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Die Welt · 1906-06-08 · 23 (8.6.1906) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
10 (1906)
Issue
23 (8.6.1906)
Date
1906-06-08
Page
– (sequence 13)
Language
German
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No. 23 DIE^ELI 13 sarnmlung H. Miron Kondrat. H. N. Axelrad sprach im Namen der hiesigen Poale-Zionisten. Die Versammlung akklamierte folgende Resolution: „Die am 27. Mai versammelten Drohobyczer Juden erkennen den Zionismus als die einzig richtige und wahre Lösung der Judenfrage und beschließen denselben möglichst zu unterstützen und zu propagieren." ' Nach der Versammlung fand ein Demonstrationszug statt. Auch in Boryslaw (das dem hiesigen zionistischen Arbeitskornitee angehört) wurde am 27. eine Versammlung in der Synagoge abgehalten. Die Versammlung zählte über 300 Köpfe, lieber den Zionismus und die Bedeutung der Schekeltage sprachen Ingen. M. Sukascher, Axelrad (polnisch) und Driemer. A. 0. Kossöw. Am 27. Mai a. c. imposanter Schekeltag, veranstaltet von einem aus Zionisten bestehenden Komitee; anwesend einige Hundert Herren .und Damen, festlich gekleidet. Programm: 1. Warum und wozu muß jeder Jude einen Schekel zahlen? 2. Musik und Gesang. Redner: Dr. Füllenbaum und S. A. Häusler. Schekel gesammelt ca. 200.—. Der größere Teil davon vor der Versammlung. Die Schekelsammlung dauert fort. Osterreich Innerösterreichischer Distrikt Außer der Massenverbreitung der Schekelaufrufe ist im innerösterreichischen Distrikt auch durch eine große Anzahl von Versammlungen für die Schekelsammlung agitiert worden. Der Zionistische Zentralverein in Wien veranstaltete Sonntag den 26. Mai eine große Festversammlung im Hotel Post. Der Saal war blau-weiß dekoriert und mit dem Bilde H e r z 1 s geschmückt. Der Besuch der Versammlung war sehr stark. Gg. York-Steiner sprach über: . 10 Jahre Judenstaat. Gg. Adolf Böhm sprach über den Weltschekeltag. Beide Redner erweckten großen Beifall. Der Vorsitzende Dr. Marguli es richtete noch einen warmen Appell an die Anwesenden. Außer dieser äußerst gelungenen Festversammlung veranstaltete der Zion. Zentralverein noch Versammlungen am 28. Mai in der Brigittenau und in Favoriten, und Donnerstag den 31. in Mariahilf; ferner fanden im innerösterr. Distrikt statt: Sonntag den 28. Mai eine große Versammlung der „Poale Zion", Redner Dr. Weisengrün, je eine in Krems (Artur Freud), Neunkirchen iA. Böhm) Leoben (Dr. Meisel), Graz (Dr. Meisel). Überall bot sich das erfreuliche Bild einer großen Begeisterung für unsere Sache. In Neunkirchen dürfte demnächst die Gründung einer Ortsgruppe erfolgen, in Leoben, das 26 jüdische Familien zählt, wurden sofort 29 Schekel gezahlt, in Graz erfolgten 15 Neuanmeldungen zu dem dortigen Vereine. (Über Krems liegt Spezialbericht in der vorwöchentlichen Nummer vor.) Teplitz-Schönau: Montag den 28. Mai Schekelversammlung. Referent Dr. Emil Margulies sprach über „10 Jahre Judenstaat". Versammlung durch Plakate angekündigt. Einladungen mit Flugblatt verschickt. Sehr guter Besuch trotz ungünstiger Jahreszeit. Sammlung von Schekelspenden. Bisheriges Ergebnis der Schekelspenden Sammlung während der Schekeltage ca. 380 Kronen ohne die jährliche und für 1905'06 bereits abgeführte Schekelsteuer der Zionisten. Noch einige kleinere Beträge ausständig. Auch der moralische und agitatorische Erfolg der Schekeltage ist trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit ein ausgezeichneter. Schweiz Basel: Öffentliche Versammlung am 27. Mai, einberufen von der zionistischen Vereinigung. Ca. 60 Personen anwesend. Redner: Herr Moritz JLevy (Liertal). Guter Erfolg. Bern: Öffentliche Versammlung am 27. Mai, einberufen vom akademischen Zionistenverein. Anwesend ca. 100 Personen. Redner: Herr Rawikowitz und als Vertreter der jüdisch-nationalen Verbindung „Kadimah" Herr Bernstein. Schöner Verlauf. Zürich: Keine Versammlung, dagegen Versendung eines Zirkularaufrufes an alle Juden der Stadt. St. Gallen: Gut besuchte öffentliche Versammlung am 27. Mai, einberufen vom Verein Ahawat Zion. Redner: Herr Färber aus Zürich. Schöner Erfolg. Das Landeskomitee hatte vorher 2000 Exemplare der Flugschrift von Dr. Hantke „Die jüdische Volksbewegung . . ." kommen lassen und den Vereinen zugestellt, von welchen sie ausgiebig verwendet wurden. Resolution des Delegiertentages des Schweizerischen Zionistenverbandes am 3. Juni in Basel. Der am 3. Juni in Basel versammelte Delegiertentag des Schweizerischen Zionistenverbandes dankt Herrn Präs. Wolffsohn für seine so sympathische Begrüßung und für seine Glückwünsche. Der Delegiertentag hat mit Befriedigung Kenntnis genommen von der seit dem 7. Kongresse geleisteten Arbeit des engeren A.-C. und spricht demselben und namentlich dessen Präsidenten seinen Dank und sein volles Vertrauen aus. Verschiedene Nachrichten aus der Bewegung Aufruf für ein Herzldenkmal der österreichischen Studentenschaft. Gleich nach dem Tode Dr. Theodor Herzls ist in zionistischen Studentenkreisen der Plan aufgetaucht, dem Schöpfer des politischen Zionismus ein schlichtes und bleibendes Denkmal studentischer Dankbarkeit und Treue auf palästinensischem Boden zu setzen. Schon damals wurde hierfür jener Platz in Aussicht genommen, auf welchem Herzl bei seiner Palästinareise im Jahre 1898 eine Zeder pflanzte. Diesen Baum umfrieden und von der zionistischen Studentenschaft dort einen Denkstein errichten zu lassen, ist die Aufgabe des unterzeichneten Komitees. Wir wenden uns mit diesem kurzen Aufrufe vertrauensvoll an die jüdisch-nationalen Akademiker, ihre Gönner und Freunde in jüdischen Kreisen. Die zionistische Studentenschaft in unserm Lande, die zu Herzls treuesten Anhängern gehörte und die er mit Stolz „seine Studenten" nannte, wird eine Ehrenpflicht erfüllen, wenn sie durch eifrige Propaganda und werktätige Förderung zur baldigsten Errichtung des geplanten Denkmals beitragen wird. Wir erwarten, daß jeder Zionist mit Freuden unsern Plan begrüßen und zur Ehrung unseres großen Führers nach seinen Kräften beisteuern wird und sind dessen gewiß, daß es vieler Worte nicht bedarf und daß ein einmaliger Appell an die Opferbereitschaft aller nationalgesinnten Juden genügt. Die einlaufenden Beträge sind an techn. Otto Krasny, I. Johannesgasse 3 oder an die „Welt" zu senden, in welcher sie zum Ausweise gelangen. Sie werden an die Anglo-Palestine-Company in Jaffa abgeführt, deren Direktor Levontin mit Prof. Boris Schatz und E. M. Lilien die Durchführung des Planes übernommen hat. Wien Mai 1906. D. Wolffsohn (Köln), Dr. Max Nordau (Paris), Dr. Tschlenow (Moskau), Prof. O. Warburg (Berlin), als Mitglieder des großen A.-C. Dr. Isidor Schalit für die österreichische Landesorganisation, stud. Oskar Alexandrowitz (Verein ,,Makkabäa"-Drohobycz), stud. Buchsbaum (Verbindung ,,Hasmonäa"-Czernowitz), phil. Josef Carnicb (Verein „TheodorHerzl"-Wien), cand.phil. Oskar Donath (Ferialverbg. Massada-Prerau), cand. phil. Viktor Freud (Verein „Bar Kochba"-Prag), J. U. C. Erwin Gallus (Verbindung ,,Unitas"-Wien), techn. Josef Hahn (Verbindung ,,Makkabäa"-Wien), cand. phil. Eduard Hessing (Verbindung ,,Hebronia"-Czernowitz), techn. Jakob Krummholz (Verbindung „Kadimah44-Wien), jur. Alex Licht (Verein „Bar Girora": Wien),lur. Josef Mieser (Verbindung ,,Emunah"-Lemberg), phil. Max Reicher (Ferialverbindg. „Hessiana"-Mähr.-Ostrau), med. Aron Sandberg (Verein „Jüd. Cultur"-Wien), stud. Moses Schor (Verbindung ,,Zephira"-Czernowitz), techn. Ernst Spitzer (Verbindung,, Ivria"-Wien), J. U. C. Jaro Stein (Verbindung „Barissia"-Prag), stud. jur. Chagim Tartakower (Verein „Techijah"-Brody), cand. jur. Rudolf Tramer (Ferialverbindung ,,Hasmonäa"-Friedek), stud. jur. Leon Wechsler („akad.-zionist. Jugend" in Buczacz), cand. ing. Ignaz Winkelsberg (Verbindung ,,Veritas"-Brünn). Für das Herzldenkmal der zionistischen Studentenschaft Österreichs sind bereits eingegangen: Verbindung „lvria", Wien.........t. ... Kr. 30.— Verein „Bar Koehba", Prag............„ 10.-- Sammelbogen Nr. 13, Dr. H. Groß (lvria), Leipnik: Dr. H. Groß Kr. 2.—, Fritz Spitzer, Ottokar Berger, M. Himmer, Julius Fried, Josef Borger, W. Lachs, H. Haas ä Kr. 1.—, Oskar Himmler 80 H., H. Lachs, Arnold Hudels, Richard Spitzer ä 60 H., Unleserlich 30 H.........Kr. 11.90

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