Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 11 (1907)
- Issue
- 43 (25.10.1907)
- Date
- 1907-10-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 43 ÖlE^El ELT LS Statistik der Schekeleingänge Die „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" veröffentlicht folgende nach den offiziellen Berichten zusammengestellte Statistik über die Schekeleingänge für das Jahr 5666 (1906) für das Jahr 5667 (1907) (Kongreßjahr) Land gesammelte Schekel M. Pf. davon an das Zentralbureau abgeführt M. Pf. gesammelte Schekel M. Pf. davon an das Zentralbureau abgeführt M.! Pf. An dorn CUwimtbetmgo der ►Sfhekeleiii.ürnn^e <les Ivongrolijahres waren die iiebeubezeichneteii Länder pvozentualiter beteiligt Auf jo 100 jti<b'sebe Kinwolmer des nebenbe/eichiu!t(3ii Landes entfallt im Kon^reßjahro an Schokclpreldeni ein Betrag von . . . M. Rußland.......... Vereinigte Staaten von Nordamerika...... England.......... Österreich......... Deutschland....... . Rumänien......... Südafrika......... Kanada.......... Argentinien........ Schweiz.......... Italien........... Holland.......... Belgien.......... Skandinavien....... f 'rankreich......... Bulgarien......... Jngarn.......... Palästina.......... Kroatien.......... Serbien . . . ,...... Diverse.......... insgesamt......... 20 194 11 422 8 307 5 719 5 308 4 266 3 977 2 104 983 725 632 500 439 373 359 325 255 1 401 51 2 780 5 354 4 067 2612 4441 2^45 1 988 2 104 983 725 632 500 439 302 359 325 255 1 361 60 34 50 ( 65 60 30 52 80 65 50 55 30 45 57 35 20 21 28 275 13 646 7 097 11 486 5 959 4 908 6 755 2 095 365 829 672 692 676 178 507 323 1 190 1 214 391 204 604 13 325 35 12 164 7 097 4 128 5 059 2 400 5 261 2 095 365 829 672 692 676 178 438 323 190 707 294 204 604 1 32,10 15,50 8,05 13,04 6,76 5,57 7,67 2,38 1,42 0,94 0,76 0.79 0,77 0,20 0,58 0,37 1,35 1,38 0,45 0,23 0,69 0,55 0,96 3,01 0,94 0,99 1,82 13,80 12,70 1,62 6,61 1,84 0,665 4,51 2,33 0,51 1,04 0,14 1,53 1,96 3.56 67 295 37 32 380 i 09 88 077 72 58 711 49 100,0 0,80 Die Zahl der eingegangenen Schekel hat im Kongreßjahr! 00 263 betragen. Es hat sich somit die Zahl der schekelzahlenden Monisten gegen das Jahr des VII. Kongresses, in welchem man 60 000 Schekelzahler zählte, sehr erheblich vermindert. Dieser Rückgang ist nur auf Rußland wo infolge der Pogrome und Revolution die Schekelsammlungen und Spenden für zionistische Zwecke tark nachgelassen haben, zurückzuführen. Die absolute Zahl der gesammelten Schekel ist noch immer in Rußland am höchsten 28 275 Mk.), es hat jedoch nur um 1160 Mk. mehr an das Zentralnireau abgeführt als die Vereinigten Staaten. Nur Österreich hat erhältnismäßig noch mehr als Rußland von Schekeleingängen zur Deckung der Bedürfnisse der Landesorganisation zurückgehalten. Prozentuell am meisten ist an dem Gesamtertrage der Schekel- Telder Rußland beteiligt; mit 32,10 °/<>, sodann folgen die Vereinigten Staaten mit 15,50, Österreich mit 13,04, England mit 8,05, Südafrika mit 7,67, Deutschland mit 6,75 und Rumänien mit 5,57 ° o, vie aus der Tabelle hervorgeht. Im Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung der betreffenden Länder teuert am meisten zu den Einnahmen aus Schekelgeldern Südafrika -ei, wo an Schekelgeld etwa 14 Pfennige auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung entfallen, und Kanada mit etwa 13 Pf. Durch ziemlich hohe Beträge ragen noch hervor: die Schweiz mit 6,6 Belgien „ 4,5 Serbien „ 3,5 England „ 3 Pfennigen pro Kopf ihrer jüdischen Bevölkerung. In Deutschland, den Verinigten Staaten und Österreich trägt durchschnittlich jeder Jude ohne Unterschied des Alters und Geschlechtes) etwa 1 Pfg. zur Schekelsumme bei, dagegen in Rußland nur einen halben Pfennig. An letzter Stelle steht Ungarn (mit 0,1 pro Kopf), wo tatsächlich der Zionismus am wenigsten verbreitet ist. Wenn auch diese Relativzahlen schon deshalb nicht als ganz vollständig zu betrachten sind, weil die jüdische Bevölkerung vieler Länder nur nach Schätzungen bekannt ist, so geben sie doch immerhin ein ungefähres Bild der Ausdehnung der zionistischen Partei in der ganzen Welt. Die Zahl der schekelbeitragenden Zionisten versuchen wir aus den Schekeleingängen nicht zu berechnen, weii bei der Umrechnung der deutschen in die verschiedenen Landeswährungen gewisse Differenzen sich ergeben würden und weil häufig wohlhabendere Zionisten einen höheren als den normalen Schekelbeitrag leisten, wodurch die Summe der Schekelgelder die Zahl der Schekelzahler übersteigt. Dieser Umstand mag zum großen Teile die bedeutende Differenz zwischen Rußland und Österreich einerseits und beispielsweise England anderseits in bezug auf die Höhe der Schekeleingänge erklären, jedoch ist auch in der Tat nicht zu leugnen, daß in einigen Ländern, in denen die Juden in günstiger politischer und wirtschaftlicher Lage sich befinden, die zionistische Partei verhältnismäßig mehr schekelzahlende Anhänger hat als in Galizien und Rußland (Rumänien weist viel mehr Schekelzahler auf als diese beiden Länder). Schließlich ist auch nicht zu vergessen, daß die Art, wie die Schekel eingezogen werden, die in vielen westlichen Ländern bedeutend besser organisiert ist als in den osteuropäischen, auf die Höhe der Eingänge von wesentlichem Einfluß ist. Die Prozentualzahlen sind nur für das Kongreßjahr berechnet, weil in den kongreßlosen Jahren in einigen Ländern eine Schekelzahl eingeht, die ganz bedeutend hinter der Zahl der organisierten Zionisten zurückbleibt.