Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 23 (8.6.1906)
- Date
- 1906-06-08
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Verbindung „Emunah", Lemberg..........., 10.— Verbindung „Makkabea", Drohobycz........„ 10.— Rabbiner Dr. Reach, Gaya.............„ 5.— Sa mm el bogen Nr. 2, H.Löw (Ivria), Wien: Eisenschreiber, ArcL H. Qorge, Kaufmann, Horner, Dr. Lederer, Dr. Wertheimer, Rokotnitz, J. Weinheber, J. Löwy, Dr. Kestler, Goldschmied, Rübenstein, Unleserlich ä Kr. 1.—, Uprimny, Dr. Gerstmann, Dr. Weisengrün ä Kr. 2.—, Ing. Leo Altmann Kr. 4.—................Kr. 23.— Verein „Esperanca", Wien.............., 10.— Verein „Theodor Herzl", Wien...........„ 10.— Verbindung „Unitas", Wien............„ 10.—. Ferialverbindung „Giskalah", Proßnitz........„ 10. — R. P., Wien...................„ 20. - Sammelbogen Nr. 3, O. Krasny (Ivria). Wien: Haas, Klar, D. Bunzl, B. Singer, Kraus, Stapler, Brief, R. H. ä Kr. 1.—, Dr. Seltzer, Dr. Glücklich, Kopold, Feldmann, Tislowitz, Dr. Altenstein, H. Reicher ä Kr. 2.—, H. Uhmer Kr. 4.—, Jur. A. Schönhof, Dr. Immerglück ä Kr. 5.— . . . Kr. 36.— Summa Kr. 195.90 Krakau. Sonntag den 22. April fand die V. Generalversammlung des Mädchenvereins Ruth in Krakau statt. Aus dem Berichte der Sekretärin entnehmen wir, daß der Verein durch Veranstaltung öffentlicher Vorträge und feierlicher Abende die Zionsidee zu verbreiten suchte. Zur Vertiefung der zionistischen Gesinnung und zur Hebung der allgemeinen und besonders jüdischen Bildung unter den Mitgliedern trugen die Lese- und Vortragsabende bei. Der durch den Verein unterhaltene Kursus des hebräischen Unterrichts für Schulkinder und der unentgeltliche Unterricht erzielen gute Erfolge. Auch in finanzieller Richtung entwickelte der Verein eine erfreuliche Tätigkeit, indem er eine beträchtliche Zahl von Schekeln sammelte und die Mehrheit der Mitglieder sich für den N. F. besteuerte. Nach der Erteilung des Absolutoriums wurde der neue Vorstand wie folgt gewählt, nämlich: Dora Krebs, Präsidentin, Rachela Ohrenstein, Vizepräsidentin, Franziska Klausner, Salomea Krengel, Sekretärin, Helena Lemberger, Kassiererin, Helena Steiner, Bibliothekarin. Zum Ausschuß gehören Helene Drobner, Leonore Goldwasser, Karoline Griffel, Korngold, Rosa Mahler, Rosa Goldberger. Bericht des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland für das Jahr 1905—1906 (Fortsetzung aus No. 22.) III. Bericht der Nationalfonds-Verwaltung für Deutschland. Ein Bericht über den Jüdischen Nationalfonds kann nicht viel Neues bringen, da ja die wöchentlichen Ausweise in der „Jüdischen Rundschau" von den erfreulichen Fortschritten des Fonds regelmäßig Kenntnis geben. In der Tat muß gesagt werden, daß sich der Jüdische Nationalfonds jetzt einer für jüdische Institutionen äußerst seltenen Popularität erfreut; vergeht doch unter den deutschen Zionisten kein Familienfest, ohne daß des Nationalfonds gedacht wird. Mit Genugtuung kann daher auch konstatiert werden, daß der Fonds und seine sämtlichen Unterabteilungen an sich wesentlich höhere Vergleichsziffern aufzuweisen haben als im Vorjahre. Es bleibt dabei zu berücksichtigen, daß der letzte Bericht, der im vorigen Jahre dem neunten Delegiertentag in Basel vorgelegen hat, die Zeit bis Ende Juni 1905 einschloß, so daß für das jetzige Berichtsjahr tatsächlich nur die Ziffern von 10 Monaten vorliegen; die weiteren 2 Monate sind nur schätzungsweise analog den letzten 2 Monaten eingestellt. Bei aller Anerkennung dieser Resultate muß aber gesagt werden, daß der Nationalfonds noch nicht diejenigen Fortschritte gemacht hat, die den Gründern bei seinem Entstehen vorgeschwebt haben. Es ist daher Pflicht eines jeden Zionisten, an der Weiterentwicklung des Jüdischen Nationalfonds mitzuarbeiten und für denselben, jeder an seiner Stelle, die regste Propaganda zu machen. Wir lassen nunmehr die Ziffern selbst sprechen. An Nationalfonds-Geldern ohne Zweckbestimmung sind im Berichtsjahre 9162 Mk. eingegangen. Für Eintragungen ins Goldene Buch des Natioüalfonds sind 6048 Mk. zusammengekommen; es sind im Berichtsjahre 24 frühere Eintragungen vollendet worden, 34 neue Eintragungen angefangen und 10 neue beendet worden. Es muß hieran die Bitte geknüpft werden, die wir wiederholt in der „Jüdischen Rundschau" ausgesprochen haben, daß nur solche Neueintragungen beantragt werden möchten, bei denen die Spender sich auch für die volle Summe, die bekanntlich 205 Mk. beträgt, verbürgen können; so sind eine ganze Reihe von Konti für die Eintragung noch offen, an die jetzt überhaupt niemand mehr denkt und die somit ihren eigentlichen Zweck verfehlt haben. Die Angelegenheit der Diplome (Quittungen über die erfolgte Eintragung) ist nunmehr in zufriedenstellender Weise erledigt. Das Zentralbureau des Jüdischen Nationalfonds in' Wien hat jetzt sämtliche noch ausstehenden Diplome ausgefertigt und abgesandt. Auch die Ölbaum-Spende, die gerade in Deutschland Anhänger gefunden hat, hat sich in recht erfreulicher Weise entwickelt; es wurden insgesamt 809 Bäume mit 4854 Mk. gespendet. Um das Sammeln für die Ölbaumspende zu erleichtern, hat die Verwaltung recht geschmackvolle Quittungen anfertigen lassen, die in Zukunft — mit rückwirkender Gültigkeit vom 1. Januar dieses Jahres ab — jedem Spender gratis zugehen werden. Gleich erfreuliches ist vom Herzl-Wald zu berichten; allerdings schwebte den Urhebern des Gedankens eines Herzl-Waldes in Palästina eine weit größere Anzahl von Bäumen yor; man sprach damals von 100000 Bäumen, die in wenigen Jahren angepflanzt werden könnten. Dieser ursprünglichen Absicht gegenüber müssen freilich die bisher für diesen Zweck gesammelten Spenden noch recht klein erscheinen, doch steht es zu erwarten, daß die deutschen Zionisten diesem Denkmal unseres toten Führers auch fürderhin das größte Interesse entgegenbringen werden, so daß die ursprüngliche Absicht in absehbarer Zeit zur Verwirklichung gelangen kann. Für die Sammlung für die Herzl-Stiftung (Nationalgeschenk für die Kinder Herzls) sind aus Deutschland 17381 Mk. zusammengekommen. Diese Sammlung ist nunmehr geschlossen. Wir haben auch gern die kleinen Spenden für die Jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem (25 Mk.), für die Kunstgewerbeschule „Bazalel" in Jerusalem (45 Mk.), für den erkrankten Dichter der Lieder des „Ghetto", Morris Rosenfeld in New-York (100 Mk.i. für den Palästina-Verein (105 Mk.) und für die russisch-jüdischen Waisenkinder nach verschiedenen Vorschlägen (700 Mk.) entgegengenommen und ihren Bestimmungen'zugeführt. Einen guten Erfolg hatten wir mit unseren Sammlungen für die tapfere jüdische Selbstwehr in Russland; es sind dafür insgesamt 21500 Mk. eingegangen, darunter eine ganze Anzahl Spenden von Christen, ein neuer Beweis dafür, daß der sich seiner Haut wehrende und auf sich selbst besinnende Jude stets auf die Achtung und Anerkennung Andersgläubiger rechnen darf. Schließlich haben wir noch zum dauernden Andenken an die silberne Hochzeit unseres verehrten Präsidenten, Herrn David Wolffsohn in Köln für ein in Palästina anzukaufendes Stück Land, das seinen und seiner Gattin Namen tragen soll, 2000 Mk. gesammelt. «» Der längst gehegte Wunsch, eigene Nationalfonds-Büchsen zu besitzen, ist im vorigen Jahre zur Tatsache geworden; wir haben zunächst 1000 Stück derselben anfertigen lassen, und in knapp 3 Monaten war diese immerhin stattliche Zahl vollständig vergriffen; wir haben uns zur Anfertigung von weiteren 500 Stück entschlossen, die ebenfalls in ganz Deutschland gut untergebracht sind; gleichwohl liegen jetzt wieder eine ganze Anzahl neuer Gesuche um Büchsen vor, so daß wir jetzt weitere 500 Stück in Arbeit gegeben haben,* die in den nächsten Tagen die Fabrik verlassen, um den einzelnen Ortsgruppen zugeteilt zu werden. Die Büchsensammlungen lassen sich recht zufriedenstellend an; nach ziemlich genauer Schätzung trägt eine Büchse pro Jahr ungefähr 3—4 Mark, so daß wir, wenn sämtliche 2000 Büchsen untergebracht sind, mit einer jährlichen Einnahme aus dieser Quelle von 6—8000 Mark zu redhnen haben. Es muß hier die Bitte an die einzelnen Ortsgruppen ausgesprochen werden, für eine jährlich mindestens viermalige Leerung der Büchsen Sorge zu tragen. Die Einrichtung unserer Nationalfonds-Marken ist immer noch zu wenig bekannt und der Absatz mangelhaft; es gibt große Ortsgruppen in Deutschland, die im Berichtsjahre nicht eine einzige Nationalfonds-Marke bezogen haben; eine rühmliche Ausnahme machi einzig und allein die Hamburg-Altonaer Ortsgruppe, die die eigentliche Konsumentin für Nationarfonds-Marken in Deutschland ist. Von anderen Ortsgruppen treffen hier und da in Zwischenräumen von Monaten Bestellungen von 100 oder 200 Marken ein, die aber ihrer Geringfügigkeit wegen gar nicht ins Gewicht fallen, und doch könnte gerade hierin eine ganz ansehnliche Quelle für den Nationalfonds geschaffen werden. Es sollte daher kein Zionist unterlassen, für seine Privatkorrespondenz, insbesondere für diejenige mit der Nationalfonds- Verwaltung, sich einen, wenn auch geringen Posten Nationalfonds- Marken zu sichern; der Preis derselben ist wie bekannt 5 Pfg. das Stück. Es sind im vorigen Jahre im ganzen für 1000 Mk. Marken abgesetzt worden, woran allein die Hamburg-Altonaer Ortsgruppe mit 600 Mk. partizipiert. Ebenso sind die Nationalfonds-Telegramme in den weitesten Kreisen unserer Gesinnungsgenossen vollständig unbekannt. Auch der Absatz dieser Formulare ist daher ein recht