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Die Welt · 1906-04-27 · 17 (27.4.1906) · page 3

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Journal
Die Welt
Volume
10 (1906)
Issue
17 (27.4.1906)
Date
1906-04-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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No. 17 DI E 1 sich verschließt, die sie übersehen möchte, vielleicht im Alltagsgetriebe sogar wirklich übersieht. Vor allem die Juden aller Welt müssen in den Schekeltagen durch demonstrative Beweise sehen und hören, wer die Führung unseres Volkes übernommen hat. Und auch die Nichtjuden, die noch so wenig über unser Volk informiert sind, sollen uns bemerken. Mehrfach haben unsere Gesinnungsgenossen in der letzten Zeit bewiesen, daß sie die Fähigkeit und Kraft zu großen öffentlichen Manifestationen haben, wenn es gilt, einer guten jüdischen Sache zu dienen. Die amerikanischen Zionisten, die u.a. anläßlich der Pogrome den Straßenaufzug von einer Viertelmillion Juden in New-York arrangierten, die österreichischen Zionisten, die viele Hunderte Wahlversammlungen an einem Tage veranstalteten, haben ein Beispiel gegeben, wie stark unsere Organisationsfähigkeit ist. An den Schekeltagen, die Festtage für unsere Bewegung sein sollen, soll sie sich, wird sie sich hoffentlich in erhöhtem Maße bewähren. Die materielle und moralische Stärkung unserer Organisation, die Steigerung unseres Ansehens, die Vermehrung unserer Anhänger, die imponierende Dokumentierung unserer Idee, — all dies EELT — 1 5 kann uns die Neueinrichtung der Schekeltage bringen. Die Parole ist an alle Landsmannschaften, nach allen Ländern, wo Zionisten wohnen, ergangen. Ohne Säumen auf zur Tat! Zur Ehre, für die Größe des Zionismus! An die Arbeit, die keinem zu groß, keinem zu gering sei! Allen aber, die sich jetzt zur Arbeit rüsten, sei des Dichters Gruß entboten: □'jjfnpn wriN >t nipinri;d&; dh t^nzi -usnN m'-iDy D^Jfinp fCPp^y - o?nn bs? '^n!cj;n rnT}?? ihn d?£' Die Ihr liebt unser Land, unsres Landes Staub, Brüder, Euch schwelle der Arme Kraft, Nie sink' Euer Mut! Mit jubelndem Sang Eint Euch zur Schar, die Erlösung uns schafft! Aufruf des Zentralbureaus der zionistischen Organisation in Rußland DER SCHEKEL Das Zentralbureau der zionistischen Organisation in Rußland hat eben folgenden Aufruf erlassen: „Nicht groß und nicht schwer ist die zionistische Steuer. Viel größere und schwerere Geldopfer werden Zionisten noch bringen müssen, um ihr Ideal in Leben umzusetzen, viele Opfer, noch schwerer als Geldopfer, warten unser auf unserem Wege. Aber nicht weniger wichtig als alle andere Leistungen ist die kleine Schekelzahlung. Ohne Schekel kann die zionistische Organisation nicht bestehen. Der Schekel ist für jeden Zionisten das erste Zeichen seiner Zugehörigkeit zur Organisation. Der Schekel ist die Grundlage für alle Tätigkeit und Entfaltung der zionistischen Organisation. Wie furchtbar ist unsere lange, achtzehnhundertjährige Golus-Rechnung! Wie schwer und wie teuer bezahlen wir die mit unserem Blut bespritzten finsteren Winkel des Exils! Wie teuer, wie heilig muß uns da der Weg sein, der zur Freiheit führt, zur Selbständigkeit, nach unserer alt-neuen Heimat! Und dazu führt uns der Zionismus. Die erste, notwendigste Steuer aber im Interesse des Zionismus der zionistischen Organisation ist der Schekel. Allen unseren Brüdern rufen wir zu: Weckt auf in euch den starken Willen zur nationalen Befreiung, vereinigt all eure Kräfte unter der Fahne der nationalen Freiheitsbewegung des Zionismus! Allen unseren Brüdern, denen die Interessen der zionistischen Bewegung teuer sind, rufen wir zu: Gedenket des Schekels! Und erfüllt mögen unser aller Herzen sein von dem einen heiligen Willen: Leben und aufblühen soll das freie jüdische Volk auf seinem eigenen freien Boden — in Erez Israel!u An die Landsmannschaften und Vereine! Die Redaktion der „Welt** wird der Agitation und Propaganda für die Schekeltage ihre besondere Aufmerksamkeit zuwenden, Sie richtet daher an alle Landsmannschaften und Vereine das Ersuchen, ihr regelmäßig ausführliche Nachrichten über die Vorbereitungsarbeiten und den jeweiligen Stand der Aktionen für die Schekeltage zugehen zu lassen.

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