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Die Welt · 1907-08-19 · Sep. 4 (19.8.1907) · page 6

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
Sep. 4 (19.8.1907)
Date
1907-08-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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DIE3|^ ELT Sep. i zweiten Kongresse erwählten Bankkoniitees den Sollicitors dieses Komitees eine vom Bankkomitee gefertigte Übersetzung des deutschen Entwurfes für das Memorandum und die Statuten der Bank, welcher Entwurf von Herrn Dr. Bodenheimer im Auftrage des Aktionskomitees verfaßt und dem Komitee überreicht wurde. — Der deutsche Originalentwurf und die englische Übersetzung, die den Sollicitors übergeben wurde, hatten im Prinzip einen verschiedenen Wortlaut. Der Entwurf beschränkte das Gebiet der Tätigkeit auf Palästina und Syrien, während in der Übersetzung von „jedem Teile der Welt" gesprochen wurde. 2. In dem Memorandum des Trusts, welcher am 20. März 1899registriert wurde, wurde das GebietderKolonisation (KlauselIII[1]) als Palästina, Syrien und irgend ein anderer Teil der Welt festgesetzt. Da bereits vom Tage der Veröffentlichung des Prospekts, respektive des Memorandums, von vielen Seiten Einspruch gegen den Wortlaut „in irgend einem anderen Lande" erhoben wurde, und diese Einwände zu einer langen Diskussion auf dem Kongresse im August 1899 führten, wurde auf diesem Kongresse eine Resolution, die das Bankkomitee vorschlug, angenommen, wonach die Kolonisation auf Palästina und Syrien beschränkt werden sollte. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung, welche zur Zeit des Kongresses, am 17. August 1899, stattfand, wurde eine Resolution gefaßt, daß die Kolonisation nur im Oriente, mit Vorzug in Palästina und Syrien, stattfinde- Diese Resolution wurde auf Anordnung des Direktoriums und Aufsichtsrates gedruckt und in alle Exemplare des Memorandums hineingetan. 3. Auf dem Kongresse im Jahre 1900 berichtete Herr Rechtsanwalt Rosenbaum im Namen einer Kommission über die Schwierigkeiten, welche der gewünschten Abänderung des Memorandums im Wege ständen, und beschloß der Kongreß, daß die Abänderung sofort vorgenommen werde. 4. Die Kongresse und Generalversammlungen in den Jahren 1901 und 1902 beschäftigten sich mit dieser Frage nicht. 5. Die Generalversammlung, welche während des Kongresses im Jahre 1903 stattfand, beschloß, den Aufsichtsrat und das Direktorium zu beauftragen, die Abänderung des Memorandums auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung zu stellen. 6. Auf der Generalversammlung im Jahre 1904 wurde ein Beschluß angenommen, wonach das Direktorium beauftragt wurde, die behufs Abänderung notwendigen Vorarbeiten vorzunehmen und dem Aufsichtsrat dann Bericht zu erstatten. 7. Im Jahre 1905 fanden zufolge der Anordnung des Aufsichtsrats und des Direktoriums zwei außerordentliche Generalversammlungen behufs Abänderung des Memorandums statt. Auf der ersten dieser Generalversammlungen war das Resultat der Abstimmung das folgende: Für die Resolution — gewöhnliche Aktionäre: 2677 Stimmen dito — Gründer-Aktionäre: 3245 „• 5922 Stimmen, gegen die Resolution—gewöhnliche Aktionäre: 568 Majorität für die Abänderung: 5354 Stimmen. Die zweite außerordentliche Generalversammlung im Jahre 1905 verlief resultatlos, weil zufolge der Abwesenheit des Vertreters der Gründer-Aktionäre durch plötzliche Erkrankung die Generalversammlung einstimmig beschloß, die Sache nicht zur Abstimmung zu bringen. 8. Im Jahre 1906 fanden dann wieder zwei außerordentliche Generalversammlungen statt, und ergab die Abstimmung auf der ersten dieser Versammlungen das folgende Resultat: Für die Resolution — gewöhnliche Aktionäre: 4488 Stimmen dito — Gründer-Aktionäre: 5185 9673 Stimmen, gegen die Resolution — gewöhnliche Aktionäre: 697 Majorität für die Abänderung: 8976 Stimmen. Die Abstimmung auf der zweiten Generalversammlung zeigte das folgende Resultat: Für die Resolution — gewöhnliche Aktionäre: 4174 Stimme , dito — Gründer-Aktionäre: 4176 „ 8350 Stimme gewöhnliche Aktionäre: 2 gegen die Resolution Majorität für die Abänderung 8348 Stimme. 9. Nachdem das Direktorium am 1. November 1906 durc Beschluß den Sekretär beauftragt hatte, den Sollicitors des Trus Instruktion zu erteilen, beim hohen Gericht das Gesuc um Bestätigung der Abänderung einzureichen, wun dieses Gesuch kurz darauf zusammen mit einer von Herr Wolffsohn und dem Sekretär abgegebenen eidliche Erklärung zwecks Unterstützung der in dem Gesuche gemachte Angaben bei dem -hohen Gerichte niedergelegt. 10. Nach Einreichung dieses Gesuches wurden laut Anordnur des Gerichtes Inserate in den von demselben bestimmten Zt tungen veröffentlicht, in welchen Aktionäre oder Interessenten an gefordert wurden, falls sie gegen die Abänderung seien, ih Opposition vor oder an dem vom Gerichte festgesetzten Termin geltend zu machen. 11. Der erste Termin beim Gericht zwecks Prüfung unsen Gesuches war auf den 9. Juli dieses Jahres festgesetzt ui hatten die Herren Zangwill, Salaman, Uriaschsohn und etwa 14( andere Aktionäre mit zusammen irn Besitze von etwa 7000 Aktie gegen die Abänderung Einspruch erhoben. Da die Advokate der Opposition auf Vertagung des Termins aus ve schiedenen Gründen drangen, einigten sich unsere Advokate mit denselben dahin, daß der Termin auf 14 Tage,-das hei auf den 23. Juli, verschoben wurde. 12. Wir benutzten diese Verschiebung des Termins, d Aktionäre, welche für die Abänderung sind, durch die zionistisch! Zentralorganisationen der verschiedenen Länder aufzufordern, uns ih Unterschriften zuGunsten der Abänderung einzusende 13. Als am 23. Juli die vertagte Verhandlung stat fand, waren wir im stände, Unterschriften zu Gunsten der A änderung von etwa 5000 Aktionären, im Besitze von etv 42 000 Aktien (von denen etwa 20 000 der Anglo-Palestine Coi pany gehörten) dem Gerichte vorzulegen. 14. Der Richter schien von Anfang an aus den dem Gericl vorgelegten Schriftstücken die Überzeugung gewonnen zu habe daß nicht genügende Beweise vorlägen, ob wirklich die große M jorität der Aktionäre des Trusts in der ganzen Welt für die A änderung sei, und angesichts der von ihm als belangreich e achteten Opposition ordnete er schließlich an, daß ein von ihm u. allen Parteien gutgeheißenes Inserat in Zeitungen, auf welche sii die Parteien einigen sollten, veröffentlicht werde, worin alle Aktionä des Trusts aufgefordert werden, dem Sekretär eine Erklärung ei zusenden, ob sie für oder gegen die Abänderung seien, und wur< zum Zwecke einer soweit als möglich gehenden Veröffentlichui dieses Inserates, der Termin auf den 7. April 1908 vertagt. Ich möchte bei diesem Punkte bemerken, daß der Vertret* der Gegnerschaft durchaus verlangt hat, daß wir diese Inserate nicht mehr und nicht weniger als 107 Zeitungen der ganzen Wo veröffentlichen sollen und daß man sich schließlich darauf geeini hat, daß man diese Inserate in 48 Zeitungen, und zwar in solch; Amerikas, Australiens usw. veröffentliche. Es ist noch nervo zuheben, daß der Richter auf die Frage des gegnerischen Advokat; erklärte, daß er sich ganz und gar seine Stellungnahme bezügin der Wahrung der Interessen der gegnerischen Aktionäre vorbehält selbst wenn eine ausnehmend große Majorität der Aktionäre sie zugunsten der Abänderung des Memorandums erklären würd 15. Es ist ferner hier zu bemerken, daß während der Gerichtverhandlung unsere Advokaten die Herren Direktoren Cowei Greenberg und den Sekretär befragten, ob der Trust nötigenfai

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