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Die Welt · 1905-08-18 · 33 (18.8.1905) · page 12

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Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
33 (18.8.1905)
Date
1905-08-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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§eüe Ü * Wei*11 Nr. 33 legen können. Ausserdem waren gerade in diesem Winter einige unserer fähigsten Redner durch Krankheit und Berufsgesehäfte verhindert, sich wie in den früheren Jahren in den Dienst der Agitation zu stellen. So erklärt es sich, dass wir leider in einer ganzen Anzahl von Fällen äusserst wie waren, für liedner zu sorgen. Gerade bei diesem wichtigen Punkte sind wir mehr als anderswo auf die Mitarbeit der Ortsgruppen und das Entgegenkommen, der Parteigenossen, die die Vorträge halten, angewiesen. Eine plänmässige Versorgung der Ortsgruppen 'mit Vorträgen ist nur denkbar, wenn sich die Ortsgruppen und die Eedner ausnahmslos der Vermittlung des Zentralhureaus bedienen. Mir dann können wir grössere Agitationstonren ■'zusammenstellen, und alle Gruppen zu ix>riicksichtigeii versuchen. Die Vermittlung durch das Zentralbtrrcau hat übrigens für beide Teile den Vorteil, dass die Erstattung der Auslagen durch da* Bureau erfolgt Daneben hatten wir mit anderen Angelegenheiten zu tun. Xeue Schekelhlocks wurden hergestellt/ Wir gilben Schemata für Makkabäcrfciern heraus und förderten die Herausgabe eine? zionistischen Volkskalenders. Andere Aufgaben wurden zwar in Angriff genommen, konnten aber noch nicht erledigt werden. " Behindere Aufmerkeinkeit haben wir der Agitation für den Xationalfoncls ge\\ ulftief: Wir' haben unter Mitwirkung des überaus rührigen Gruppenvelhaiide» ,,Ifftnsa- «tädte" ein Xatioiralfondsflugblaft und Pepeschenfornmjare, neräu*gegetx>:m Wir haben ferner 1500 XatiWal^ndsbiieli^eii hergestellt, von denen 1200 ausgegeben sind, Tu Lübeek ist eine Sammelstelle für Materialien, die zugunston des Xatiomilfond* verkauft werden können, eingerichtet worden. Auch den Gebrauch von Xationalfondsbiärkeii sncJiteü w'n; M fördern. Die m Deutschland be- >tebeuden Sharekfubs sind in Heidi/} zenträlisiert worden. Her ErU\g untrer Tätigkeit ist die Verdqjpcdüng der eingegangenen Gelder. Itll' sehen diesen Erfolg aber nw als einen geringen an. Den Sammlungen für den Xationalfonds muss eine, viel grössere Aufmerksamkeit als bisher geschenkt werden: tVir vers])rechen uns sehr viel von den Xationalfondsbüchsen. Die bisher schon einmal geleerten etwa 300 Büchsen haben zufrieden stellende Ergebnisse erzielt. Jeder Zionist müsste es sich zur Aufgabe machen, seine Briefe mit Xationalfondsmarken zu 'versehen. Dies ist jetzt wesentlich erleichtert, da wir sämtliche Marken haben gummieren lassen. Gerade hierauf weisen wir hin, da bisher nur ein einziger Gruppenverband — es ist der der Hansastädte — in nennenswerten Mengen Xationalfondsmarken von uns bezogen hat. Bei allen passenden (Telegenheiten ist für den Xationalfoncls zu sammeln. Hierin liegt gleichzeitig eine .Agitation, die auf weite Kreise einen günstigen Eindruck macht. Bisher hat leider nur eine kleine Anzahl von Ortsgruppen, wie die in der ..Jüdischen Rundschau'* veröffentlichten Spenderlisten erkennen lassen, ihre Pflicht voll getan. In Oesterreich sind in diesem Jahre 115 000 Kronen, also fast 100 000 Mark, für den Xationalfonds gesammelt worden. Wir hoffen, dass die deutsche Organisation bald ein der "Zahl der deutschen Juden entsprechendes Resultat verzeichnen kann. Xebcn der Arbeit für den Xationalfonds ging die für das Xationalgeschenk an die Kinder Theodor Herzls. Sie hat in den meisten Gruppen gute Resultate erzielt. Wie uns die Regelung des Kassenwesens gelungen ist, ergibt der gleichzeitig veröffentlichte Etat. Da, unsere Kinnahmen fast sämtlich erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahre^ eingehen, so mussten wir einen. Betriebsfonds haben. Er beträgt, wie der Etat zeigt, 1159,80 Mark und setzt sich aus den Ueberschüssen der f rüheren Distriktsbureaus ferliri und Mannheim und der vom Jahre 1903/4 einbehaIteneni Sehekelquote zusammen. An Landesbeiträgen sind leider e'M 2403 Mark eingegangen, während Wir auf 4500 Mark gerechnet haben. Das Zentralkomitee m Hs^tc daher auch in diesem Jahre von seinem Eeeli t, eine Qiitftc? der Schekelgelder einzubehalten., 'Gebrauch machen, Es ist uns übrigens noch eine grössere Anzahl von Landesbeitiigen in Aussicht gestellt worden; dieselben #ind aber nocii me'Jrt eingegangen. Betreffs innerer Ausgaben verweisen wir auf den Etat. Der Etat sowohl \?w t\w gleichzeitig veröffentlichte ITebersicht über die Sammlungen1 äet deutschen Zionisteü für zionistische Zwecke zeigt, welch g'fössen Ümfamg unser Kassenwesen genommen hat. Insgesamt *ind über 50 000 Mark meist in ganz kleinen Beträgen durch (He Hände unseres ■ Sehatzmeisters gegangen, so dass dieser Posten einer der wichtigsten unserer Organisation geworden ist. In ffn-serer Aufstellung fehlt ein Vermerk über die Kosten der aumgangenen Flugblätter und Broschüren. Die Auslagen sind durch Einnahmen für verkaufte Broschüren gedeckt worden. Unseren Broschürenbestancl haben wir dem Verlage „Jüdische Rundschau" übergeben, da dieser bereits seit einem Jahre den. Versand der Drucksachen übernommen hat. Die Ein Sammlung der Schekelgelder hat einen nicht unbefriedigenden Verlauf genommen. Da sie noch nicht Abgeschlossen, ist, kam! die genaue Zahl noch nicht angegeben worden. Bisher sind 650 Mark mehr als im vorigen Jahre eingegangen. Das Zentralbureau erledigt ciie wichtigeren, insbesondere die prinzipiellen Angelegenheiten kollcgiairter.. Es hat im Laufe des Jahres 25 Sitzungen abgehalten. Im unserer Arbeit sind wir wesentlich durch die von uns mit Genehmigung des Zentralkomitees eingesetzten Ausschüsse unterstützt worden. Insbesondere müssen wir die Arbeit des literarischen Ausschusses, an dessen Spitze Hlerr Assessor Dr. Friedemann steht, der Materialienverwaltung des Xationalfonds, die Frau Dr. Joel in Lübeck übernommen hat, und des (kuppenVerbandes Hamburg, der die Nationalfondsdepeschen und das Xationalfondsflugblhit verwaltet, hervorheben. Sammlungen vom 1. Juli 1004 bis 30. Juni 1905.. I. Xationalfonds: Spenden ohne Zweckbestimmung 7533 Mark, Spenden für das goldene Buch 6680 Mark, Oelbäume und Herzlwald 4051 Mark, Telegrammformulare 120 Mark, Xationalfondsmarken 1300 Mark, zusammen 20 584 Mark. IL 85 Aktien der Jüdischen Kolonialbank 1750 Mark, 5000 Slmremarken 1250 Mark, zusammen 3000 Mark. III. Xationalgeschenk für die Kinder Herzls 17 263 Mark. Ge/amtsumme 40 847 Mark. ITebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland in Berlin vom 1. Juli 1004 bis 30.\Tuni 1905. Einnahmen: 1. Landesbeiträge pro 1903/4 668,60 Mark. 2, Für die Landesorganisation laut Vereinbarung zurückbehaltene Schekelquote pro 1904/5 491,20 Mark. 3. Landesbeiträge pro 1904/5 2703,60 Mark. 4. Für die Landesorganisation laut Vereinbarung zurückbehaltene Schekelquote pro .1904/5 1338 Mark. 5. Zurückerstattete Agitationskosten 689,60 Mark. Zusammen 5891 Mark. Bemerkung: Das Broschürenkonto ist nicht verrechnet. Ausgaben: 1. Ausgaben des Zentralkomitees 580 Mark. Hiervon, sind 120 Mark noch abzuführen. '2. Zuschuss zu den Kosten des Hamburger Delegiertentages 1904 500,65 Mark. 3. Agitationskosten 919,85 Mark. 4. Ausgaben der Gruppenverbände 97,60 Mark. 5. Bureauunkosten: a) Gehälter 710 Mark, b) Porti 611 Mark, e) Xationalfondsmarken 88 Mark, d) Bureaueinrichtung 250 Mark, e) Miete, Tele-

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