Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 45 (9.11.1906)
- Date
- 1906-11-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Samstag den 10. November, 8 Uhr abends, im Hotel Post 1, Fleischmarkt, Gäste willkommen.) Jüdisch akad.-tech. Verbindung „Barissia", Prag: cand. ing. Oskar Steiner, phil. Moritz Fischel, tech. Wilhelm Landmann. Zwiazek akad. syonsk. „Judea", Lemberg: stud. jur. Mamycy Tombak, Senior, stud. jur. Karl Schornstein, Cosenior, stud. phil. Majer Auerbach, Schriftführer. Unterstützungsverein jüdischer Hochschüler aus Galizien, Wien: jur. Moses Stockei, Präsidium, phil. Hermann Wohl, I.Vizepräsident, jur. Sami Grau, II. Vizepräsident, tech. Moses Waldmann, I. Schriftführer, med. Mathilde Goldberg, IL Schriftführer, techn. Artur Steckel, I. Kassierer, med. Jur Seinfeld, IL. Kassierer, jur. Wilhelm Rittermann, Bibliothekar, phil. Henryk Lilien, Lektionar. Lese-und Redehalle jüd. Hochschüler, Wien: jur. Leo Ziffer, Präses, phil. Erwin Wechsberg, I. Vizepräses, techn. Moses Waldmann, II. Vizepräses, jur. Hugo Alt, I. Schriftführer, jur. Chaim Wolf mann, II. Schriftführer,, jur. Michael Lam, I. Kassierer, jur. Joachim Aschkenasy, II. Kassierer, jur. Fritz Grab, Bibliothekar, jur. Alfred Winzer, Zeitungsverweser, jur. Julius Felix, Hausverweser. Verein jüd. Hochschüler Bar Kochba, Prag: Obmann: techn. Friedrich Hirsch, Obm.-Stellvertreter: jur. Fritz Knöpfmacher, 1. Schriftführer: med. Oskar Stein, II. Schriftführer: ehem. Erwin Schwarzkopf, Kassierer: techn, Ernst Löwy, Bibliothekar: phil. Viktor Kellner, Zeitungsverweser: jur. Max Benisch, Ersatzausschuß: J. U. C. Julian Hernheiser, J. U. C. Otto Propper, jur. Rudolf Beck. Vereinigung jüdischer Hochschüler aus Galizien „Bar Kochba", Wien: cand. pharm. Moritz Oberweger, Präses, cand. ing. Salomon Lebensart, Vizepräses, stud. ing. Samuel Nußbaum, I. Schriftführer, stud. jur. Adolf Isaak, II. Schriftführer, stud. ing. Josef Franzos, Kassierer. Jüd.-akad. Leseverein „Emunah", Czernowitz: jur. Dawid Taubes, Präses, jur. Samuel Schurtz, Vizepräses, phil. Chaim Rim, Schriftführer. Akademische Verbindung „Kadimah", Wien: cand. med. Felix ideutsch, cand. ing. Arnold Löwenstein, cand. jur. Fritz Löhner. Jüdisch-akademische Verbindung „Ivria", Wien: cand. jur. Albert Schönhof, cand. jur. Leopold Friedmann, cand. jur. Felix Vinterstein. Jüdische akademische Verbindung „Unitas", Wien: jur. Aleander Seelenfried, jur. Leopold Führenberg, jur. Bernhard Markus. Akad. Vereinigung „Makkabäa", Budapest: Präs.: cand. jur. da Weiler, Vizepräs.: cand. adv. Zsigmond Alt, Sekretär professor: drton Elias, Schriftführer: cand. jur. Andor Winkler, Kassier: e :id. adv. Vilmos Klein, Major domus: cand. jur. Robert Käroly!\ redi. Jüd. akad. Verbindung „Veritas", Brünn: cand, ing. Ignaz nkelsberg, cand. ing. Emil Kien, cand. ing. Emil Grätzer. Akademische Verbindung „Hasmonaea", Czernowitz: cand. r. Ehriel Bäumer, stud. jur. Moses Fischer, cand. jur. Alexander '-hapire. Jüdisch akad. Lese- und Redehalle, Brünn: Präses: ing. co Fall, Vizepräses: ehem. J. Engel, I.Schriftführer: ehem. J. Fried, L- Schriftführer: ing. P. Brammer, I. Kassierer: ehem. P. Dub, II. \a.ssierer: ing. J. Blumenthal, Bibliothekar: ing. S. Klein, Zeitungswart: ing. A. Sommer. Österreich Teplitz-Schönau, Zion. Am 8. Oktober sprach hier in einer sehr gut besuchten Vereinsversammlung Baurat Oskar Marnorek über „Die Weltvorgänge und der Zionismus" mit der an hm wohlbekannten Wärme und Meisterschaft. Daran schloß sich ine Aussprache über die gegenwärtigen Probleme in der Bewegung, lsbesondere über die Palästinaarbeit. Für die „Welt" und den -^alästinapflanzungsverein wurde besonders Propaganda gemacht. Broschüren wurden in großer Anzahl verteilt und verkauft. Für den Nationalfonds wurde gesammelt. Wien. Jüdischer Sport- und Geselligkeitsverein. Das neue Vereinslokal befindet sich im Hause III. Gärtnergasse Nr. 3. Fechtübungen daselbst jeden Mittwoch- und Samstagabend von 7 bis 9 Uhr. Mitgliedsbeitrag 2 K. monatlich. Gäste willkommen! Deutschland Hamburg. Die zionistische Ortsgruppe Hamburg-Altona hat nachstehendes Rundschreiben an die Mitglieder veröffentlicht: „Wir richten zu Beginn des Winters an alle unsere Mitglieder die dringende Bitte, die zionistische Bewegung im allgemeinen und unsere Ortsgruppe im besonderen durch Pflichterfüllung und reges Interesse mehr als bisher zu fördern. Dies Interesse möge in der Pflege unseres jüdischen Volksideals, in der Betätigung unserer Stammestreue, in unermüdlicher Aufklärungsarbeit, in steter Werbung neuer Mitglieder, in materieller Unterstützung unserer Volksinstitutionen (Nationalfonds, Jüd. Koloiiial-Bank), in der regelmäßigen Teilnahme an unseren Veranstaltungen seinen Ausdruck finden. Für den kommenden Winter sind außer den vierzehntägigen Zusammenkünften, für die bereits eine Anzahl von Referaten angemeldet sind, folgende Veranstaltungen in Aussicht genommen: L Am 11. Dezember findet in sämtlichen Sälen des „Logenheims" eine Makkabäer-Feier statt, die aus Prolog, künstlerischen - Darbietungen, Festrede und Ball bestehen wird. Als Redner ist Herr Rabb. Dr. Schorn stein-Kopenhagen gewonnen. 2. Die Aktionskomitee-Mitglieder N. Sokolow-Warschau und Dr. jur. Friedemann-Wiesbaden haben Vorträge zugesagt. 3. Auf Veranlassung des Vorstandes hat sich Herr Rabb. Dr. Löwenthal-Hamburg in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, während des Januar in einem Vortragzyklus „Die Zeit der Hasmonäer und Herodianer" zu behandeln. Wir machen ferner darauf aufmerksam, daß seit einigen Monaten eine jüdische Volkslesehalle, Kohlhöfen 17, besteht, in der ca. 30 jüdische Zeitungen ausliegen. Sie ist geöffnet an allen Werktagen, außer Freitag, abends von 8—10 Uhr, am Sonnabend von 11—-1 Uhr und Sonntags von 5—8 Uhr. Wir bitten schließlich, unser Zentralorgan, die jetzt in Köln erscheinende „Welt", welche wegen ihres vorzüglichen Inhalts eine anregende Lektüre bietet und zur Agitation außerordentlich geeignet ist, durch Abonnements (vierteljährlich 2.50 Mk.) zu fördern; sie ist seit jüngster Zeit auch im Einzelverkauf an allen Straßenverkaufsstellen in Hamburg erhältlich. Abonnementsbestellungen für „Welt" und „Jüd. Rundschau", Mitgliedsanmeldungen sowie Anfragen jeder Art sind gefl. an unsern Schriftführer Dr. Besser, Hamburg, Süderstraße 124 zu richten." Gleichzeitig hat die zionistische Ortsgruppe einen Aufruf an die zionistischen Frauen und Mädchen versandt. |°°°^^~ NOTIZEN ^CljH Alte Frankfurter Protokolle In der in London eröffneten Jüdischen Ausstellung wird auch ein eigenartiger, seit langen Jahren verschollen gewesener Manuskriptband zum erstenmale wieder an die Öffentlichkeit gelangen. Es handelt sich um ein sogenanntes Din-Thora-Buch, oder Protokolle des jüdischen Gerichtes der Frankfurter israelitischen Gemeinde, über zweihundert Verhandlungen enthaltend, aus den Jahren 1768 bis 1792. Jüdische Rechts- und Ritualangelegenheiten wechseln darin ab mit handelsgerichtlichen Entscheidungen, Häuserverkäufen und Aufteilungen, Erbschafts- und Lotteriestreitigkeiten.Ehescheidungssachen usw. Interessant ist u. a. ein Streitfall zwischen dem Begründer des Hauses Rothschild und dem Makler Meier Schiff (wohl der Groß- oder Urgroßvater des Herrn Jacob Schiff, von der Firma Kuhn, Loeb & Co., New-York) betreffs Provision für einen Hausverkauf. Die in den Verhandlungen vorkommenden Namen Frankfurter Familien sind die folgenden: Adler, Bing, Braunschweig, Doctor, Emmerich, Emden, Flörsheim, Flürscheim, Falk, Friedberg, Fulda, Fuchs, Gamburg, Geiger, Hirschhorn, Hahn, Hammel, Hecht, Kulp, Kassel, Kann, Landau, Lurie, Mainz, Maas, Oppenheim, Oppenheimer, Orschel, Pfann, Reis, Rothschild, Reinganum, Rindskopf, Schaines, Sichel, Spanier, Scheyer, Schloß, Schiff, Süßkind, Schuster, Schwab, Schwarzschild, Stern, Stiebel, Wetterhahn, Wimpfen, Worms, Weisweiller, Wertheim, Wohl, Die Häusernamen (in der Judengasse), welche genannt werden, sind: „Zum grünen Schild", „zum Trum" (Trommel), „zur Traube", „Goldner Apfel", „Hinterer Kranich", „zum Luchs", „zur Eul", „zum goldnen Knopf", „zum Kameel", „zum Papagei", „zu den drei Römern", „zum Hind", „zur wreißen Leiter", „zum fröhlichen Mann", „zum rothen Thurm" usw. Die Protokolle sind in hebräischer Sprache abgefaßt, und das ganze Buch ist verhältnismäßig noch gut erhalten. Der Manuskriptband befindet sich im Besitze des Rechtsanwalts Elkail N. Adler in London, Besitzers der unstreitig größten Privatsammlung hebräischer Manuskripte, der den Band vor einigen Jahren auf einer Orientreise in Jerusalem erworben hat. Schade, daß der Band die Abenteuer nicht erzählen kann, die er auf seiner Wanderung vom jüdischen Beth-Din zu Frankfurt a. M. nach Jerusalem erlebte. Ignaz Brüll Dieser Tage feiert einer unserer geschätztesten Gesinnungsgenossen, der berühmte Komponist Ignaz Brüll in Wien seinen 60. Geburtstag. Dem Künstler, Menschen und Juden haben wir