Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 11 (1907)
- Issue
- 23 (7.6.1907)
- Date
- 1907-06-07
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No.-23 DIEMELT 13 siebenten und im achten Jahrhundert hebräisch gesprochen oder wenigstens so weit verstanden zu haben, daß die volkstümlichen Homilien, die wir noch besitzen,, in dieser Sprache gehalten werden konnten. Sprache auf innigste vertraut waren, und in ihr ihre schöpferische Kraft, ihre Genialität und ihren hohen Qedankenflug bekundeten. Was das jüdische Volk selbst während seiner poltischen und staatlichen Selb- V □ □ □ □ □;Q .□ §".tSä*fc- &u«w. .tv.,fv,.;^w, fijz.*nj, 'äx*- *Z □O □»□ gsQ» □o □ □'□ =o« □!□ HERMANN STRUCK POLNISCHER JUDE Bald darauf feierte auch der Genius der hebräischen Sprache seine Auferstehung. Er erwachte zu neuem Leben, wie es sich schöpferisch seit der Zeit der biblischen Propheten und Dichter nicht gezeigt hatte. Es entstand eine Schar von Dichtern, denen der hebräische Sprachschatz nichts Fremdes und Angelerntes war, die mit dem Wohllaut und mit der Schönheit der biblischen ständigkeit nicht hatte, die nationale Sprache, die seine in den weitesten Entfernungen zerstreuten Glieder umfassen und vereinigen sollte, das erhielt es jetzt, mitten unter den schrecklichsten Leiden und Verfolgungen. Die hebräische Sprache wurde seitdem dem jüdischen Volk materielles und geistiges Vaterland zugleich. Sie bewährte diese Kraft bei einem großen Teil der Juden