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Die Welt · 1905-05-05 · 18 (5.5.1905) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
18 (5.5.1905)
Date
1905-05-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „bie # W^It" Nr. 18 Libanthal: W. Stross, F. Herzka, Stanislau: P. Wagschal. Rz e s z ö w : J.Tocher. Okrova: J. Schiller. Klinkowsska: ' J. Zehnwirt. Czernowitz: Fr]. J. Sauberberg, L. Steinmetz. Gwodriec: J. Rosenfeld. Resicza: A. Friedmarm. Anvers: Frl. L. Chamizer, L. Kannegiesser. Singapore: J. F. C a p e t o w n : M. Gurland. Tarnow: Durch das- Arbeitskomitee: Dr. A. Salz, Schinagel, Abraham, Schudmak, „Poale Zion", Mondschein, Strom, Israelowiczr Keil, Rubin, Frl. M. Salz, Edelstein, Bierer, Goldberg, Schönfeld, Dr. Traum, Marie Rauchwerg, N. Frey, Schenkel, Russland (Ortsstempel unleserlich): A. Moszkowsky, Bronie Landau. Metz : S. Gerstenhaber, F. Engelstein,' A.. Frankel. Häbersdorf: S. <J. Lafer. Wloclawek: L. Gusik. Brünn: ing. L. Braminer („Veritas*). Paris: R.Feigenbaum. Firenze: T, Markus. R rai la : Banca de Credit Romaa. Boryslaw: M. Friedländer. Stryj: S. Schwarzberg, Ch. A. Schönfeld. Kostajn i c a : Frl. Olga Lederer. S n i a t y n : Frl. Malcia Rosenkranz. T. Maigurele: P, Hermann. Allen Spendern besten Dank und Zionsgruss! Die Philatelieabteilung der N. - F.-Kommissio n. Briefkasten der Philatelieabteilung. J. F., Singapore. Wir übergeben Ihren Brief der Palästinakommissiori und werden Ihnen über Ihre Anfrage nicht in der „Welt", sondern post restante unter „J. F., Singapore", hauptpostlagernd schreiben. Wien, Frl. Camilla Bondy: Ablösen nicht nötig. Besten Dank und Gruss. Kostajnica, Olga Lederer: Das ist hübsch von dir. Wenn wir von so kleinen Leuten eine so schöne Sendung ur;d einen so netten Brief bekommen, freuen wir uns immer doppelt. Nur so weiter! Besten Gruss. * * * Jüdische Theatervorstellung. Der Akad. Verein zionistischer Hochschüler aus Russland, „Leo Pinsker" beschliesst die diesjährige Saison der Jüdischen Abende, Vorträge aus der Literatur der ostjüdischen Volkssprache („Jargon") mit einem Theaterabend. Derselbe findet Samstag, den 6. Mai d. J. im Hotel Bayerischer Hof, IL Obere Augartenstrasse, Ecke Taborstrasse, statt und zwar gelangt das Meisterwerk David Pinskis „Di farnilje Zwiu Tragödie in vier Akten zur Aufführung. Das Wiener jüdische Publikum gewinnt hierdurch die Möglichkeit, dieses hochbedeutsame in Berlin mit grossem Erfolg aufgeführte Stück aus dem russisch-jüdischen Vertölgungselend kennen zu lernen. Dem am Theaterabend zur Ausgabe gelangenden Programme wird auch eine Inhaltsangabe desStückes in deutscher Sprache beigedruckt. Das' Reinerträgnis fliesst russisch-jüdischen Hilfszwecken zu. Beginn präzise 8 Uhr abends. Preise der Plätze: Parkett K 3.—; Parterre L. Platz K 2.—; II. Platz K 1.-; Galeriesitz K 1.-; Stehplatz K —.00. Karten sind zu haben im Akad. Vereine „ Leo Pinsker" IX., Bleichergasse 0; Cafe Augartenbrücke, IL, Obere Augartenstrasse; Cafe zur Börse, L, Wipplingerstrasse; Zionistisches Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 9; Verlag „Zion* IL, Untere Augartenstrasse 9; in der Redaktion des Jüdischen Volksblattes", IX., Servitengasse 4 und bei M. Hammer, I., Rotenturmstrasse 31. $fas de* JSe^egüDg- Gedenk«! dm SchskeSs! Mitteilungen des österreichischen L-K. Bei der am 30. April d. J. im Kongres.sbureau stattgefundenen Vorkonferenz zum IV. österreichischen Parteitag wurde beschlossen, denselben nicht — wie ursprünglich vorgeschlagen — am 11. und 12. Juni, sondern am 12. und 13. Juni d. J, in Prag abzuhalten. Tagesordnung: I. 1. Begrüssung; 2. Wahl des Bureaus; 3. Wahl des LegitimationsauRschuss^s. II. 1. Allgemeiner Rechenschaftsbericht des L.-K.; 2. Kassabericht; 3. Organisation, 'Ref. Herr Dr. S. Krenberger Wien; 4. Stellungnahme zum VII. Kongresse, Ref. Herr A. Freud, Wien, Korref. Herr K. Resek, Piag; 5. Der Nationalfonds und seine Verwendung, Ref. Herr Dr. H. Benedikt, Wien; r>. Stellungnahme-, zur Frage der inneipolitischen Betätigung, Ref. Herr Dr. Egon Zweig, Korref.: ein noch zu bestimmender Redner. III. 1. Neuwahlen: 2. Bestimmung des Ortes für den nächsten Parteitag. Es wird wiederholt und eindringlichst ersucht, für das L.-K. bestimmte Gelder ausschliesslich an die Adresse des Herrn J. Gewitsch, Wien, IL, Valeriestrasse 54, zu senden. Für das L.-K. Phil. Dr. S. K r e n b e r g e r. N. G r o s s, Sehriftfühi er. Voranzeige. Wien. (Lit. Geselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Moria".) Sonntag den 7. d. M. wird Frl. ThekLa Blech einen Vortrag über das Thema „Maxim Gorky" halten, Beginn halb 4 Uhr nachmittags im Kongresssaale, Wien, IX, Türkenstrasse 9. Gäste willkommen. Berichte. Hamburg. Die zionistische Ortsgruppe Hamburg-Altona hatte für den 13, April eine öffentliche Versammlung nach dem „Conventgarten" einberufen, die sich eines sehr zahlreichen Besuches "erfreute. Herr Professor Dr. O. Warburg - Berlin sprach zunächst über „Die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunft Palästinas". Redner glaubt, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Ansicht vor der Unfruchtbarkeit Palästinas ebenso veraltet sein wird, wie die, dass die Juden sich nicht zum Ackerbau eignen. Der Referent ist zu dieser Ansicht auf Grund wissenschaftlicher Forschungen und seiner eigenen Erfahrungen -gelangt, so hat z ß. Dr. Heinrich Hildenscheid auf Grund .seiner Forschungen über die Niederschlagsverhältnisse Palästinas den Beweis erbracht, dass die dortigen Verhältnisse sich seit alter Zeit nicht geändert haben, ebenso wie Professor P h i 1 i p p s o n in seinem epochemachenden Werke „Das Mittelmeergebiet, seine geographische und. kulturelle Eigenart" ebenfalls zu dem Resultat gelangt, dass für die Vegetationsverhältnisse und damit auch für die Möglichkeit der Besiedelung Palästinas die gleichen Verhältnisse massgebend sind wie im Altertum. Was dies bedeutet, kann man am besten daraus ermessen, dass nach Josephus Galüäa allein zur Zeit Christus eine Bevölkerung von 5 Millionen hatte, während heute ganz Palästina nur von 600000 Menschen bewohnt ist;' ebenso gibt Tacitus die Bevölkerung Jemsalems zur Zeit der Belagerung durch Titus allein auf 600 000 Seelen an. Jedenfalls beweisen diese Zahlen, da^s Palästina unter den jetzigen Verhältnissen noch lange nicht an der Grenze seiner Ausdehnungsfähigkeit angelangt ist und wohl imstande ist, eine nach Millionen zählende Bevölkerung aufzunehmen. Redner geht dann näher auf die Produktionsfähigkeit Palästinas ein und zeigt ausführlich, wie die Bodenverhältnisse ausgenutzt werden können, so z. B. müsse die Orangenzucht, die ja auch in Sizilien von grosser Bedeutung ist, weit mehr ausgedehnt werden, ebenso wie der Weinbau, der jetzt schon;■; den jüdischen Kolonien mit grossem Erfolge betrieben wird. Redner ist der Ansicht, dass man auf Grund der Kolonisation schon in der Ebene allein lV- Millionen Menschen ansiedeln könne, aber eine weit grössere Anzahl von Menschen lässi sich im Gehirgsland ansiedeln, das auch sehr kulturfähig ist, mli Ausnahme der Wüste Judäa. Wie die Libanongegend beweist, wo schon heilte die Ausfuhr von Seide und Kokons etwa IS Millionen Mark beträgt, lässt sich dort durch die Maulbeerbaum- Kultur, die sogenannte Terrassenkultur, sehr viel erreichen. Der Vortragende geht dann näher auf die Verhältnisse im Jordantal ein, wo, wie er an der Hand zahlreicher Untersuchungen; beweist, auch eine Industrie und daher eine grosse Bevölkerung wohl möglich ist.

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