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Die Welt · 1905-06-16 · 24 (16.6.1905) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
24 (16.6.1905)
Date
1905-06-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 24 M&i« « weif" Seife äv gchim mit Targim und Raschi, Mesusos, Tefillin, Talessim und Arbakanfos mit Zizith u. dgl. Es möge in Erez Israel eine grosse Druckerei errichtet werden, alles soll planmässig gedruckt werden, alle Bücher mit gleicher Numeration der Blätter, jedes Blatt soll mit der Kossei maruwi und Wasserdruck versehen sein. Es soll auch jedes Buch und jeder Talis mit einer gesetzlichen Schutzmarke versehen sein, damit niemand glaube, dass ein Betrug möglich sei. Jeder Rabbi oder Dajan, wenn auch nicht Zionist, soll den Mann bestimmen, der sich in seiner Gemeinde damit beschäftige, leschem Schomajim für Erez Israel zu wirken. Es mögen ferner trockene Südfrüchte, wie Feigen, Dattel», Mandeln u. dgl., brauchbar tür Pessach, in kleinen verschlossenen Schachteln versendet werden, damit Kinder solche Geschenke bei jeder Gelegenheit, wie Chanuka, Purim, Pessach, Lag be omer, Chamisohu asser be Sch'wat u. dgl. bekommen sollen. Jedes Chumesch soll am Anfang eine vollkommene Karte von Erez Israel haben, überhaupt soll nichts, auch das Geringste nicht, ausser acht gelassen werden, wae zur Hebung des Zionismus einen Sehritt weiter führen könnte. Es mögen ferner Spenden gesammelt werden zur Erwerbung eines Dampfschiffes, welches zweimal monatlich von Saloniki nach Jaffa verkehren soll, damit man von Europa leichter und billiger Ausflüge nach Erez Israel machen könne, damit würde auch der Geschäftsverkehr mit Erez Israel einst erblühen. Hochachtungsvoll mit Zionsgruss Koös Zsigmont, Religionslehrer, Nagyvärad. Berlin, den 3. Juni 1905. Sehr geehrte Redaktion! Wir bitten Sie höflichst, nachfolgende Notiz in ihrem geschätzten Blatte veröffentlichen zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung Hilfsverein der deutschen Juden. Mit Beginn des Sommers stellen sich die Brände im Ansiedlungsrayon in Russland vermöge der unzulänglichen Bauverhältnisse regelmässig ein. Gegenwärtig kommen noch häufig Brandstiftungen behufs besserer Gelegenheit zur Plünderung durch die christliche Bevölkerung vor. So sind in der vergangenen Woche eine Reihe von jüdischen Gemeinden in der Nähe von Kownö durch Feuersbrunst gänzlich vernichtet worden: Janowo, Bobt, Soslau, Kurschani etc. Fast 10.000 Glaubensgenossen sind obdachlos, der Materialschaden wird auf 1 Million Rubel geschätzt. Der Hilfsverein der deutschen Juden hat sofort 10.000 Mark zur Verteilung unter die abgebrannten Glaubensgenossen nach Kowno überwiesen, zu denen das Frankfurter Hilfskomitee 5000 Mark beigesteuert hat. fftis der Belegung- Gedenket des Schäkels! Comitetul Federatiunei Sionistilor din Romania. Die Föderation der rumänischen Zionisten versendet einen Aufruf an die Juden Rumäniens, der dieselben auffordert, angesichts des bevorstehenden Kongresses die Schkolim einzusammeln, damit die Zionisten Rumäniens auf dem Kongress in einer möglichst grossen Zahl vertreten seien und die Beschlüsse durchführen könnten, die bei der Sitzung vom 18. Mai angenommen wurden und die ungefähr lauten: 1. Strenges Festhalten am Baseler Programm, welches eine Heimstätte für die Juden nur in Palästina verlangt. 2. Eventuelle Kolonisation von Juden in einem Territorium ausserhalb Palästinas, sofern sich dieses für einen provisorischen Zufluchtsort für jene Stammesbrüder eignet, welche gezwungen sind, wegen ihrer gedrückten Lage ihr Geburtsland zu verlassen. 3. Bekämpfung des Territorialiemus, der bloss eine Leiagnung der Hauptideen des Zionismus bedeutet. 4. Schaffung einer einheitlichen Organisation und eines einheitlichen Tätigkeitsprogrammas im Sinne der oben ausgeführten Punkte. Die Federation fordert ferner die zionistischen Vereine auf, für einen speziellen Fonds zu sammeln, der den Delegierten die Fahrt nach Basel ermöglichen solle. Ferner soll die Sammlung für den Nationalfonds eine intensivere sein. Zu diesem Zwecke werden gegen Frcs. 2.~ Büchsen versendet. Auch möge man es bei keiner festlichen Angelegenheit unterlassen, für denselben zu sammeln. Ebenso sollen die Vereine sich mehr für die Verbreitung der Jargonbroschüre „Die Biographie Herzls" einsetzen. Der Aufruf endet mit den Worten: „Zionisten! Ihr seid zu einer schweren Arbeit berufen. Nichts ist jedoch undurchführbar, wenn ihr euch mit vollem Pflichtbewusstsein, mit Ueberzeugung der Gerechtigkeit und des endlichen Triumphes unserer Sache einsetzen werdet. Macht* euch mit Enthusiasmus und Mut ans Werk der Renaissance unserer Nation und ihr werdet in Kürze die glänzenden Erfolge der Ernte einlesen.« L. S. M. SUdgalizischer Distriktstag vom 7. Mai 1905. Protokoll. Anwesend 45 Delegierte alsVerteter von 20 Vereinen, ausserdem die Korrespondenten des .Wschöd" und des „Jüdischen Wochenblattes". Herr Dr. Schur begrüsst die Versammlung und gedenkt in warmen Worten unseres unvergesslichen Führers. Die Ansprache wird stehend angehört. Dann erfolgt die Wahl des Präsidiums: Dr. Jonas, Dr. Schur und Axelrad aus Halicz und des Sekretariates: Dr. Byk (Stryj) und Frl. Regine Melier. Ueber die Bewegung im Distrikte und die Tätigkeit des Distriktskomitees referiert Frl. Meiler. Der Distrikt umfasst 30 Vereine, und zwar: 23 Männer vereine (2 akademische Verbindungen, 3Poalei-Zion) und 7 Frauen vereine. Die Tätigkeit dieser Vereine ist teils kultureller, teils wirtschaftlicher Natur. Die Frauen vereine entwickein eine ziemlich intensive kulturelle Tätigkeit: Kinderhorte, Abendschulen für Arbeiterinnen etc. In vielen Vereinen existieren hebräische Sprachkurse und Kurse für jüdische Geschichte. Grosse Schwierigkeiten bereiteten dem D.-K die Provinz- Vereine durch ihren Mangel an Disziplin. Die Sitzungen des D.-K. finden jede Woche einmal statt. Die Erledigung von Organisations- und Administrationsfragen, Nationalgeschenk, die Sache der russischen Emigranten, Entsendung von Rednern, Beilegung von Differenzen in den Vereinen, Subventionierung der Parteipresse, Veranstaltung von Diskussionsabenden über brennende Fragen im Zionismus sind das Ergebnis der Arbeit des D.-K. seit seiner Reaktivierung, dass heist seit fünf Monaten. Besonders rührig und intensiv wurde die Schekel- und Nationalfondsagitation betrieben; es sind auch diesbezüglich sehr günstige Resultate zu verzeichnen. Den Kassabericht erstattet Dr.Füllenbaum.Die Schekelrechnungen sind noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Städte ihre Rechnungen eingesendet haben, aber es ist bereits zu ersehen, dass heuer 1300 Schekel gezeichnet werden. Unter den Städten des südgalizischen Distriktes nimmt Stanislau den ersten Platz ein (ö00 Schekel). Für den N.-F. wurden K 1097.89 gesammelt. Subventioniert wurden die »Kadimah*-Lemberg und das Krakauer D.-K. Einen kurzen Kassabericht für die Zeit vor der Reaktivierung erstattet über Antrag des Gg. Kleinmann aus Nadwörna, Dr. Sussmann. Ueber die Rechenschaftsberichte entwickelt sich eine lebhafte Diskussion. Nach Anhörung der Generalredner pro und kontra wird dem D.-K. über Antrag Taubes das Absolutorium erteilt. Die Nachmittagssitzung begann mit dem Punkt Anträge und Interpellationen. Angenommen wurden : Antrag Taubes: Der Distriktstag protestiert gegen die Einberufung der österreichischen Parteikonferenz für die Tage des 12. und 13. Juni nach Prag und zwar mit Rücksicht auf Ort und Zeit, und drückt den Wunsch aus die gedachte Konferenz möge in einer der galizischen Städte und zu einer Zeit stattfinden, welche mit den jüdischen Feiertagen nicht kollidiert. Antrag Taubes und Jolles: Dem zu wählenden D.-K. wird die Subventionierung des „Jüdischen Wochenblatt" anempfohlen. Antrag Frl. Horowitz: Die Organisierung lokaler Arbeitskomitees in Städten wo, einige zionistische Vereine existieren. Antrag Bacher: Die Konferenz fordert das D.-K. auf, das Parteiblatt „Wschöd* entsprechend zu subventionieren. Antrag Weinreb : Alle Gesinnungsgenossen UDd Vereine werden aufgefordert, Gelder für den N.-F. durch den „Wschöd* an die Kolonialbank zu senden. Antrag Feuermann : Die Blätter „Moriah* und „Jüdischer Arbeiter* naoh Möglichkeit zu subventionieren. Antrag Dr. Jonas: Der Distriktstag empfiehlt den Vereinen und einzelnen Gesinnungsgenossen des süd-

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