Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 37 (15.9.1905)
- Date
- 1905-09-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 „bie * weit11 Nr. 37 deren Reihen sich zahlreiche altbewährte Zionistem befinden, dann wird für sie die Revision ihres bisherigen Standpunktes und ihres Verhaltens zur sittlichen Pflicht. Zu dieser Hoffnung berechtigt uns die Tatsache, dass das Baseler Kongressgiebäude der Schauplatz zwar heftiger, aber doch sachlicher Kämpfe war, und dass kein Zweifel an deir bona fides der Partei aufkommen konnte. Darum können auch wir, die unterlegene Minorität, uns bei einher Betrachtung des VII. Zionistenkongresses zu der tröstlichen Gewissheit durchringen, dass wir auch in der Energie des Gegners die Kraft zu schätzen haben, die einst dem jüdischen Volke zugute kommen wird. $rfbfii)e* (Für diese Rubrik ht die Redaktion nicht verantwortlich.) Für die Feiertage. Dar theologische Verein der Hörer an der israelitischen theologischen Lehranstalt in Wien empfiehlt den P. T. Gemeinden seine Mitglieder als Prediger an den hohen Feiertagen. Gef. Zuschriften sind zu richten an Dr. Gustav Sicher, IL, Eembrandtstrasse 28, Mezzanin. * * * Mitteilungen des innerösterr. Distriktskomitees. Das innerösterr. Distriktskomitee teilt mit, dass auch dieses Jahr in allen Räumen des Kongressbureaus (IX., Türkenstrasse 9) an den hohen Feiertagen ein Gottesdienst stattfindet, weshalb die P. T. Gesinnungsgenossen und ihre Damen eingeladen werden, rechtzeitig die gewünschten Plätze zu belegen. Anmeldungen etc. ßiad zu richten an Herrn Teitelb a u m im Kongressbureau, der auch nähere Auskünfte erteilt. Das innerösterreichische Distriktskomi t e e : Berta HerrmanD Max Markus. Schriftführerin. Obm ann . * * * Briefmarken für den Nationalfonds. Folgende Gesinnungsgenossen haben für den Nationalfonds Briefmarken gespendet: Wien: Dr. E. M. Zweig, Frl. B. HerrmanD, D. V. Angestellte der Kanzlei Dr. Kahn, „Welt", akad. Karl Planer. Pressbu'rg: J. Schill. Hefmanmestec: R. Lewit, H. Hoffmann. Konstantynew: S. Punczerski. Krakau: N. Fruchthäudler. Rzeszöw: Kohn und Strisower, M.Alter. St anislau: Frl. J.Diamant. Graz: stud. E. Bonyhadi. Linz: Frl. D. Weissberg. Banjaluka: Rabbiner Dr, M. Frankfurter. Pilsen: A. Beck. Szombathety: L. Bernstein. Czernowitz: Ohne Namen. Lemberg: H.Weber. Janow: Frl. J. Axelrad. Napagedl: J. Reichsfeld. Amsterdam: H. Aronowitz. Schönlanke: L. J. Bochner. Prjedor: G. Seidemann. Teschen: H. Starnberger. Allen Spendern besten Dank und Zionsgruss! Die Philatelie-Abteilung der Nationalfondskommission. * * # Werte Gesinnungsgenossen: Wir haben in letzter Zeit grosse Bestellungen auf Briefmarken erhalten. Im Verhältnisse zu diesen Bestellungen ist die Zahl der einlaufenden Sendungen eine verschwindend kleine. Wir können diese Bestellungen nur ausführen, wenn wir genügend viel Briefmarken erhalten. Und genügend viele Marken können wir nur bekommen, wenn alle Gesinnungsgenossen und -Genossinnen sammeln. Nun ist es aber nur ein ganz geringer Teil unter unseren Gesinnungsgenossen, der für den Nationalfonds Briefmarken sammelt. Unter 500 kaum einer! Ich glaube nicht, dass man zu diesen Zahlen noch etwas hinzuzufügen braucht. Sie sprechen für sich selbst. Werte Gesinnungsgenossen! Wenn wir diesen Bestellungen nicht nachkommen, entgeht uns eine grosse Summe Geldes für den Nationalfonds. Wir fordern euch dringendst auf, uns b a 1 di g s t und in möglichst gross er Anzahl Briefmarken zu senden. Besonders gesucht werden Marken aus: Aegypten, Amerika, Argentinien, Bosnien, Brasilien, China, Frankreich, den französischen Kolonien, Griechenland, England, den englischen Kolonien, Japan, Levante, Montenegro, Australien, Indien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Transvaal. J e h u d a. * * * Herr Rabbiner Dr. Templer ersucht uns, festzustellen, dass er die Versammlung in Franzensbad nicht eröffnet, sondern nur die Gedächtsnisrede gehalten hat. * # * Personalnachrichten. Gg. Leiser Förster in Nadworna hat sich mit Frl. Rosalie Neuberger aus Harasimow verlobt. * * * Zur Nachahmung empfohlen. Unser Gg. Ldzär Feldmann wurde in Galanta, Hotel Fischhof mit Frl. Janka Schlesinger, Nagy-Tapolczany, vermählt. Die Einladungen trugen folgenden Vermerk: „Als Telegrammablösung werden Spenden für den „JüdischenNationalfonds* einzusenden an Neumann, Nyitra, dankend quittiert. Die Postanweisungscoupons werden an Stelle der Telegramme bei der Hochzeitstafel verlesen". Bravo! Berlin. (Hilfsverein der Deutschen Juden.) Wie durch die Tagespresse hinlänglich bekannt geworden, hat eine furchtbare Feuersbrunst am 3. September die Stadt Adrianopel heimgesucht. Telegraphische Nachrichten, die dem Hilfsverein der Deutschen Juden von der jüdischen Gemeinde in Adrianopel zugegangen sind, bestätigen übereinstimmend, dass das jüdische Viertel am meisten durch das Feuer gelitten hat. Hunderte jüdischer Häuser sind eingeäschert worden und tausende unserer Stammesgenossen befinden sich unter freiem Himmel. Der Vorstand des Hilfsvereines der Deutschen Juden hat sofort 3000 Frcs. nach Adrianopel zur Linderung der Not überwiesen. * * * Personalnachricht. Unser verdienstvoller Mitarbeiter Herr Siegmund Grünspan, dem seit Gründung der „Welt" deren technische Herstellung oblag, eröffnet am 15. Oktober in Wien eine eigene Druckerei. Wir beglückwünschen ihn zu diesem Erfolge seiner Arbeit. ffas de* fteifregüDg. Gedenket des Sehekels I Berichte. London. Am 28. August fand eine Versammlung der Exekutive der English Zionist Federation mit Mr. J. Cowen statt. Dem Subkomitee der Federation und den Veranstaltern als Vorsitzenden des vorwöchentlichen Massenmeetings in der Great Assembly Hall der Dank votiert. — Eine Zionistenversammlung in Newcastle-on Tyne, zur Entgegennahme des Kongressbericrite3 seitens des Delegierten Danziger einberufen, sprach ihr Vertrauen zu den Führern der Bewegung aus. Mülhausen. (Resolution.) Der Verein „Zion" in Mülhausen bedauert;, dass der 7. Kongress jede kolonisatorische Tätigkeit ausserhalb Palästinas und seinen nächsten Nachbarländern abgelehnt hat, und stellt folgende Grundsätze auf: Der Zionismus hat neben den nationalen auch ökonomische Motive, seine Aufgabe besteht nicht nur darin, Palästina für das jüdische Volk wiederzugewinnen; er hat auch für die Hebung der Judennot zu sorgen. Solange der Zionismus eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina nicht schaffen kann, muss er für die Schaffang einer solchen ausserhalb Palästinas eintreten. Er erhält dadurch ein Machtmittel von eminenter Bedeutung, um sein Endziel zu erreichen, er steuert auch, soweit es ausserhalb Palästinas möglich ist, dem jüdischen Massenelend. Der Verein „Zion" gibt der Erwartung Ausdruck, dass diese Grundsätze, die den nationalen und ökonomischen Bedürfnissen der Juden Rechnung tragen, dem nächsten Kongresse zur Richtung dienen werden. Bisenz. Nationalfonds 43 K 29 h. Am.3. September veranstaltete diejüd.-akad. Ferialverbindung^Achiwah" aus Ungarisch-Hradisch in unserer alten Judengemeinde einen Agitationskommers, der erhebend und begeisternd wirkte. Unter den Gästen, die den Saal bis aufs letzte Plätzchen füllten, befanden sich auch die Spitzen der politischen und,