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Die Welt · 1907-09-06 · 36 (6.9.1907) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
36 (6.9.1907)
Date
1907-09-06
Page
– (sequence 14)
Language
German
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16 die E LT No. 36 Solka, Sammlung d. H. k. k. Ger.-Adjkt. Abrh. Kupferberg, die Herren: Bernhard Hannenzahn 10 K., Fr. Esther Goldenberg 5 K., Dr. Dawid Frankel, Aron Presser jun., Heinrich Zwecker je 4 K., Berisch Hannenzahn, Efr. Ruth, H. L. Schaffer, k. k. Steueramts-Adjkt. Maximilian Ellenbogen, Dr. Hermann Weinberg, k. k. Ger.-Adjkt. Abrh. Kupferberg, Mendel Abraham, Aron Nagler, Kaiman Eichenbaum, Heinrich Herrschmann je 2 K., zusammen 47 K. Radautz, Sammlung d. H. k. k. Ger.-Adjkt. Friedrich Rachmuth die Herren: Lippa Schärf 10 K., Jakob Scheiner, Salonion Schärf» Dawid Bogen, Chaim Lecker je 5 K., k. k. Ger.-Adjkt. F. Rachmuth 4 K., Meier Weißmann, Somson Katz, Frankel, Eisig Hurnik je 2 K., zusammen 42 K. Milnitza, Sammlung d. H. Osias Reiter, die Herren a. Valesaka: cad. jur. Adolf Eidinger 3 K., Salomon Kellmer 2 K. 50 h., Kopel Kißmann, Simon Kißmann je 2 K., meschul. Sternberg 1 K. 80 h., Chaim Händler l K. 50 h., Chaim Holinger, Salamon Holinger, Meier Stemig, Mendel Sinnreich, Chaim Kronland, Mendel Holinger, Bernhard Rosenkranz je 1 K., Simon Donenfeld 40 h., Brajestie: Osias Reiter 3 K. 40 h., Jechil Steckel 40 h. Bajaschestie: J. Schaffer, Jakob Reicher je* 2 K., Moses Vogel, Osias Tennenhaus, Ch. M. Reicher je 1 K., Siegfried Rothkopf, Kaczyka, Mendel Scharfstein-lCapiikimpoliii je 2 IC, Mendel Sinnreich, Stezeroja, Meschuum Augenschein, Mazanajestie, Leib Hilsenrad, Paltinossa, Efr. Kohn, Gura-Humora, Josef Gropper, Berkischestie je 1 K., zusammen 40 K. Sammlung d. H. Natan Sandberg, Kaiinestie die Herren: Abraham Ramler, Joel Fuchs, Baruch Rubel, Efr. Herzberg je 2 KM M. L. Tennenhaus, Abrh. Braunstein, Abrh. Sandberg, Leib Rosenheck, Dawid Eidinger, Chaskel Wagner, A. Gertner, Israel Normond, Osias Wagner, Srul Gelbert je 1 K., zusammen 18 K. Suczawa, Sammlung d. H. Chaim Smotricz, die Herren: Sender Pollak, Bossancze, Jakob Sperber. Bunincze je 2 K., Feibel Eichenbaum, Moses Eidinger, Uidestie, S. P. Storper, Ruß, Michel Storper, Suczawa, Hersche, Schmelzer Joseffalva, Jossei Schnarch, Meschulem Schnarch, Illischestie Salomon Merlaub- Bossancze je 1 K., Dawid Bernthal Uidestie 70 h., Dawid Schmelzer Stupka 70 h., zusammen 13 K. 20 Ii. Sammlung d. Fräulein Klara Klinger (Czernowitz) Meta Solodar, Fr. Henie Abrahmowicz je 2 K., zusammen 6 K. Sammlung »d. h. Herrn Dawid Smotricz Suczawa, die Herren Dawid Eltis 2 K., Meier Riegler Kossow 1 K., Leib Kamil 25 h, Sa. Häusler Bernhard Riegler, Berl Goldstein, Schaje Horowitz, Eisig Schneeberg, Osias Gertner Schloma Engler, Moses Schneeberg, Leib Haß, Leiser Gertner, Salinan Reich je 20 h., zusammen 5 K. 22 h. Sammlung d. H. Schaje Horowciz Kossow, die Herren: , Dawid Elias 2 K., Schaje Horiwitz 50 h, Jacob Forst 50 h., Hersch Grebler 40 h., Berl Goldstein, Berl Riegler je 20 h., zusammen 3 K. 68 h. An Einzelspenden sind zuletzt eingelaufen: Frau Mary Rosenbaum, Tergu Neamtz 20 K., Josef Steiner Czernowitz f. d. Chane Steinersche Stiftung 5 K., k. k. Staatsbahngeometer Leon Rosenblatt Turka 5 K., Dr. A. L. Schenker Sereth 4 K., Sigmund Rappaport Kattowicz 3 K. 60 h., Berl Siegel Kimpolung 2 K., Wolf Tanner Kimpolung 1 K. Indem wir hiermit sowohl den verehrten Herren Sammlern wie auch den Herren Spendern unseren besten Dank aussprechen, richten wir an die geehrten Inhaber der noch ausstehenden Sammelbogen die dringende Bitte, dieselben, mit ihrer Unterschrift versehen, gleichzeitig mit den eingesammelten Beträgen mit dem Vermerke „für den Baufond" an den Herrn Isak Haber in Suczawa zu retournieren. Fridek. Die jüd. akad. Ferialverb. „Hasmonaea" in Friedek veranstaltete am 31. August 1. J. im Saale der Friedeker Schießstätte einen Festkoni mers, der einen sehr guten Verlauf nahm. =^^L NACHRICHTEN ^^TD Pogromschrecken in Odessa Aus Odessa wird telegraphiert: Seit drei Tagen verüben die „echt russischen" Leute furchtbare Gewalttaten gegen die Juden in Odessa. Zum Vorwand diente die Sonnabend in der Wohnung eines Juden erfolgte Explosion einer Bombe, bei der zwei Schutzleute umkamen. Die „echt russischen" Leute begannen im Stadtteil Moldawanka vor den Augen der Polizei auf die Juden zu schießen und ihre Häuser zu verwüsten. Sie zogen dann nach dem Zentrum der Stadt und setzten dort in schamlosester Weise ihre entsetzlichen Roheiten fort. Auf jeden vorübergehenden Juden wurde mit Messern losgestochen oder aus Revolvern geschossen. Bei der gestrigen Beerdigung der Opfer der Bonibenexplosion umzingelten die echt russischen Leute den Stadtgarten und veranstalteten dort ungehindert eine Judenhetze. Im Verlaufe von drei Tagen haben die Verbändler ganze Reihen jüdischer Läden ausgeraubt. Drei Juden wurden totgeschlagen, mehr als fünfzig schwer verwundet, zahllose geprügelt. Die Wagen für schnelle Hilfeleistung bei Unglücksfällen konnten die Arbeit, all die Verwundeten fortzuschaffen, kaum bewältigen. Die Bevölkerung ist von Panik erfaßt. Viele Juden verlassen die Stadt. Unter den Russen ist eine Organisation „Molodaja Wolja" (Junger Wille) zum Schutz der Juden vor Vergewaltigung gebildet worden. Diese Organisation hat die Verbändler mehrfach, für die Juden eintretend, angegriffen. Auf beiden Seiten gab es Verwundete. Mehrere Tage dauern die scheußlichen Ausschreitungen nun schon an, und zu keiner Zeit und an keiner Stelle ist die Polizei dem Wüten des von dem Verbände gedungenen Pöbels entgegengetreten. __ Die „Russische Korrespondenz" schreibt über den permanenten Schreckenszustand, der in Odessa herrscht: Die jüngsten Taten der echt russischen Leute in Odessa müssen das Maß ihrer Schuld zum Überlaufen bringen. Eine Bande von Räubern warf sich auf das spazierende Publikum und verprügelte jeden, der ihnen Jude zu sein schien. Dann schlugen sie einen Lehrer, der Juden verteidigte und belagerten ein Hotel, das sie niederbrennen wollten. Wie viel Zeit, Plünderungen, Prügeleien und Blutvergießen sind denn noch nötig, um die Regierung davon zu überzeugen, daß diese Bande nicht die Stütze des Staates, sondern eine gefährliche Seuche ist, welche das Land zu verheeren droht? — Odessa ist jetzt eine halbe Wüste. Alle Einwohner flüchten aus dieser Unglücksstadt. Die Geschäfte stocken, der Markt ist eingestellt, Import und Export sind bis auf ein Minimum zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit ist fürchterlich. Zu welcher noch verzweifelteren Lage will man Odessa treiben? Das sind die Folgen des „Kriegszustandes", der schon drei Jahre andauert. Der „Verrat" ist keineswegs entwurzelt, Bombenwürfe, Explosionen und Überfälle sind an der Tagesordnung. Wozu fragt man sich, wendet man so harte, unnütze und demoralisierende Mittel gegen die Stadt an? „Rjetsch" bemerkt zu dieser Frage: „Es ist wahrhaft höchste Zeit, ernstlich über die Befreiung Odessas aus der Gefangenschaft der schwarzen Hundertschaften nachzudenken." — Nach der Verabschiedung des Generals Griegoriew ist zu befürchten, daß der Terror der schwarzen Hundertschaften den höchsten Gipfel erreichen wird. Nachträgliches zum Kongreß Wir haben zu unserem Kongreßberichte folgende versehentlich nicht veröffentlichte Präsidialbemerkung nachzutragen: Auf die von Herrn Struck im Namen der „Misrachi" abgegebene Erklärung antwortete der Vorsitzende Prof. War bürg: „Ich erkläre im Einverständnis mit dem Präsidium, da(3 es die Leitung für selbstverständlich hält, daß die zionistische Organisation bei solchen Angelegenheiten, wo religiöse Fragen berührt werden, den Anforderungen des religiös-traditionellen Judentums Rechnung trägt." Aus Petersburg wird vom 4. September telegrahiert: In Odessa sind nach dreitägigem Pogrom alle Krankenhäuser mit Verwundeten überfüllt; darunter sind namenllich eine Unmenge Frauen, Kinder und Greise. Es wurde festgestellt, daß die „echt russischen Leute" sich nicht damit begnügten, die vorübergehenden Juden zu vergewaltigen, sondern auch die in der Straßenbahn und in Droschken fahrenden Juden verprügelten, in Häuser drangen und die geängstigten Juden halbtot schlugen. Heute blieben aus Furcht vor Wiederholung der Gewalttaten alle Läden im Moldawanka-Stadtteil geschlossen. Getreide- und Fondsbörse sind geschlossen. Eine Deputation des Börsenkomitees suchte gestern den Generalgouverneur Glagolew auf und bat um Garantien für die Sicherheit

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