Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 11 (1907)
- Issue
- 20 (17.5.1907)
- Date
- 1907-05-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 20 DIEg^ELT — — 7 Gesinnungsgenossen! Am 4. Juni d. J., dem zehnjährigen Gründungstage unseres Blattes, erscheint eine Jubiläumsfestausgabe der „WELT". Durch Beiträge unserer hervorragendsten Mitarbeiter und eine sonstige gute Ausstattung wollen wir in dieser Nummer unsern Freunden und Gesinnungsgenossen eine dem Anlasse würdige Erinnerung bieten. Wir erwarten von unsern Lesern und Gesinnungsgenossen, daß sie für eine möglichst große Verbreitung der Festnummer sorgen werden. Jeder Zionist möge sich diese Nummer anschaffen! Der Preis wurde mit 40 Pfennig, exklusive Porto, festgesetzt. Vereine und Korporationen erhalten bei Mehrbezug entsprechenden Rabatt, und zwar berechnen wir 50 Exemplare mit Mk. 15.—, 100 „ „ „ 25.—, 500 „ „ „ 100.—. Bestellungen sind bis 31. Mai a. c. zu richten an die Expedition „DIE WELT", Ubierring 23. Bericht des Zentralbureaus des Nationalfonds in Wien, erstattet der Sitzung des Großen A. C. am 7. Mai in Köln zur Bewegung des Nationalfonds in der Zeit vom 1. Juli 1906 bis 31. März 1907: Ende 1901 wurde mit den Sammlungen für den Nationalfonds Die Ergebnisse von Büchsen sind uns nur von Österreich-Unegonnen. Das höchste Jahreserträgnis war ca. £ 14000, im garn bekannt. Sie betrugen in den letzten drei Vierteljahren K. 6622.—. \ ergangenen Jahre war es £ 12 000 und heuer wird es voraus- Hiebei kommt in Betracht, daß 5000 Büchsen erst im vergangenen ichtlich wieder £ 12 000 sein. Jahre zur Ausgabe gelangten. Heuer ist Rußland im Vergleiche mit den Jahren vor dem VII. Sammeibogen zirkulieren fast ausschließlich nur in Österreich, ongreß mit seinen Leistungen um £ 400O zurückgegangen, drei andere Landsmannschaften planen jetzt deren Einführung, afür sind die Eingänge von Österreich-Ungarn, Deutschland, Nord- Dieses Sammelmittel ist bequem, billig und lieferte in den iiierika, Holland, Belgien und Rumänien in stetem Wachsen. letzten drei Vierteljahren in Österreich-Ungarn K. 5083.—. Der Die Kinderjahre dieser Institution sind bereits überwunden; es Sammelbogen ist bei verschiedenen Anlässen ein vornehmeres In- ■ uiß jetzt auf Mittel gedacht werden, um die Resultate besser zu strument als alle anderen Behelfe. •estalten. ad 4. Telegrammblankette und zionistische Karten Gegenwärtig summieren sich die Eingänge aus: wurden erst kürzlich beschafft. Über deren Erträgnis läßt sich noch 1. dem Erlöse für Nationalfondsmarken, kein Urteil bilden. 2. aus Goldenen-Buch-Eintragungen, Telegrammblankette und Karten sind wohl vonfrüher her bei 3! dem hinausgegebenen Sammelmateriale, Büchsen und Sammelverschiedenen Organisationen angeschafft, deren Erträgnisse wurden bogen, aber gar nicht, oder nur zum Teile dem Nationalfonds zugeführt. 4. dem Erlöse von Telegrammblanketten und zionistischen Karten, ad 5- Die zufälligen Spenden fließen eben nur zufällig ein 5. zufälligen Spenden, unc* hängen von vielen Umständen ab. Kalamitäten, wie sie in 6. der Selbstbesteuerung. Rußland und jetzt in Rumänien vorkamen, schmälern selbstverständlich ad 1. Der Absatz von Nationalfondsmarken ist im Zurückdie Einläute. . chen in den letzten drei Vierteljahren zumeist in europäischen Im allgemeinen hängen die Resultate weniger von lokalen ändern um £ 400 gegenüber dem Vorjahre. Eingegangen sind Verhältnissen, von der Willigkeit und Leistungsfähigkeit der.Gem den letzten drei Vierteljahren £ 1398 Sinnungsgenossen als von den Nationalfondskommissären ab. Über ad 2. Goldene Buch-Eintragungen sind bis jetzt 2260 vordiesen Umstand haben wir ziemliche Erfahrungen. Eine Persönlichenommen worden, und das Ergebnis dieser Eintragungen beziffert keit taucht in irgendeinem Orte oder Bezirke auf, und die Situation ich auf mehr als ein Drittel aller Eingänge. ist total verändert. Orte, wo früher nichts oder wenig geleistet ad 3. Sammelbüchsen und Sammelbogen sind zuerst für w"rde, entpuppen sich als die reichsten Einnahmequellen. Österreich-Ungarn angeschafft worden. m größeren Orten braucht der Nationalfondskommissar einen 1 *: a u Stab von Unterkommissären, allen Gesellschaftskreisen entnommen, Buchsen befinden sich gegenwartig in und womöglich viele Damen als Gehilfinnen. usterreicn-ungarn............sjjö ad 6. Wir kommen nun zur Selbstbesteuerung. Über diese wurde ueutscmanü...............2uuu vid gesprochen und viel geschrieben. Endlich trat einer, Mitte P ar . 1903, mit einem kleinen Betrage ein; ihm folgten bald darauf dieser Kumanien................ sys und jener> gs war ejn sefa langsames Vorwärtskommen, bis mehr H fj d2<£ Mittel zur Agitation zur Verfügung standen. Das war Mitte 1906. d °i •frl Seither gehen durch diese Steuer in Österreich-Ungarn allein oeigien................. ^uu monatlich ca. K. 1000.— ein. Es ist dies ein kleiner Anfang, aber rranfcreicn................ ^uu wenigstens ein Anfang, und in Anbetracht, daß die Agitation von £ana "J:n Mann zu Mann ohne merkliche Unterstützung der Organisationen if11«;11, * *erfolgte, immerhin ein Resultat. iNoraamenka.............. . ^uu Wieviel auf diese Steuer in anderen Ländern einging, entzieht Bulgarien................ iöv unserer Beurteilung. Die Parteiorgane kommen uns nicht Austranen................. jjjo regelmäßig zu, und die Selbstbesteuerung wird — obwohl wir' £*bl<rn' \jz wiederholt darum ansuchten — nicht überall separiert ausgewiesen. Ägypten................. uu Die Ausgaben des Nationalfonds beziffern sich in den letzten Shanghai .;.............. 100 neun Monaten auf...............£ 7376.14. 3 demnach in allen 5 Weltteilen......11 151 Büchsen. Hiervon sind, weil fruchtbringend, abzuziehen: Für Nordamerika und für Ungarn wurden vor kurzem je weitere Für Ankauf und sonstige Beschaffungen in Pa- W bestellt. lästina..............£ 4407.—.9 Nationalfondsbüchsen sollen hauptsächlich ein Hausmobiliar Für Anschaffung von Wertpapieren . . „ 1056.13.7 -in, um bei Familienmitgliedern, besonders Kindern, das Interesse Für Anschaffung v. Nationalfondsbüchsen „ 212.12.2 -ir unsere Bestrebungen wach zu erhalten. Zusammen für fruchtbringende Anschaffungen ... £ 5676. 6. 6 2*