Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 24 (16.6.1905)
- Date
- 1905-06-16
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 flbie # weit11 Nr. 24 galizischen Distriktes, bei den Wahlen der Kongressdelegierten nur galiziscbe Zionisten zu berücksichtigen. In das neue D.-K. wurden gewählt: Dr. Braude, Bacher, Freilich, Dr. Füllenbaum, A. Kuner, Dr. Laufer, Lichtmann, Magnet, Regine Melier, Dr. Schur und Dr. Jonas als Mitglied des A.-C. Nach den Wahlen referierte Dr. Jonas über „Allgemeine Lage und Strömungen in Zionismus". Ueber dieses interessante nnd erschöpfende Referat entwickelte sich eine sehr anregende Diskussion (Weinreb, Bacher, Dr. Sussmann, Dr. Schur, Dr. Braude, Taubes). Nach den Schlussreden des Dr. Schur und Dr. Braude an die Delegierten wurde um 8l/a Uhr abends der Distriktstag geschlossen. Westgalizischer Distrikt. Bericht dies D.-K. Verieinsk a tas te r. 1. Bochnia: „Zion" 1903. 2. Chrzanöw: „Bneil Zion". 3. Gorlice: „Hatchija" 1903. 4. Krosno: „Ghowiewe Zion". 5. Krakau: „Zion" (Bürgerverein). 6. „ „Prz-edswit-riaschachar" (.akad. Verein). 7. „ „Achdus" (Handelsangestellte und Arbeiter). 8. „ „Ruth", Frauen- und Mädchenvetrein) 1904. 9. „ „Ju-dyta" (Verein arbeitender Mädchen). 10. „ „Share-Club". 11. „ „Chejrut" (allg. Fachverein jüdischer Arbeiter, Sitz des Verbandes „Poale Zion"). 12. „ „Oizrei Zion", (Behelferverein). 13. Laucut: „Chowewe Zion". 14. iMuszna: „Arziei Libanon". 15. Nowy Sacz (Neu-Sandez): „Esra", Verein u. Lesehalle 1903. 16. Nowy Targ (Neumarkt): „Bnei Zion". 17. Oswicim: „Zion" 1903. 18. Pilzno: „Jeschurun". 19. Radomysl: „Zion". 20. Rymanöw: „Achwah" 1903. 21. Rzeszöw: „Ghowewe Zion" (Bürgerverein). 22. „ „Sulamith" (Mädcbenverein). 23. „ „Poalei Zion" 1904. 24. „ „Hebronia" (akad. Ferialverein 1905). 25. Sanok: „Agud/as Zion Misrachi". 26. Tarnöw: „Hatchija" (Bürgerverein). 27. „ „Bar Kochba" (a'kad. herialverein). 28. „ „Miriam" (Frauenverein) 1903. 29. „ „Misrachi". 30. „ „Poalei Zion" 1904. 31. Tarnobrzeg: „Zion Hamzuieneth" 1904. 32. Wieliezka: „Miriam" (Frauen- und Mädchenverein). Vertrauensmänner: 1. Blazowa: S. Neiss. 2. Czarny Dunajec: J. Mahler. 3. Dembica: L. Schinagel. 4. Dombrowa: L. Mahler. 5. Grybow: S. Goklberg. 6. Jaslo: Dr. A. Kornhäuser, A. Manasse. 7. Jaworzno: A. Silberschatz. 8. Kesty: M. Apte* 9. Kolbuszowa: Dr. A> Brück. 10. Korczyna: Maier Weissmann. 11. Przeworsk: K. Safemann, jur. 12. Radlöw: M. Stöger. 13. Ropczyce: L. Koretz, A. Hirsch. 14. Szezakowa: A. Fleissig. 15. Tuchöw: L. Salomon, Frl. Kell. 16. Wielkzka: A. Hirsch. 17. Zakopane: B. Horn. 18. Zarszyn: D. Moses. 19. Zawoja: S. Fischler. 20. Zollyma (P. Bialobrzegi): M. Leistynia. Für das westgalizische Distriktskomitee: Dr. Wahrhaftig, Schriftführer. Dr. L. Goldwasser, Obmann. Krakau. Laut Besohluss der Distriktsversammlung hat sich ein Arbeitsko-mite von Vertretern aller 6 Vereine gebildet, das wacker an der Arbeit ist. Besonders zeichnen sich der akad. Verein „Przedswit-Haschachar" und die „Poale Zion" aus. Aber auch, die Mädchenvereine „R u t h4' und „J u d y t a' stehen nicht nack In letzter Zeit wu'rde eine Toynbee Hall gegründet, die 'eine segensreiche Agitation entfaltet. Freitag, Samstag und Sonntag finden Vorträge in jüdischer Sprache statt, die einen zahlreichen Besuch, auch aus -chassidi'schen Kreisen aufweisen. Eine nachahmenswerte Organisation ist die der „Be (h e) llf e r" (der jugendliche hebr. „Lehrer '), die vielversprechend ist. Tarnow. „Hatchijah" Schekelatend. Gg. Dr. Salz erklärte die Bedeutung des Schekels. Hierauf eröffnete er eine ungezwungene Diskussion, in der allerhand Fragen gestellt wurden, über die Genannter die gewünschten Aufklärungen gab. So über die Bodenrechtsverhältniisse in der Türkei, über Tätigkeit und Ziele der Kolonialbank und Verwaltung des. Nationalfonds. Das aus aJlen Vereinen gebildete Arbeitskonute entwickelt lebhafte Agitation. Es wurden einige Versammlungen abgehalten, in denen Dr. Salz und Dr. Birnbaum referierten. Der „Poale Zion"-Vierein macht grosse Fortschritte. Auch wurde die Organisation der „Be(he)lfer" auf nationaler Basis durchgeführt. N. F. Rzeszöw, Der Delegierte des D.-K., Prof. M. Margulies, hi'elit hier fünf Versammlungen in einer Woche ab, die einen grossen agitatorischen Erfolg hatten. Der akad. Verein „Harmonie" veranstaltet Vorträge aus jüdischer Literatur. Tarnobrzeg. Verein „Zion" 120 Mitglieder; Hebr. Kurs für Anfänger. N.-F. Voranzeige. Wien/Die Vereinigung jüdischer Hochschüler aus der Bukowina „Jordania" veranstaltet Sonntag den 18. Juni einen grösseren Ausflug nachPurk ersdorf, zu demFreundeund Bekannte eingeladen werden. Abfahrt 7*2 Uhr nachmittags, Station Schottenring. Berichte. London, 9. Juni. Am Samstag abends fand unter dem Vorsitze des Herrn Joseph Cowen in der Great Assembly Hall die von der English Zionist Federation anlässlieh des Schekeltages veranstaltete Versammlung statt. Sie verdient besonderes Interesse nicht nur darum, weil sie die wieder erlangte volle Einmütigkeit unter den englischen Zionisten zeigt, sondern auch weil sie glänzenden Reden der Herren Dr. Alexander Marmorek, L. I. Greenberg und D. Wolffsohn zur Folie diente. Nach einer objektiven Darstellung der gegenwärtigen Lage im Zionismus durch den Präsidenten gelangt die folgende vom Herrn Doktor Marmorek vorgeschlagene und motivierte Reso ution zur Annahme: „Die Versammlung verpflichtet sich, alles aufzubieten, um die Schekelsammlung würdig zu gestalten der grossen Sache, die es zu fördern gilt; die Versammlung erklärt sich weiters mit den Beschlüssen des grossen A.-C. einverstanden und fordert alle Juden zu einer gemeinschaftlichen Aktion auf, um für das jüdische Volk eine öffentlich-rechtlich-gesicherte Heimstätte in Palästina zu erlangen." Im Verlaufe seiner Rede kommt Dr. Marmorek auf das Anerbieten der englischen Regierung zu sprechen und meint dann, der Territorialismus oder der Chowewe- Zionismus müsse zu einer Zersplitterung der Bewegung führen. Dass infolge des englischen Anerbietens eine Krise entstehen konnte, war dem Redner nie recht verständlich. Der Bericht der Kommission habe nun den Debatten ein Ende bereitet. Aber man dürfe sich über den grossen Wert des Anerbietens nicht täuschen. Haben doch damit die Ziele