Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 21 (26.5.1905)
- Date
- 1905-05-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 21 p(fci£ # W^lf" &eite § 2. Palästinareferat; Referent: Dr. Reich (Baden). 3. Kulturreferat; Referent: Bb. med. Reizes (Wien). b. Geschäftlicher Teil. 1. Künftige Gestaltung; Referent: Bb. Carniol (Wien). % 2: Stellung der jüdischen Studenten; Referent: Bb. Scha^ÖMcz (Czernowitz). '3k Wahr der Leitung für das nächste Jahr. * And 1. Juni findet abends ein grosser Kommers in den Verbandssälen statt. Gäste herzlich willkommen. An die Ärbeiter-Zionislen! Schon vor einigen, Jahren begannen sich in verschiedenen Orten jüdische Arbeiter in eigenen zionistischem Vereinen, zu organisieren. - Die zionistischen Führer '.waren zwar damit zufrieden',- dass der Zionismus auchdie jüdischen Arbeiter in seiinen' Kreis zieht—aber es; geschah nichts, .um dieser neuen Arbeiterorganisation eine feste Grundlage, eineff Inhalt zu verleihen. Die Arbeiter selber waren sich micht darübejüklar gemug, was sie eigentlich wollten und was sie im Zionismus suchten. Die Zionisten-Arbeiter waren vor einigen Jahren zumeist solche,- die-mit ihrer-Lage in anderen Organisationen unzufrieden wareni — aber zielbewusste Zionisten wairen sie noch immer nicht. ............. - ........ ..... Der sechste Kongress mit seinem Ugandaprojekt trug noch mehr zur Verwirrung'bei.- Der Territoriailisimus hat-viele überhaupt vom. z i o n i s t i s c h e n Wege abgeführt; wenn es schon früher verschiedene Gnuppen unter den Arbeiiter-Zionisten gegeben hat,, so vermehrte..sich jetzt diese Verschiedenheit und aÜerorts trat ein .Chaos ein. Es muss aber zugegeben werden, dass innerhalb diesem Chaosi manche, erst irJecht, in ihrem Zionismus gestärkt wurden und nunmehr sich darüber klar sind, was sie wollen. Andere stehem auf dem Wege, der zum Zionismus führt, während manche noch immer nicht wissen, wofür sie sich zu entscheiden hätten. Das ersehen wir aus den vielen Zuschriften an die Redaktion „Die jüdische Zukunft" aus den Kreisen der.Poale Zion in verschiedienen Orten. „Die jüdische Zukunft" ist kein Organ ausschliesslich für A r b e i t e r - Z i o n i s t e n. Als radikal-progressives Organ abejr steht sie ihnen ganz nahe. Wir wollen mit Vergnügen den Arbeiter-Zionisfen grösseren Raum in unserem Blatte gewähren, wenn diese einmal organisiert sind und ein einheitliches' Programm habenC / Damit' nun diese einheitliche zionistische Arbeiterorganisation geschaffen werde, wende ich mich an alle zionistischen Arbeitergmppen. wie auch an einzelne mit folgendem Vorschlage: Dieselben mögen m i r e h e m ö g 1 i c h s t alle bisher bestehendien, Programme von zionistischen Poale Zion, sei es gedruckt, hektographiert oder geschrieben, wenn möglich in je zwei Exemplaren zukommen lasssen. Auch unsere Genossen mögen ihre Vorschläge, für derartige Organisationen unterbreiten. Nach Einlangung des Materiales will ich es versuchen, . aiiS; allen Programmen das Gemeinsame herauszuheben und zur Grundlage eines Projektes iür eine allgemeine Organisation zu machen, die entstehen soll. In Basel, wo zum nächsten Kongresse gewiss viele Delegierte von Arbeiterorganisationen beisammen sein werden, will ich. dieses Projekt dem Delegierten vorlegen. -Selbstverständlich werden solche Arbeitergruppen, die in Basel nicht durch eigene Delegierte vertreten sein werden, zur Annahme dieses Programmes nicht gezwungen sein; vielleicht wird-sich-die Notwendigkeit ergeben, einen eigenen D e leg ie r t en t a g aller zionistischen Arbeiterführer zu organisieren!.-Sicherlich wird aber ein früher ausgearbeitetes Programm und fertiges Projekt viel dazu beitragen, das herrschende Tohuwabohu zu beseitigen. Ich wende mich an die Arbeiter-Zionisten aller Länder und Weltteile und1 bitte die jüdischen Zeitungen, meinen Aufruf abzudrucken. Dr. Ch. Wortsmann Nowolipie 36/37, Warschau. : •": '. '•• ■ . : * ' Wir willfahren dem Wunsche Dir1.. W o r t s.m a n n s, können, aber nicht umh^^^^^ mitzuteilen, dass in den führenden Kreisen der! österreichisoneiii1 Poalei Zion, denen wir von diesem Vorschlage Mitteilung gemacht haben, eine ablehnende Stimmung vorherrscht. Man meint nämlich, dass nicht eine ausserhalb der Poalei Zioni-Organisation stehende Persönlichkeit berufen sei, in ihrer Redaktionsstube, mag sie noch so „radikal-progressiv" sein, Programme anzufertigen. Das sei.lediglich Sache der berufenen Führer und der eigenen Organe der Organisation. Die Redaktion. Berichtigung. Das in unserer letzten Nummer abgedruckte .Programm der theoretischen Arbeit" («Die Organir satiön der theoretischen Arbeit unter der jüdischen Jugend in Russlan d") ist nicht von einer durch die ganze -russische Organisation gewählten Körperschaft, aufgestellt worden* sondern nur._ der erste Versuch einer beim Moskauer Rayonsvorstan de. konstituierten Gruppe für die Zwecke der Vereine des Rayons. ..'. * * •*- - - v- -.....;i Ntue zionistisch« Jargortbroschüren. Im Auftrage des galizischen D.-K* erscheint in deä nächsten Tagen im Verlage der . „Kadimahf, Lemberg (Sykßtuska 35), eine neue zionistische Agitationsbroschüre in jüdischer Sprache (Jargon) vpn> Gg..M. K1 e i n m a n,n unter dem Titel: „D i e Ju d e,n im Go 1 u s«.« Einzelexemplar bei vornehmer . Ausstattung nur 6 Heller, Bei Bezug von 100 Exemplaren entsprechender Rabatt. Der Verein »Zion" in Nadwörna hat ein reichhaltiges zionistisches Liederbuch herausgegeben (hebräisch, jüdisch, deutsch und polnisch). Beide Broschüren sind für die Agitation sehr geeignet und sind von der Verlagsgesellschaft .Kadimah"^ Lemberg, Sykstuska 35 zu beziehen. Am 1. Mai d. J. hat sich in Galizien eine .jüdische sozialdemokratische Parte i" gebildet, weiche von der offiziellen Sozialdemokratie bekämpft wird. Zu dieser Frage nimmt die Verbandsleitung der „Poale-Zion* ausser im „Jüdischen Arbeiter" auch in einem besonderen Flugblatte Stellung, das in jüdischer und polnischer Sprache erschienen ist und 2 h kostet. Die zionistischen Arbeiter und Angestellten werden hiermit aufgefordert, dieses Flugblatt bei Ig. H. Bandet in Krakau, Grodgasse 5, zu beziehen und zu verbreiten. * * * Nett ausgestatte Korrespondenzkarten für Zionisten bringt der Verein „Z'ireZion, m Kolomea in Verkehr. Dieselben zeigen innerhalb einer Zierleiste den Magen Dawid mit der Aufforderung zu Spenden für den Nationalfonds und den ersten Satz des Baseler Programmes. Die für die Korrespondenz ein«s Zionisten sehr praktischen Karten kosten pro 100 Stück K 2.50. Reinertrag für den N.-F. Bestellungen (gegen Voreinsendung des Betrages) an Sigmund Haber, Kolomea. ffius der Be\foej3ut)&. Gedenket des Schekelsl Wien. Verein „Theodor Herzl", IL, Förstergasse 8. Dienstag, 30. Mai, Vortrag des Herrn Dr. Kadisch. Referat vorbehalten. Gäste herzlich willkommen. Beginn präzise 8 Uhr. Wien. Einzelverein Maria hilf-Neu b atu. Dienstag den 30. Mai 1905 findet im separierten Saale des Cafe" Mariahilf (VII., Mariahüferstrasse 89a) eine V e r e i n sv e r Sammlung mit folgender Tagesordnung statt : 1. Wahl von drei Delegierten zu dem am 12. und 13. Juni 1905 in Prag stattfindenden österreichischen Zionistentage; 2. Referat über die Aufgaben dieses Zionistentages, erstattet von Herrn Dr. Isidor Margulies. 3. Diskussion. Beginn 8 Uhr. Gäste willkommen, Posen. In ihrer Sitzung am 12. Mai fasste die Ortsgruppe bei ungewöhnlich starker Präsenz mach langer Diskussion e i ns timmig folgein de Resolution: Die Posener Ortsgruppe, nimmt, unter Protest gegen die vorzeitige -Veröffentlichung; -mit Bedauern von der Unausführbarkeit des- O s t a f r i k apro je kt es Kenntnis. Sie.hält es jedoch auch fernerhin mit dem Baseler Programm für wohl vereinbar, v o r der-Edangtag der öffentlich rechtlich -gesicherten -Heimstätte, in Palästina a u s s e r h a 1 b des palästinensischen Landeskreises jüdische Grosskolonisation bei' zugesicherter Autonomie durch politische und organisatorische B e i h i 1 f e seitens unserer Bewegung zu fördern. Ihr Endziel sieht sie nach wie vor' in Palästina und lehnt deshalb alle davon absehenden („territöriä.liiStischen'O Pläne ab. Vorbeding u n g für jede zionistische Kolonisationsarbeit in Palästina muss das Vorhandenseih ausreichen^ der rechtlich e r Q a r ä n t i e n bleiben. Diesem Grundsätze widerspricht unter den gegebenen Verhältnissen sowohl das Verlangen nach L a n d e r w e r b wie jede Begünstigung der Einwanderung in Palästina, auch so weit sie gesetzlich gestattet ist. Die Ortsgruppe .wünscht vor allem: 1. Aufrecht-