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Die Welt · 1907-10-04 · 40 (4.10.1907) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
40 (4.10.1907)
Date
1907-10-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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No. 40 DIE^t ELT 15 Institutionen, a) Bezalel, b) andere Kultureinrichtungen. 4. Der Weltbund der Poale Zion. 5. Die Gründung eines nationalen Arbeiterbundes in Amerika. 6. Die sozialistische Tätigkeit in Amerika. 7. Die Tätigkeit der Trade Unions. 8. Die poale-zionistische Tätigkeit in der amerikanischen Federation. 9. Die zionistischen Institutionen, a) die Bank, b) der Schekel, c) der Nationalfonds. 10. „Der Jüdische Kämpfer", a) die Redaktion, b) die Administration. 11. Der Verlag „Kämpfer", Bericht und Debatten. 12. Organisation und Propaganda. 13. Die Wahl der Mitglieder des Zentralkomitees des Bureaus der Poale Zion. Südafrika Johannesburg: In der Zionist Hall hielt Rev. Dr. Landau einen Vortrag über „Die Signatur des achten Kongresses". Er führte aus, daß er einTelegramm erhalten habe, wonach der „Standard" in London berichte, der achte Zionistenkongreß sei erfolglos, weil er keinen repräsentativen Charakter trüge. Ein solches Urteil sei ebenso leichtfertig wie ungerecht. Nichts wäre verfehlter, als anzunehmen, daß nur die wohlhabenden jüdischen Klassen berechtigt seien, das jüdische Volk zu vertreten. Im Gegenteil liege gerade der Vorzug der zionistischen Bewegung darin, daß sie zum erstenmale die Stimme des jüdischen Volkes zum Ausdruck bringe. Es sei nicht zu leugnen, daß es viele reiche Juden gegeben habe und gebe, die ihrem Volke mit ganzer Liebe anhingen. Anderseits sei aber auch der Abfall vom Judentum gerade in reichen Kreisen furchtbar verbreitet. Der Erfolg des Kongresses müsse an seinen Taten, nicht an dem Vermögen seiner Delegierten gemessen werden. China In China besteht seit drei Jahren eine zionistische Vereinigung, und zwar in Shanghai. Die Shanghai Zionist Association zeigt eine gesunde Entwicklung und hat nicht wenig dazu beigetragen, die zerstreuten Glieder unseres Volkes im fernen Osten aneinander- -uknüpfen. Die Vereinigung arrangiert regelmäßig iterarische Abende zum Zwecke der Ausbreitung des monistischen Gedankens und der Stärkung der nationalen uiee. Nicht den kleinsten Anteil am guten Erfolge der Gruppe in Shanghai darf sich der „Israels Messenger" uschreiben, eine vorzüglich redigierte Zeitschrift, die n Verlage der Shanghai Zionist Association erscheint nd unter den Juden des Ostens sehr verbreitet ist. He in China wohnenden Juden bringen der zionistischen iee viel Sympathie entgegen, von Gegnerschaft ist enig zu spüren. Die zionistischen Institutionen werden ' -ichlich bedacht. * * * Aufruf Zionistische Frauen und Mädchen! Seit Beginn der zionistischen Bewegung sind Frauen a der Seite ihrer Männer oder auch als Mitglieder besonderer jüdischer Frauenvereine tätig, die Bewegung ■ ach allen Richtungen hin zu fördern, zu verbreiten und hi vertiefen. Der 8. Zionistenkongreß im Haag hat beschlossen, die Kulturarbeiten in Palästina energisch ini die Hand zu nehmen. Sollten die zionistischen Frauen sich abseits halten, wo es gilt, für eine so schöne Aufgabe zu arbeiten? Die im Haag aus der ganzen Welt versammelten zionistischen Frauen haben sofort erkannt, daß ihnen hierbei eine wichtige Aufgabe obliegt. Sie haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen, der den Namen führt: „Jüdischer Frauenbund für Kulturarbeit in Palästina". > Wir zweifeln nicht, daß die gleiche Begeisterung, welche die im Haag anwesenden Zionistinnen erfüllte bei der Idee, an den sozialen Arbeiten für das eigene Volk tätigen Anteil zu nehmen, auch diejenigen zionistischen Frauen beseelen wird, die an der konstituierenden Versammlung des Vereins nicht teilnehmen konnten. Es gilt nunmehr, überall in der Welt Mitarbeiter zu finden, welche sich zu Ortsgruppen zusammenschließen, um werbend, spendend und ratend an unserm Werke mitzuwirken. Vor allem gilt es, Mittel zu schaffen, die es dem Verein ermöglichen, schon bald mit der Kulturarbeit in Palästina den Anfang zu machen. Wer Palästina besucht hat, weiß, wieviel dort noch in kultureller Beziehung für die Frau zu leisten ist. Als erstes greifbares Ziel der Vereinstätigkeit wurde ins Auge gefaßt: Krankenpflegerinnen für Palästina auszubilden sowie ein Heim für Krankenpflegerinnen und Lehrerinnen einzurichten. Mit diesem Heim soll eine Haushaltungsschule verbunden werden. Wir erwarten von allen Zionistinnen, daß sie sich unserm Frauenbund anschließen und in ihrem Bekanntenkreis dafür werben. Auch in nicbtzionistischen Kreisen ist dies möglich, da es sich hierbei nicht um politische, sondern um rein menschliche Kulturaufgaben handelt. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt Mk. 3,—. Ein einmaliger Beitrag von Mk. 100 berechtigt zur immerwährenden Mitgliedschaft. Beiträge sowie Spenden in von den Unterzeichneten, speziell sowie von den Zahlstellen des entgegengenommen. Also an die Arbeit, Zionistinnen! Laßt sie euch nicht verdrießen! Zeigt, was Frauen vermögen, wenn sie nicht nur von Begeisterung erfüllt sind, sondern auch andauernd pflichtgetreu und tatkräftig arbeiten. Berlin, im Oktober 1907. Jüdischer Frauenbund für Kulturarbeit in Palästina, Der Vorstand: Frau Prof. Warburg, Berlin, Präsidentin, Frl. Prof. Schach, Versailles, 1. Vizepräsidentin, Frau Dr. Friedländer, London, 2. Frau Dr. Bodenheimer, Köln, 1. Schriftführerin, Frau Dr. Friedemann, Berlin, 2. Frau Jacobus Kann, Den Haag, 1. Kassiererin, Frl. stud. jur. Hoofien, Amsterdam, 2. Frau Prof. Schapira, Heidelberg, Beisitzerin, Frau D/. Markuse, Antwerpen, Aufruf Im Laufe dieses Studienjahres feiert die akademische Verbindung „Kadimah" ihr fünfzigsemestrigesStiftungsfest. Der Generalkonvent des Jahres 1907 hat beschlossen, dieses Fest würdig der großen Bedeutung zu begehen, die es für die Geschichte der jüdischen Renaissance hat. Das Jubiläum der „Kadimah" soll ebenso wie ihre Gründung ein ragender Markstein auf dem Wege zur jüdischen Selbstbefreiung sein. jeder Höhe werden von der Kassiererin Nationalfonds gerne

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