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Die Welt · 1906-05-11 · 19 (11.5.1906) · page 11

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Journal
Die Welt
Volume
10 (1906)
Issue
19 (11.5.1906)
Date
1906-05-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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No. 19 die3|ke LT 13 O (l o o v-- - FEUILLETON □ ,/j HILULA DE RABBI SCHIMEON BAR JOCHAI In dem Stunde westlich von Saffed gelegenen arabischen Dorfe Meron feiert man alljährlich am 18, Ijar (Lagbömer) das Fest „Hilula de Rabbi Schimeon Bar Jochai". Der Tradition nach sind dort Rabbi Schimeon Bar Jochai und sein Sohn Rabbi Elasar begraben, auch finden sich dort Ruinen einer Synagoge, von denen bunden ist. Die frommen Juden Palästinas bringen nämlich ihre Kinder im Alter von 3 Jahren mit, um ihnen dort zum ersten Male die Haare schneiden zu lassen. Die reichen Väter pflegen dort das Gewicht der geschnittenen Haare in Gold an die Armen zu verteilen. — Die Zeremonie des Festes selbst hat einen sehr heidnischen Charakter: nan sagt, daß es die Überreste einer Synagoge eben dieses Rabbi Schimeon seien. Die frommen Juden Palästinas pflegen sich jährich zu diesem Feste in Meron einzufinden, während es die enternter wohnenden Frommen des ganzen Orients für ihre Pflicht -rächten, wenigstens einmal in ihrem Leben diesem Feste beigewohnt zu haben; auch Rußland, besonders Kaukasien, stellt ein großes Kontingent zu diesen Wallfahrern. So kommt es, daß all- 'ährlich ganze Scharen von Juden bis aus Persien her nach dort pilgern, besonders da noch ein [anderer frommer Brauch' dämit verman errichtet einen Scheiterhaufen, in dessen Flammen man Tücher, Kleider und alle möglichen, teils zu diesem Zweck schon mitgebrachten Dinge als Opfergaben hineinwirft, und unter wildern Singen und Beten umtanzt man den brennenden Holzstoß. Unsere Bilder sind Momentaufnahmen von diesem Feste und geben wenigstens einen Begriff von dem ungeheuren Gedränge, von dem Charakter des OTtes und auch der dortigen Bauart. — Übrigens gehen auch während des ganzen Monats Elul Safeder Juden nach Meron, um dort ihre Gebete zu verrichten.

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