Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 11 (1907)
- Issue
- 18 (3.5.1907)
- Date
- 1907-05-03
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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12 DIE ELT No. 18 §29- §30. fortzulassen und davor ein „und" zu setzen. Ferner am Ende des Paragraphen hinzuzufügen: „Die Mitglieder des A.-C. sind nicht als Kongressdelegierte wählbar". Anfang unverändert bis „auf dem laufenden zu erhalten," dann weiter: „wogegen die Obmänner der Landesorganisationen und Föderationen die Verpflichtung haben, mindestens zweimal im Jahre über den Stand der zionistischen Bewegung in ihrem Verwaltungsgebiet Bericht zu erstatten. Über alle Fragen, welche Landesorganisationen und Föderationen berühren, kann nur das große A.-C. Beschlüsse fassen. § 24a. Unverändert. § 24b. Unverändert, nur statt „Bureau der Partei": „Bureau der Gesamtorgan i sati on". § 24c. Unverändert, nur in der Resolution hinter „Landesorganisationen" einzufügen: „und Förderationen". § 25 fällt weg. § 26 und §27. Unverändert. § 28. Die Beiträge zu den Landesorganisationen und Föderationen werden von deren Delegiertentagen bestimmt und fließen in die Kasse der Landesorganisationen bezw. Föderationen auf dem von dem Delegiertentage bestimmten Wege. Statt „Landeskomitees": „Landesorganisationen und Föderationen." Jeder Zionist hat jährlich einen Schekel entsprechend seinen Vermögensverhältnissen nach eigner Einschätzung (Vermögenssteuer) zu entrichten. Derselbe beträgt mindestens 1 Fr., 1 Mk., 40Kop., 1 Sh. Resolution: Der Zionisten-Kongreß erklärt es für die Pflicht eines jeden Zionisten, sich außerdem monatlich von seinem Einkommen nach eigner Einschätzug (Einkommensteuer) zu besteuern. Die Einziehung des Schekels hat durch die Landesorganisationen und durch die Föderationen gemäß den Bestimmungen der Delegiertentage der betreffenden Organisationen zu erfolgen. §32 bis §38. Unverändert. Die hier zusammengestellten Abänderungsvorschläge der Organisation betreffen nur die „Glieder" der Organisation. Sie werden kaum tief einschneidend genannt werden können, sie scheinen mir aber durchaus geeignet, manchem Mangel an dem Bisherigen abzuhelfen, nicht zum wenigsten auch dem ständigen Mangel an Mitteln bei der Leitung. Über die Notwendigkeit einer Änderung in der Organisation des „engeren A.-C." und in der Technik der Kongresse soll ein andermal gesprochen werden. Zunächst sei das Vorstehende den in Köln versammelten Mitgliedern des großen Aktions-Komitees zur Prüfung vorgelegt. Hugo Schachtel (Breslau). §31. Berlin, den 27. April 1907. Hochgeehrte Redaktion! Herr Adolf Spira bemängelt die Niedrigkeit des Gewinnes der Bank und will gleichzeitig die Frage durch die Generalversammlung entschieden wissen, ob die Bank Vermögensverwaltung oder Handelsgeschäft sein soll. Wenn allerdings selbst die Beibehaltung des russischen Geschäfts in so reduziertem Umfang und die Effektenreportierung, die einigermaßen vernünftig gehandhabt, das solideste Geschäft überhaupt ist, bedenklich erscheint, so wird der Bankleitung bald nichts übrig bleiben, als ihr ganzes Geld in englischen Consols anzulegen. Der Verlust von £ 2000 aus dem russischen Wechselgeschäft war schon Ende 1905 vorgesehen; andere in Rußland arbeitende Institute haben ganz andere- Ausfälle zu beklagen gehabt und wir müssen der Bankleitung und ihren russischen Vertretern für ihre Solidität Dank wissen, die sie in der Aera der Revolution, der Progrome, der fluchtähnlichen Auswanderung vor wirklichen Einbußen bewahrt hat. Der Kassenbestand von £ 12600 an einem so schwierigen Jahresultimo wie 1906 ist uns ein Zeichen richtiger, kaufmännischer Disposition. Daß aber dieser Kassenbestand nicht der normale war und daher von einigen 100 £ Zinsverlust über das absolut Notwendige hinaus keine Rede sein kann, zeigen die Kassenbestände der Quartalsabschlüsse 1906, die £ 5000, £ 6000 und £ 10000 betrugen. Mehr Dividende zahlen, als im Geschäftsjahr verdient wurde, und im laufenden Geschäftsjahr verdient werden kann, noch dazu beim Bestehen einzelner nicht vollwertiger Bilanzposten mag spekulative Augenblicksaktionäre, die wir ja garnicht haben, befriedigen, liegt aber weder im Interesse der Bank noch in dem der alteingesessenen Aktionäre. Es ist ja erfreulich, daß sich ein vermehrtes Interesse für die Art der Bankverwaltung zeigt, aber ungerechtfertigte Vorwürfe machen es nur der Verwaltung leicht, auch Kritiken ihrer wunden Punkte mit Stillschweigen zu übergehen. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. H. S. Hey mann. Sehr geehrte Redaktion! Da ich von vielen unserer Brüder im Auslande Anfragen wegen des „Bezalel" und seiner Zwecke erhalte, und es mir unmöglich ist. einem jeden ausführlich zu antworten, ersuche ich Sie höflichst, diese wenigen Zeilen in Ihrer werten Zeitung gütigst abdrucken zu wollen: Im „Bezalel" bestehen zwei Hauptabteilungen, eine für Kunst und eine für Kunstgewerbe. In die erste sind talentierte Jünglinge, die bereits Kunstmittelschulen im Auslande besucht haben, aufgenommen worden, und dazu ist eine vorbereitende Klasse für hiesige Jünglinge, welche Talent besitzen, aber keine Möglichkeit hatten, Kunstschulen zu besuchen, eröffnet worden. Diese werden dann im „Bezalel" und seinen Filialen, die er mit der Zeit in ganz Palästina eröffnen wird, als Lehrer und Musterzeichner angestellt werden. Die Zahl der Schüler dieser Abteilung ist komplett, und es werden daher vorläufig keine neuen Schüler aufgenommen. Für die Kunstgewerbebranche sind einstweilen drei Ateliers eingerichtet, und zwar: eine Teppichknüpferei für Frauen, eine Gipsgießerei und eine Steinhauerei für Männer. In der Teppichabteilung gibt es keinen Platz mehr für neue Schülerinnen, denn außer den schon arbeitenden haben sich einige hundert Frauen und Mädchen für dieselbe gemeldet. Dasselbe ist auch mit der Gipsgießerei der Fall. Für die Steinhauerei wird noch eine gewisse Anzahl von Schülern unter folgenden Bedingungen aufgenommen werden: Der Betreffende hat eine Summe von 150 Frcs., ein Gesundheitsattest von einem Arzte und ein Leumundszeugnis von einem Verein mitzubringen. Es ist auch beschlossen worden, mit der Zeit neue Ateliers für verschiedene Kunstgewerbefächer einzurichten, wo neue Schüler und Schülerinnen Aufnahme finden werden. Dies alles aber hängt von den Mitteln unseres Instituts ab. Wir werden auch, falls die Mittel es erlauben, im „Bezalel" eine freie Kunstakademie einrichten, wo unsere jungen Talente eine europäische Kunstbildung genießen und sich dazu modernen jüdischen Geist aneignen sollen, damit sie jüdische Künstler irn vollen Sinne des Wortes seien. Meine letzten Worte schreibe ich als Antwort für die, welche mich anfragen, womit sie dem „Bezalel" helfen könnten, damit sie wissen, daß wir nur eins benötigen, und zwar: Mittel! Mit Zionsgruß und vorzüglichster Hochachtung "Prof. Boris Schatz. Ha'Olam Inhalt der Nr. 16 von „Ha'Olam": N. Sokolow: Grundzüge des politischen Zionismus (I): Die Wiedergeburt des Orients. — Z'wi Perez Chajes: „Das Leben der Juden zur Zeit des Talmud" von M. D. Judelowitz (Rezension). — Chawaga Mußa: Bilder und Silhouetten. — A. S. R^bbonowitz: Zwischen Seelenfängern. — B. Krämer: Die Weisen. — J. Goldmann: Jaffa zur Zeit der zweiten jüdischen Niederlassung. — HillelZlatopolsky: Fragmente (IV). — Dr. S.A. Poznansky: Zwei neue Bücher aus Ungarn (Schluß). -— J. A. Lubezky: Jakob Dienesohn als Erzähler. — N. Birnbaum: Gesang und Musik bei den „Zaddikim" in Polen (VI). -- Kiriath-Sepher. — Die zionistische Woche. — Zionistische Nachrichten. Inhalt von Nr. 17: N. S: Die Gegenwartslage unter zionistischem Gesichtspunkt. —- H. Zlatopolski: Fragmente. — A. Hermoni. — Lag Baomer in Palästina. — A. Z. Rabinowitsch: Palästinabilder. ~ J. Katzenelsohn : Auferstehung (Gedicht)). — Dr. S. A. Poznanski: Zwei neue ungarische Werke über Wissenschaft des Judentums (II). — N. S.: Federstriche.— Die zionistische Woche. — Zionistische Nachrichten.