sowie einer hebräischen Schule für die Jugend verdienen besonders hervorgehoben zu werden. Bei den dann erfolgten Wahlen wurden die Herren B. Jahr zum Präsidenten, J. Losch und J. Aschkenasy zu Vizepräsidenten, J. Kahane und J. Perlberger zu Schriftführern, sowie H. S. Jawitz zum Sekretär gewählt. Iglau: Der Jüdische Volksverein „Theodor Herzl" für Iglau und Umgegend hielt am 10. November im Brauhaussaale eine öffentliche Vereinsversammlung ab. Der Vereinspräsident, Herr

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