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Die Welt · 1907-11-01 · 44 (1.11.1907) · page 7

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
44 (1.11.1907)
Date
1907-11-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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No. 44 -= DIB] 10. Ziehet wieder hin zu ihnen und sprechet also: 11. Wenn ihr wollt, daß der Führer, den ihr euch habt erwählet, euch führe hinauf in das Land der Freiheit, in das Land, das Gott, euer Gott und der Gott eurer Väter, euch zugeschworen, so müsset ihr hergeben reichlich und in Fülle von dem Segen, mit dem Gott, der Herr, gesegnet jdas Werk eurer Hände, auf daß damit vollführet werde sein Wille. 12. Dann wird Gott, der Herr, wenn er sehen wird, daß ernst ist euer Wollen und ernst euer Tun, dann wird er-euch beistehen und euch helfen, daß ihr kommet in das Land eurer Freiheit. 13. Und sie zogen hin, zurück in die Länder, darinnen sie wohnten. 14. Und sie sagten dem Volke, was der erwählte Fürst ihres Bundes sie geheißen. 15. Da sie aber selbst nicht taten, wie er gesprochen zu ihnen, da sie selbst nicht gaben von der Fülle, mit der Gott, der Herr, gesegnet das Werk ihrer Hände, so glaubte das Volk nicht, daß ernst sei ihr Wollen. 16. Und die Knechtschaft lastete weiter auf ihnen, drückend und schwer in einigen von den Ländern, da sie wohnten. 17. Ihre Augen aber waren blind in all den Ländern, darinnen sie saßen, und sie sahen nicht die Not, die lastete auf ihnen. 18. Denn sie aßen und sie tranken und sie hatten schöne Kleider und Gold und Silber und Perlen und Diamanten. 19. Und sie sahen nur dieses und nicht, daß sie ein Gespött waren in den Augen der andern Völker, die da lebten in Freiheit und saßen in den Ländern, die ihnen gehörten von Anbeginn an. cap. XXII 1. Und wieder zogen hinauf die Erwählten des Bundes aus allen vier Enden der Erde, zu beraten, wie sie heraufführen könnten das Volk aus der Knechtschaft, die es selbst nicht wollte sehen. 2. Wie sie das Volk sehend machen könnten seine Schande und sie von ihm nehmen. 3. Und vor sie hin trat der erwählte Fürst ihres Bundes und sprach zu ihnen und sagte ihnen, was geschehen sei in den Jahren, da sie zuletzt sich versammelt. 4. Nachdem er zu reden aufgehört, sprächen die andern: Zu wenig ist es, was du getan. 5. So redeten sie alle, ein jederin seinerWeise, zweiTage hindurch. 6. Als die Sonne sich aber neigte gen Westen am zweiten Tage und vor sie wiederum treten sollte der erwählte Fürst ihres Bundes, um zu antworten auf ihre Reden. 7. Da erschien vor ihnen, der sie einst aufgewecket aus dem Schlafe, der auch auf ihnen hatte gelastet, der von ihnen hatte genommen die Blindheit, die noch war bei den andern, und sie sehend gemacht. 8. Und sie alle erschraken gar sehr, denn Trauer, tiefe Trauer bedeckte sein Antlitz, das sie alle noch kannten aus den Tagen, da er noch weilte unter ihnen, ein Lebender unter den Lebenden. 9. Und sie hörten seine Stimme, die sie alle noch kannten aus den Zeiten, da sie ihr so gerne gelauscht. 10. Es war eine tiefe, tiefe Stille, da sie hörten ihn sprechen also: 11. Wehe, wehe, daß ihr mich so konntet vergessen. 12. Gott, der Herr, hat euch erkennen lassen den Weg, den ihr wandeln sollt, so ihr kommen wollt in das Land, das er zubeschwören euren Vätern. EELT — — 7 13. Was aber habt ihr getan, daß es werde zum Lande eurer Kinder? 14. Worte habet ihr gesprochen gar viele. 15. Ihr habt gezürnt denen, die nicht hören wollten auf die Worte eures Mundes. 16. Wie aber sollten sie hören auf euch, da sie sahen, daß es nur waren Worte eures Mundes? 17. Daß eure Hände nicht taten, was kündeten eure Lippen. 18. Wohl hörte ich euch sagen: Wohlan, lasset uns nacheifern ihm, der uns den Weg gewiesen, den wir wandeln sollen. 19. Nicht aber war ich euch ein Vorbild. 20. Ich höre euch sprechen: So hätte er getan, lebete er noch, und die andern: Nein, anders wäre sein Tun gewesen. 21. Aber was ich tat, sähet ihr und sähet es nicht. 22. Ihr sähet es, denn ihr rühmtet es. 23. Aber da ihr es rühmtet, da schon verließet ihr die Lehre, die ich euch gelehrt. 24. Nicht daß ihr es rühmet, tat ich, was ich tat, nur daß ihr mir nacheiferet. 25. Ihr gäbet nicht von eurer Fülle, daß geschehe das Werk, das ihr wollet. 26. Ihr fröhntet euren Lüsten und darbtet nicht in euren Palästen. 27. Wohl segnete Gott, der Herr, das Werk eurer Hände. 28. Ihr aber gäbet nicht ab von dem Segen, mit dem ihr gesegnet wurdet zum Wohle eures Volkes. 29. Wohl sähet ihr die Schande des Volkes und die Knechtschaft, aber ihr wäret wie die andern, die sie nicht sahen und erkannten. 30. Werfet ab euren Prunk, leget ab euren Putz, so ihr nicht herbeigeführt die Zeit eures Schmückens. 31. Heil dem Volke Judas, wenn ihr hörtet auf die Stimme der Mahnung. 32. Ihr könnet es, so ihr nur ernstlich wollet. 33. Lasset sprechen die andern, daß ihr Märchen ersinnet. 34. Wenn ihr wollet, so ist es kein Märchen. 35. So also hörten sie allesamt die Stimme und sie erschauerten. cap. XXIII 1. Und es geschah nach diesen Begebenheiten, als heimzogen die Auserwählten des Bundes, und sie berichteten, was ihre Augen gesehen und ihre Ohren gehört. 2. Da gaben die Auserwählten des Bundes, und es gaben die andern alle, die Sohne und die Töchter des Volkes, die gebildet hatten den Bund. 3. Ein jeglicher gab nach seinem Vermögen. 4. Die solches taten, wurden eingezeichnet in ein ehernes Buch zu dauerndem Gedenken. 5. Keinem aber war es ein Opfer, darzubringen von dem Seinen, damit getan werde die Arbeit, die große. 6. Und auch nachdem es geschehen war, gereute es keinen, und keiner auch darbte um deswillen," was er getan. 7. Als aber alles dieses ward gesehen, fing an zu erkennen seine Knechtschaft das ganze Haus Juda. 8. Und die Söhne des Bundes wurden zum Vorbild dem ganzen Volke Israel. (Nach dem hebräischen Manuskript des ben-Elia.) DIE DUMA DER ECHTEN (Humoreske) Die Ernte war glänzend. Wie es gekommen ist, weiß man nicht genau. Aber daß es gelungen ist, eine loyale Duma zusammenuikriegen, ist eine Tatsache. Ich wiederhole, — es war ein gesegnetes Jahr: die Monopol- Einnahmen vom Spiritusverkauf überstiegen sämtliche Ausgaben. Zwar wurde das gelöste Geld von Abordnungen der S. D., P. P. S.» S. R. und allen möglichen Initialen-Kombinationen in Beschlag genommen, aber das ändert an der Sache nichts. Auch die Einkünfte von den Eisenbahnen waren beträchtlich gestiegen, — Beweis: die häufigen Überfälle. Rußland ist um neue Ländereien reicher 2*

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