Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 11 (17.3.1905)
- Date
- 1905-03-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 lfbi$ * Welt" Nr. 11 Werte Ge sinnungsgenossen! Wir haben diesen Monat aus dem Verkauf von eingesandten Briefmarken K 100 erzielt. So schön dieser Erfolgt ist, so könnten wir monatlich leicht das Doppelte einnehmen, falls uns fleissiger Marken geschickt würden. Wir ersuchen, wie schon so oft, nochmals unsere werten Gesinnungsgenossen, uns Briefmarken einzusenden. Auch die gewöhnlichsten finden Verwendung. Wir hoffen, dass dieser Appell endlich den sehnlich erwünschten Erfolg haben wird. * Die Philatelieabteilung der N. - F. - Kommission. * * * .....Geehrte Gesinnungsgenossen! Wir verweisen auf unsere Notiz in dieser Nummer der „Welt", in der wir 100 K als Erlös für verkaufte Briefmarken ausweisen. So schön dieser Erfolg scheint, den wir doch nur durch einen* einzigen Monat gewonnen haben, so sind wir damit doch nicht zufrieden. Wir könnten in einem. Monat leicht das Doppelte gewinnen, wenn uns mehr Marken eingesendet würden. Wir haben in diesem Monate von Frau Gräfin Moltke aus Kopenhagen, der an dieser Stelle nochmals gedankt sei, eine grosse Sendung erhalten, für die wir einen namhaften Betrag erzielt haben. Unsere Gesinnungsgenossen und Gesinnungsgenossinnen werden doch hoffentlich ebensoviel guten Willen aufbringen können wie eine Arierin. Wir wiederholen nochmals, dass wir auch für die gewöhnlichsten Briefmarken Verwendung haben! Wir haben Aufträge auf fast 100 Kilo Marken. Jehuda Salomons. * # * L e m b e r g, 1. Adar 5665. Verehrte Vereinsleitungen! Liebe Zionsbrüder! Nachdem unsere Aufrufe in den Zeitungen heuer nichts fruchteten, wenden wir uns jetzt wieder an euch: .Tut eure Pflicht der Jüdischen Nationalbibliothek gegenüber!" Ihr habt ja die Nachricht gehört, dass Dr. Josef C h azanowicz, der Gründer der Jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem, sich ganz zurückziehen will, weil man ihn von keiner Seite unterstützt hat. Wir bitten euch, tut euer Möglichstes, und dies sofort, für die Jüdische Nationalbibliothek, vielleicht wird man dann Dr. Chazanowicz bewegen können, zu seiner Arbeit zurückzukehren. Die Jüdische Nationalbibliothek, eine Sammelstätte jüdischer Geistesschätze, ist ein Stück jüdischer Zukunft auf palästinensischem Boden. Der Zionistenkongress hat einen jedem Zionvereine die Pflicht auferlegt, der Jüdischen Nationalbibliothek acht Kronen jährlich als Beitrag zu zahlen. Wir bitten euch, sendet sofort diesen geringen Beitrag, sammelt womöglich noch weitere Summen unter euren Mitgliedern. Jene wenigen Vereine, die voriges Jahr ihrer Pflicht nachgekommen sind, mögen dies auch heuer tun, jene, die es nicht getan haben, sollen heuer tun, was ihre Pflicht ist. Wir bitten euch, sammelt auch Bücher, hebräische aller Art und andersprachige, die irgendwelchen Zusammenhang mit dem Judentum haben, und sendet sie an uns. Jene Vereine, die es noch nicht getan haben, sollen uns aus ihrer Mitte einen Vertrauensmann nennen. Adresse für Geldu, Büchersen düngen: E. N. Lip schütz für die Jüdische Nationalbibliothek, Lemberg, Karl Ludwigstrasse SU Mit Zionsgruss Lemberger Komitee zur Förderung der Jüd. Nationalbibliothek in Jerusalem: Dr. A. K o r k i s. * * * Einladung. Der Erste Wiener Jüdische Turnverein, L, Mölkerbastei 5, beehrt sich, Euer Wohlgeboren zu seinem Samstag den 25. März 1905 im Ballsaale Ronacher stattfindenden Kostümkränzchen (ohne Kostümzwang) höflichst einzuladen, Entree 2 Kronen. Saaleröffoung 9Uhr. Karten erhältlich im Turnlokale; bei Herrn Karl Plowitz, IX., Porzellangasse 13; Hugo Spitzer, VII., Lindengasse la (Tel. 9790); Dr. Josef Weinreb, VII, Mariahilferstrasse 64, (Tel. 5861); Cafe* de France, L, Schottenring, und bei sämtlichen Vereinsmitgliedern. Herren : Ball- oder Soireetoilette. * * * Jüdische Toynbee-Halle. Wien, XX., Karajangasse 20. Vortragsordnung: Sonntag, 19. März. H. Berliner: Jüdische Solidarität. Montag, 20. Mäz. Dr. H. Stransky: Deutsche Literaturgeschichte. III. Dienstag, 21. März. Dr. S. Werner: Aus jüdischer Geschichtp. III. Mittwoch, 22 März. Professor Dr. L. Königstein: Unser Auge. II. Donnerstag, 23. März. Dr. K. Lifczis: Das Problem der Armut. Freitag, 24. März. Bibelerklärung. Samstag, 25. März. Konzert. Sonntag, 26. März. H. York-Steiner: Vorlesung eigener Novellen. * * * Löbliche Redaktion »Die Welt"! Im Jahrbuche ,Stimme der Wahrheit* ist ein Artikel von mir, in welchem eine peinliche Unrichtigkeit vorkommt. Seite 56 in der 13. Zeile von unten ist mir in den Satz ein sinnstörendes Wort eingeschoben worden: „Als jedoch vor kurzem von einem unserer Parteipolitiker über den Mangel an Freundschaft in unseren Reihen geklagt wurde, etc." Dieses „von* ist interpoliert. Ich besitze die erste Korrektur in der dies „von" fehlt. Dieses eine Wort stösst den Sinn um. Nicht Herzl hat den folgenden Ausspruch getan: „Hier mache ich Politik — Freundschaft suche ich ausserhalb dieses Kreises" sondern ein anderer Parteipolitiker. Ich wollte einen Gegensatz schaffen zwischen dem, was Herzl wollte und was andere wollteu, statt dessen wird Herzl eines Ausspruches beschuldigt den ein anderer gemacht hat. Mit besten Zionsgrüssen hochachtend H. York-Steiner. * * * Jerusalem, im Februar 1905. Löbliche Redaktion! Hierdurch beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, dass ich am 29. Jänner von meiner Reise zurückgekehrt bin und unverzüglich die Vorbereitungen zur Drucklegung des „Talmud Jeruschalmi" in Angriff genommen habe. Ebenso werden von nun ab die übrigen Werke der „Palästina-Bibliothek" sowie die Vierteljahresschrift „Jerusalem" regelmässig erseheinen. Mit vorzüglicher Hochachtung und freundlichem Grusse A. M. L un c z. Adresse: A. M. Luncz, Jerusalem, Palästina. Vertreterschaft der jüdischen Studentenschaft. Sonntag den 19. März findet eine Sitzung im Lokale der Lesehalle IX. Grünethorgasse 34, um 3 Uhr nachmittags statt. Die Mitglieder der Vertreterschaft werden ersucht, bestimmt zu erscheinen, phil. M. Gottfried jur. F. L ö h n e r Schriftführer. Obmann. Mitteilung der Redaktion. Der österreichischen Auflage der „Welt" ist zu dieser Nummer eine Beilage „Zion", Mitteilungen des österreichischen L.-K., beigeheftet. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Zur Lage, Schekel, Nationalfonds. Berichte derD.-K. und der Vereine. Der„Zion" gibt eine genaue Uebersicht über den Stand der Bewegung. Wir kommen in der nächsten Nummer darauf zurück. Ausserösterreichische Gesinnungsgenossen können die Beilage gegen 2 K jährlich erhalten. Die Beilage erscheint am 15. eines jeden Monats. \